23. März 2011

Mittelalterliches Berliner Rathaus: Zeugnisse des städtischen Handelns als Erbe

Chefredakteur Dirk Pinnow zur Synergie aus mittelalterlicher Vergangenheit und Metropolendasein Berlins

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23.03.2011] Bei archäologischen Bodenuntersuchungen im Kontext des Weiterbaus der U-Bahnlinie 5 in Berlin, vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, wurden im Sommer 2010 die Reste des Alten Rathauses wiederentdeckt, darunter Überbleibsel der „Tuchhalle“. Die Gründung dieses Rathausstandortes an der Straßenkreuzung Spandauer Straße und Rathausstraße wird um das Jahr 1270 datiert. Dort fanden Ratssitzungen und Zusammenkünfte der Tuchmacher- und Kaufmannsgilde statt. Noch ist ungeklärt, wie mit diesem historischen Erbe umgegangen werden soll und wie umfangreich die Reste sind. Bedroht werden diese nun durch vermeintliche Entscheidungszwänge der Stadtplanung und des U-Bahn-Baus.
Durch die archäologische Grabungen im Zentrum Berlins ist die mittelalterliche Vergangenheit der Stadt sicht- und potenziell erfahrbar zu Tage getreten – rare Zeugnisse der einst lebendigen Stadtmitte, die nach Ansicht vieler engagierter Persönlichkeiten und Institutionen, die sich im Bürgerforum Historische Mitte Berlin zusammengefunden haben, sichtbar erhalten bleiben sollen. (more…)



 

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