7. März 2010

Studie prognostiziert Rückgang der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen

Von über 1.000 zu Beginn der 1990er-Jahre auf 50 im Jahr 2015

Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen werde in den nächsten fünf Jahren kräftig sinken, meldete die WELT ONLINE am 06.03.2010:
Das prognostiziere die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young in einer Studie, die der Welt am Sonntag exklusiv vorliege. Bis 2012 würden laut Studienautor Andreas Freiling nur 100 der aktuell 169 Kassen übrig bleiben. Bis 2015 solle die Zahl, die zu Beginn der 1990er-Jahre noch über 1.000 gelegen habe, sogar auf nur noch 50 sinken. (weiterlesen…)

12. Februar 2010

Wahre Staatsverschuldung liegt um ein Vielfaches über den offiziellen Angaben

Analysten sehen statt der offiziellen rund 60 Prozent eher 400 Prozent Schulden gemessen am deutschen BIP

Die offiziellen Zahlen zur Verschuldung hätten mit der Realität nichts zu tun. In Wahrheit betrage die Verschuldung der westlichen Industriewelt ein Mehrfaches der offiziellen Angaben. Das zeige jetzt eine Analyse der Société Générale. Das Ergebnis könnte katastrophaler nicht sein, schrieben die MMnews am 12.02.2010:
In der aktuellen Analyse „Popular Delusions – Government hedonism and the next policy mistake“ von Dylan Grice, „Global Strategy Team“ der „Société Générale“, gingen die Analysten hart zur Sache mit den offiziellen Angaben zu den Staatsschulden der westlichen Industrienationen.
Wenn man die realen Schulden mit der offiziellen Darstellung vergleiche, täten sich Abgründe auf. So komme Griechenland beispielsweise auf über 800 Prozent Schulden gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). In Europa stehe nach einer anderen Erhebung Polen ganz weit oben mit sage und schreibe 1.550 Prozent. Aber auch die deutschen Zahlen seien geschönt – statt der offiziellen rund 60 Prozent kämen die Analysten auf 400 Prozent Schulden gemessen am BIP. Das sei nicht weit entfernt von den USA, welche in Richtung 500 Prozent tendierten.

Quelle: MMnews, 12.02.2010
Originalartikel unter: Staatsschulden: Die ganze Wahrheit

Weitere Informationen zum Thema:

SOCIETE GENERALE, Cross Asset Research, 11.02.2010
Popular Delusions / Government hedonism and the next policy mistake

NATIONAL CENTER FOR POLICY ANALYSIS, Januar 2009
Measuring the Unfunded Obligations of European Countries

waltherbans auf YouTube, 09.07.2009

ZAPP: Steuern: Versprochen, gebrochen?

3. Februar 2010

Wirtschaftskrise: 2009 europaweit mehr als 230.000 Unternehmen zusammengebrochen

Europas Mittelstand stürzt ab

Erst breche die Nachfrage ein, dann komme die Pleite – die schwere Wirtschaftskrise habe 2009 zahlreiche Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftsdatei Creditreform seien 2009 in Europa 236.000 Firmen pleite gegangen – 26 Prozent mehr als 2008. Die meisten Firmenzusammenbrüche habe es in Frankreich mit 55.800 Insolvenzen (plus 12,2 Prozent), Deutschland mit 34.300 Insolvenzen (plus 16,0 Prozent) und Großbritannien mit 20.300 Insolvenzen (plus 24,8 Prozent) gegeben, meldete SPIEGEL ONLINE am 03.02.2010:
Europaweit seien 1,7 Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. (weiterlesen…)

20. Januar 2010

Europäischen Großbanken drohen Wertberichtigungen auf riskante Papiere

Ratingagentur „Fitch“ gibt noch keine Entwarnung für die Geldinstitute

Die europäischen Großbanken müssen sich nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch auch 2010 auf einen steinigen Weg einstellen. Auf die Institute kämen vor allem durch steigende Kreditrisiken und sinkende Einnahmen Probleme zu, heiße es in einer „Fitch“-Studie. Auch Wertberichtigungen auf riskante Papiere seien in den kommenden Monaten noch möglich, berichtete n-tv.de am 19.01.2010:
Besonders in Großbritannien und Spanien erwarteten die Experten steigende Kreditrisiken für Banken. (weiterlesen…)

27. Dezember 2009

Deutschland: Nach dem Krisenjahr 2009 weniger Hoffnung als je seit dem Zweiten Weltkrieg

Weder “Bankenrettungspaket”, “Abwrackprämie” noch “Steuersenkungspaket” bilden Vertrauen

Nach dem Krisenjahr 2009 hätten die Deutschen weniger Hoffnung als je seit dem Zweiten Weltkrieg. 70 Prozent der Befragten in einer neuen Studie, die der Welt am Sonntag vorliege, zählten weder auf die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft noch auf das Bildungssystem und das soziale Netz. Fast jeder Zweite stelle deswegen die repräsentative Demokratie infrage, berichtete die WELT ONLINE am 27.12.2009:
Selbst die Soziale Marktwirtschaft werde längst nicht mehr so positiv gesehen wie früher, sage der Meinungsforscher (weiterlesen…)

14. Dezember 2009

Kinderbertreuer, Müllmänner und Putzkräfte wichtiger für die Gesellschaft als Banker

Neue britische Studie benennt Werteschöpfer und Wertevernichter

Die “Boni-Banker” in der Londoner City hätten einen schweren Stand – erst hätten sie mit ihren Spekulationen das Land in eine Krise gestürzt und den Zorn der Briten auf sich gezogen. Zur Strafe wolle die Regierung jetzt die Hälfte ihrer Bonuszahlungen kassieren, und nun zeige eine neue Studie der new economics foundation (nef) auch noch, dass die Arbeit der Banker verzichtbar wäre. Eine Reinigungskraft in einem Krankenhaus leiste demnach mehr für die Gesellschaft als ein Spitzenbanker im “Finanzdistrikt”, berichtete SPIEGEL ONLINE am 14.12.2009:
Die Fragestellung der Analyse habe es in sich – Experten der nef hätten wissen wollen, welche Jobs mehr zum Wohlstand der Gesellschaft beitrügen. (weiterlesen…)

8. Dezember 2009

Riester-Rente: Rare Rendite

Studie der Zeitschrift “Öko-Test” und Gutachten der Universität Bamberg  zeigen Mängel auf

Rentenversicherungen gälten zwar als solide, aber nicht gerade renditeträchtige Geldanlage. Staatliche Förderung könnte sie für Anleger attraktiver machen – dass das selten klappe, zeige eine Studie der Zeitschrift Öko-Test. In einer Stichprobe unter 14 Anbietern hätten die Ökotester die gleichen Tarife jeweils mit und ohne Rentenförderung verglichen, berichtete n-tv.de am 07.12.2009:
Von den Zulagen bleibe für die Sparer oft wenig übrig, weil die Versicherer die Vertragskosten höher ansetzen. (weiterlesen…)

Finanz- und Wirtschaftskrise hat weltweit 20 Millionen Arbeitsplätze gekostet

ILO erwartet für 2010 Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland

Mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze seien einer Studie zufolge weltweit im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise seit März 2008 verloren gegangen, berichtete die mz-web.de am 07.12.2009:
Allein in der Europäischen Union seien es 6,1 Millionen gewesen, schreibe die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem in Genf vorgestellten Bericht. Danach sei die Beschäftigungskrise noch lange nicht vorbei. (weiterlesen…)

7. Dezember 2009

Phishing trotz starker Konkurrenz unter Kriminellen lohnend

Laut einer neues Studie aus den USA gibt die Hälfte aller Bankkunden auf Phishing-Websites Zugangsdaten ein

Auch wenn einzelne Bankkunden nur selten einem Phishing-Angriff zum Opfer fielen, lohne es sich in der Summe für Kriminelle dennoch, so jedenfalls das Ergebnis einer Studie des Sicherheitsdienstleisters “Trusteer”. Nach dessen Beobachtungen landeten bei einer “Phishing”-Attacke auf US-Bankinstitute rund 13 von einer Million Kunden auf einer “Phishing”-Seite – etwa weil sie einem Link in einer E-Mail gefolgt seien. (weiterlesen…)

26. November 2009

Risikoschüler: Bei Vernachlässigung Schäden der Volkswirtschaft in Billionenhöhe

Studie der Bertelsmann-Stiftung stellt Bildungsreform als ebenso dringend wie gewinnbringend dar

Die sogenannten “Risikoschüler”, um die es gehe, würden diese Zahl wohl nie verstehen. Diese könnten im Alter von 15 Jahren noch nicht richtig rechnen und schreiben. Ungefähr jeder fünfte Jugendliche zähle zu jenen, deren Kenntnisse allenfalls Grundschulniveau erreichten, berichtete SPIEGEL ONLINE am 26.11.2009:
2.800.000.000.000, also 2,8 Billionen, Euro verschleudere den Staat, wenn zu viele Schüler weiterhin zu wenig könnten – das sei das Ergebnis der Rechnung, die zwei Wissenschaftler im Auftrag der (weiterlesen…)

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