31. August 2010

Verschuldete Menschen häufiger psychisch krank

Ergebnis einer Studie der Universität Mainz

Zahlungsunfähige Menschen seien weit öfter psychisch krank als der Rest der Bevölkerung, meldete N24 am 31.08.2010:
Zu diesem Ergebnis komme eine Studie der Universität Mainz mit fast 700 Befragten. Demnach hätten vier von zehn Schuldnern angegeben, derzeit psychisch krank zu sein. (weiterlesen…)

27. August 2010

IAB-Studie: Entgegen vieler Vorurteile zeigen Hartz-IV-Empfänger hohe Arbeitsmotivation

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Erfolge bei der Jobsuche jedoch relativ bescheiden

Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung hätten Empfänger von Hartz-IV-Leistungen eine hohe Arbeitsmotivation. Sie würden der Arbeit einen höheren Stellenwert beimessen und seien eher als andere Jobsuchende bereit, Zugeständnisse beim Lohn oder den Arbeitsbedingungen zu machen. Das zeige eine Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), berichtete Roland Bunzenthal für die FR-online.de am 26.08.2010:
Dennoch seien die Erfolge bei der Jobsuche relativ bescheiden, stellen die Forscher fest – nur etwas mehr als ein Viertel der Suchenden war im Monat vor der Befragung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen gewesen. (weiterlesen…)

20. August 2010

Bankaktionäre: Im ersten Halbjahr 2010 im Schnitt ein Verlust von 11,4 Prozent

Vor Jahresfrist noch einen satte Aktienrendite von 47,1 Prozent erzielt

Laut einer Studie der Beratungsfirma Boston Consulting seien die gelisteten Institute weltweit an den Aktienmärkten zusammen nur noch mit 5,8 Billionen US-Dollar bewertet worden – das sei etwa das Niveau von 2004 und drei Billionen US-Dollar weniger als der Rekordwert aus dem Jahr 2007 vor der Finanzkrise, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 20.08.2010:
Berücksichtige man neben der Kursentwicklung auch die Dividendenausschüttung, hätten Bankaktionäre im ersten Halbjahr 2010 im Schnitt einen Verlust von (weiterlesen…)

13. August 2010

Jugendarbeitslosigkeit laut UN-Studie während der Finanz- und Wirtschaftskrise weltweit auf Rekordwert geklettert

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Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer „verlorenen Generation“

Von 2007 bis 2009 sei die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 11,9 auf 13 Prozent gestiegen, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und warne vor einer „verlorenen Generation“, meldete die ND-Online-Ausgabe am 13.08.2010:
Bei der Einschätzung der Zahlen sei zu beachten, dass in Entwicklungsländern nicht Arbeitslosigkeit das Hauptproblem der jüngeren Generation sei, sondern Armut – denn selbst wer sich in diesen Ländern mit mehreren Jobs durchschlage, erziele dadurch keine ausreichenden Einkünfte. (weiterlesen…)

11. August 2010

DIW-Studie sieht Berlin beim Wirtschaftswachstum an der Spitze

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Allerdings bundesweit die höchste Arbeitslosenquote

Berlin wachse einer Studie zufolge so schnell wie kein anderes Bundesland. Von 2004 bis 2009 habe das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,7 Prozent jährlich zugelegt, in Deutschland insgesamt dagegen nur um 0,5 Prozent, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Berlin habe die Trendwende demnach geschafft und hole jetzt auf, meldete die WELT ONLINE am 11.08.2010:
Der Rückstand zu anderen Großstädten sei allerdings noch groß – so sei die Wirtschaftskraft nur halb so hoch wie in Hamburg. (weiterlesen…)

2. August 2010

Wirtschaftsgeschichte: Die dunkle Seite der Industriellen Revolution

Die Arbeit von Kindersklaven hat Großbritannien zur ersten modernen Wirtschaftsmacht der Welt gemacht

Jane Humphries habe Hunderte von statistischen Quellen aus 600 Autobiographien ausgewertet – und dabei eine Entdeckung gemacht, welche die bisherige Geschichtsschreibung auf den Kopf stelle. Kinderarbeit sei demnach weitaus wichtiger für die Industrielle Revolution gewesen als bislang angenommen. Anfang des 19. Jahrhunderts hätten in Großbritannien über eine Million Kinder in Fabriken geschuftet hätten, so die Professorin der Elite-Universität Oxford – 15 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung, schrieb Stefan Eiselin für die bazonline.ch am 02.08.2010:
Damals sei Großbritannien gerade zur ersten modernen Wirtschaftsmacht der Welt herangewachsen. Vor allem an Wasserläufen auf dem Land seien neue Fabriken aus dem Boden geschossen; (weiterlesen…)

27. Juli 2010

Fast 80 Prozent der Niedriglöhner mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Hochschulabschluss

Rund 830.000 Menschen in Deutschland haben 2008 weniger als ein Drittel des mittleren Einkommens erhalten

In Deutschland erhielten viele Menschen extrem niedrige Einkommen, die in anderen europäischen Ländern nicht erlaubt wären. Zu diesem Ergebnis komme eine neue Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen, berichtete Eva Roth für die FR-online.de am 26.07.2010:
Demnach verdienten mehr als zwei Millionen Menschen weniger als sechs Euro pro Stunde – brutto. (weiterlesen…)

5. Juli 2010

Rettungspaket: Europäischer Finanzierungsmechanismus offenbar zeitlich unbefristet

Gutachten sieht Verstoß gegen Grundgesetz und EU-Recht

Das von der Bundesregierung mitbeschlossene „Rettungspaket“ für den Euro sei voller formaler und inhaltlicher Mängel, berichtete Dorothea Siems für die WELT ONLINE am 04.07.2010:
Es liege sowohl ein grober Verstoß gegen das Grundgesetz als auch gegen EU-Recht vor. Zu diesem Ergebnis komme eine Studie des Centrums für Europäische Politik (CEP), die WELT ONLINE exklusiv vorliege.
Die Öffentlichkeit sei zudem über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms in einigen Punkten getäuscht worden (weiterlesen…)

15. Juni 2010

Haushalts-Einkommen: Deutschlands Gesellschaft droht Zerrüttung

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Neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt Schere zwischen Niedrig- und Topverdienern auf

Die Kluft zwischen Arm und Reich werde in Deutschland immer größer. Die Zahl der armen Haushalte nehme nicht nur zu – sie würden im Durchschnitt auch immer ärmer, berichtete Ulrike Herrmann über das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für die taz.de am 15.06.2010:
Bei den Spitzenverdienern sei die gegenteilige Entwicklung festzustellen – es gebe immer mehr Reiche, die zudem stets reicher würden.
Die Mittelschicht hingegen schrumpfe. Manchen Angehörigen der Mittelschicht gelinge es zwar, zu den Topverdienern aufzuschließen (weiterlesen…)

11. April 2010

Demographische Verwerfung: Wachsender Egoismus bei Kinderlosen

Gefahr von Verteilungskämpfen zulasten junger Generationen wächst

Der demographische Wandel könnte die Solidarität der Generationen stärker bedrohen als bisher vermutet, berichtete die WELT ONLINE am 11.04.2010:
Eine ihr vorliegende aktuelle Studie liefere erstmals Belege, dass Alte und Kinderlose dazu neigten, auf Bedürfnisse von Jüngeren und Familien mit Kindern weniger einzugehen. Die Gefahr von Verteilungskämpfen zulasten junger Generationen könne also zunehmen, wenn die Gesellschaft altere und mehr Menschen keine Kinder hätten.
Erstellt habe die Studie Harald Wilkoszewski, wissenschaftlicher Koordinator bei „Population Europe“ in Berlin, einem internationalen Wissenschaftsverbund, zu dem das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und die dortige Universität gehörten. Wilkoszewski habe zwei umfangreiche Befragungen von insgesamt 14.000 Deutschen daraufhin untersucht, ob Einstellungen zur Familien- und Rentenpolitik davon abhingen, wie alt die Befragten seien und ob sie Kinder oder Enkelkinder hätten.
Die Ergebnisse seien eindeutig – je älter die Menschen desto weniger hießen sie es gut, dass öffentliche Gelder an Familien und Kinder flössen, umso mehr wünschten sie sich zusätzliche Mittel für Rentner. Wer aber Kinder und Enkelkinder habe – oder Letztere von seinen erwachsenen Kindern erhoffe –, unterstütze staatliche Transfers von älteren an jüngere Generationen deutlich mehr, als dies Kinderlose täten.

Quelle: WELT ONLINE, 11.04.2010
Originalartikel unter: Alarmierende Studie / Alten und Kinderlosen sind junge Familien egal

Weitere Informationen zum Thema:

Max-Planck-Institut für demografische Forschung
Population Aging and the Acceptance of Population-related Policies

Harald Wilkoszewski
Person

Population Europe
The European Population Partnership

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