2. April 2011

Zustandsbericht zum Wochenende: Tendenz unheilig bis nebulös, stellenweise Hoffnungsschimmer

Ein Kommentar von Wolfgang Rogalski, Verlagsleiter MedienHaus.Am-Finanzplatz.de

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.04.2011] Wann ist eine Situation eine Krise, wann ist sie bereits eine Katastrophe? Das hängt wohl von dem eigenen Standort und der eigenen Wahrnehmung ab. Das Desaster in Japan ist für uns in Deutschland mehrheitlich allenfalls eine Krise, weil vielleicht Geschäftsbeziehungen oder der Import von Gütern tangiert werden bzw. unser Appetit auf Sushi aus Original-Zutaten geschmälert wird. Das Aufbegehren der Völker in Nord-Afrika und in der Levante könnte unsere Urlaubsplanung stören… Und sonst? Alles in Butter auf dem Kutter? Auch wenn vom Ausguck immer wieder „Aufschwung voraus!” verkündet wird, ist die Einschätzung der Lage in Deutschland auch von der persönlichen Verortung in dieser Gesellschaft abhängig:
Unsere „BR Teutonic“ hat schon vor Jahrzehnten den „Schuldenberg“ gerammt und dümpelt mit immer größerer Schlagseite im „Ozean des Zinswahns“ vor sich hin – in den unteren Decks steht den Menschen das Wasser längst bis zum Hals, während in der Ersten Klasse noch fröhlich gefeiert wird und hochbezahlter Dudelfunk Frohsinn verbreitet. (more…)



 

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