22. Dezember 2011

verbraucherzentrale Bundesverband: Rechtsanspruch auf Girokonto für Jedermann endlich gesetzlich regeln

Das Instrument Selbstverpflichtung habe versagt, nun sei der Gesetzgeber gefordert

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 22.12.2011] Jeder Mensch sollte einen Rechtsanspruch auf ein Girokonto haben, der gesetzlich verankert werden müsse, so die langjährige Forderung der verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Nun sei auch die Bundesregierung in ihrem am 20. Dezember 2012 beschlossenen „6. Bericht zur Umsetzung der Empfehlungen des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) von 1995“ diesem Ergebnis gekommen:
Das Instrument Selbstverpflichtung habe versagt, nun sei der Gesetzgeber gefordert, erklärt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Die Bundesregierung gehe in ihrem Bericht davon aus, dass die Europäische Kommission im Sommer 2012 nach Überprüfung der Wirksamkeit einer EU-Empfehlung einen Gesetzesvorschlag für eine verbindliche Regelung zum Zugang zu einem Basiskonto vorlegen werde, und wolle sich in diese Regulierungsinitiative aktiv einbringen. (more…)

2. Dezember 2011

Immobilienkredite: Oft zu hohe Vorfälligkeitsentschädigungen bei Kündigung

Laut verbraucherzentrale Hamburg Differenzen in drei von zehn Fällen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.12.2011] Das Amtsgericht Laufen hat nach Klage der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) am 8. November 2011 entschieden, dass die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG einem ehemaligen Kunden 4.228,42 Euro erstatten muss, die das Geldinstitut bei der vorzeitigen Ablösung eines Immobilienkredits als Vorfälligkeitsentschädigung einbehalten hatte.
Der betroffene Verbraucher hatte sich an die vzhh gewandt. Die überprüfte die von der Bank errechnete Vorfälligkeitsentschädigung und kam zu dem Ergebnis, dass diese um mehr als 4.000 Euro überhöht gewesen sei. Der Kunde suchte mit diesem Ergebnis dann Hilfe bei dem Ombudsmann der Volksbanken, der die falsche Bankberechnung jedoch zum Nachteil des Verbrauchers für richtig erachtet habe. (more…)

1. Dezember 2011

Eingeschüchterte Verbraucher: Unseriöses Inkasso als bedrohliche Plage

Lediglich ein Prozent der erfassten Inkassoforderungen eindeutig berechtigt

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 01.12.2011] In einer aktuellen Stellungnahme widmet sich der verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dem Thema Inkasso – dessen unseriöse Umsetzung gehe Hand in Hand mit Kostenfallen im Internet und unlauterer Telefonwerbung. Willkür und Phantasiegebühren trieben Inkassoforderungen in schwindelerregende Höhen, so der vzbv.
Grundlage dieser Bewertung ist eine Auswertung der Verbraucherzentralen von rund 4.000 Verbraucherbeschwerden. Demnach seien 99 Prozent der Beschwerden über unseriöse Inkassopraktiken berechtigt. Unseriöses Inkasso sei eine bedrohliche Plage – Abzocke und Einschüchterung müssten endlich gestoppt werden, fordert Gerd Billen, vzbv-Vorstand. (more…)

11. November 2011

Verlustgeschäft für Verbraucher: Gekündigte Lebens- und Rentenversicherungen

Verbraucherzentrale geht von bis zu 160 Milliarden Euro Verlust für die Verbraucher aus

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 11.11.2011] Durch den Abschluss von Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen hätten die Verbraucher in den letzten zehn Jahren bis zu 160 Milliarden Euro Verlust erlitten, meldet die verbraucherzentrale Hamburg (vzhh):
Dies ergebe sich aus einer Studie von Professor Andreas Oehler von der Universität Bamberg, die am 11. November 2011 von der vzhh vorgestellt wurde. Grundlage der Untersuchung seien 1.115 Fälle gekündigter Verträge von Verbrauchern, die sich in den letzten Jahren Hilfe suchend an die vzhh gewandt hätten. Danach ergebe sich durch die Hochrechnung mit Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft bei einer Stornoquote von sechs Prozent und einen Vergleich mit sicheren Anlageformen ein Schaden von 160 Milliarden Euro zwischen 2001 und 2010, also 16 Milliarden Euro im Jahr.
Nach den Erkenntnissen der vzhh seien bei den auf Jahrzehnte angelegten Verträgen Abbrüche aufgrund falscher Beratung, wegen Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit, Existenzgründung, Immobilienerwerb oder der Erkenntnis, dass ein schlechter Vertrag unterschrieben wurde, die Regel und nicht die Ausnahme. (more…)

2. November 2011

Richtig versichert: Neuer Ratgeber für sinnvollen Versicherungsschutz

Viele Versicherte wiegen sich in falscher Sicherheit, denn viel Geld fließt in unnötige oder überteuerte Policen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.11.2011] Mehr als 2.000 Euro gibt jeder Deutsche – vom Baby bis zum Greis – pro Jahr für private Versicherungen aus. Doch viele Versicherte wiegen sich in falscher Sicherheit, denn viel Geld fließt in unnötige oder überteuerte Policen, während existenzielle Risiken häufig nicht ausreichend abgedeckt werden. Den Weg zum passenden Versicherungsschutz soll nun der Ratgeber „Richtig versichert“ der verbraucherzentrale Hamburg ebnen:
Von der Vorsorge fürs Alter, der Gesundheit, von Schutz im Fall von Invalidität und Tod über Sachversicherungen rund um Haus und Auto bis hin zu Rechtsschutz- und Reiseversicherungen werden auf 200 Seiten sämtliche (more…)

26. Oktober 2011

Schlichtungsstelle Energie ab 1. November 2011 als Vermittler tätig

Unabhängiger Verein erhielt am 25. Oktober 2011 seine Anerkennungsurkunde als Träger

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.10.2011] Die neue „Schlichtungsstelle Energie“ soll am 1. November 2011 ihre Arbeit aufnehmen:
Ihre Aufgabe wird es ein, bei Konflikten zwischen dem Verbraucher und seinem Energieversorger zu vermitteln. Träger ist ein unabhängiger Verein, der am 25. Oktober 2011 von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner seine Anerkennungsurkunde erhielt. Der Verein wird getragen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sowie dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne). (more…)

Was tun, wenn jemand stirbt: Orientierungshilfe im Todesfall

Ratgeber bei der verbraucherzentrale Hamburg erhältlich

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.10.2011] Wenn eine vertraute Person stirbt, gesellt sich zum Schmerz über den Verlust für die Hinterbliebenen die Last organisatorischer Aufgaben hinzu – Verwandte, Freunde und Bekannte müssen informiert, Formalitäten erledigt sowie Trauerfeier und Bestattung arrangiert werden. Viele Menschen fühlen sich in dieser seelischen Ausnahmesituation überfordert. Oft wissen Betroffene nicht, dass die meisten Aufgaben an ein Bestattungsunternehmen delegiert werden können. Der aktuelle Ratgeber der Verbraucherzentrale „Was tun, wenn jemand stirbt“ beantwortet die wichtigsten Fragen – wer benachrichtigt werden muss, welche Formen der Bestattung es gibt, welche Fristen zu beachten (more…)

24. Oktober 2011

Landgericht Hamburg verurteilt E.on Hanse Vertrieb GmbH zur Zahlung von 75.314,87 Euro

verbraucherzentrale Hamburg hatte exemplarisch auf Zahlung zu viel gezahlter Beträge geklagt

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 24.10.2011] Das Landgericht Hamburg hat die E.on Hanse Vertrieb GmbH (e.on) zur Zahlung von 75.314,87 Euro an die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) verurteilt:
Die vzhh hatte nach eigenen Angaben die abgetretenen Rückforderungsansprüche von 55 Gaskunden geltend gemacht, die ihre aus Sicht der Verbraucherzentrale überhöhten Gasrechnungen seit 2004 nur unter Vorbehalt gezahlt hatten. Das Urteil, das auf die am 29. Dezember 2009 eingereichte Klage der Verbraucherzentrale zurückgeht, erging am 17. Oktober 2011.
Dies sei ein großer Erfolg für die Verbraucher. Sie erwarteten, dass e.on jetzt nicht in eine aussichtslose Berufung gehe, sondern schnell dem Urteil Folge leisten werde. (more…)

21. Oktober 2011

Verbot von Provisionen in Teilen des Finanzvertriebs wäre Meilenstein für Verbraucherschutz

verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt EU-Pläne und fordert Kurswechsel der Bundesregierung

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 21.10.2011] Ein „Meilenstein für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt“ sei das von der EU-Kommission geplante Verbot von Provisionen in Teilen des Finanzvertriebs, so der verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv):
Die EU sei Deutschland beim Anlegerschutz weit voraus, kommentiert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Das gelte für die Reform der Finanzaufsicht ebenso wie für die des Finanzvertriebs. Die EU-Kommission will die anstehende Novellierung der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID nutzen, um finanzielle Anreize durch Dritte aus der unabhängigen Finanzberatung zu verbannen.
Die EU-Kommission habe die Zeichen der Zeit erkannt. Die Bürgerinnen und Bürger hätten kein Verständnis mehr, dass sich Banken auf ihre Kosten bereicherten, so Billen.
Einen Haken habe der Vorschlag der EU-Kommission allerdings, denn das Provisionsverbot solle nur für unabhängige Finanzberater gelten. Dies öffne ein unnötiges Schlupfloch für Banken. Das Verbot müsse daher für alle Finanzberater gelten, egal ob selbständig oder angestellt.
Weil im Vertrieb von Finanzprodukten Beratung und Verkauf nicht sauber getrennt sind, gibt es einen Interessenkonflikt, dessen Folge häufig Falsch- und Fehlberatungen sind. Die Bundesregierung habe laut vzbv auf dieses Problem bislang nur halbherzig reagiert, unter anderem durch die Einführung von Beratungsprotokollen und Produktinformationsblättern.
Geändert habe dies kaum etwas. (more…)

Auch in zweiter Instanz: Concordia, HDI und Mecklenburgische unterlagen Verbraucherzentrale

Oberlandesgericht Celle wies Berufungen der Unternehmen gegen die Urteile des Landgerichts Hannover zurück

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 21.10.2011] Im Streit um eine Klausel in den Bedingungen ihrer Rechtsschutzversicherungen unterlagen Concordia, HDI und Mecklenburgische der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) am 29. September 2011 in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Celle:
Damit wies das Gericht die Berufungen der Unternehmen gegen die in erster Instanz zu ihrem Nachteil gefällten Urteile des Landgerichts Hannover zurück.
Concordia, HDI und Mecklenburgische sind drei von insgesamt 19 Rechtsschutzversicherern, gegen die die vzhh zurzeit Gerichtsprozesse führt. (more…)

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