Analysten sehen statt der offiziellen rund 60 Prozent eher 400 Prozent Schulden gemessen am deutschen BIP
Die offiziellen Zahlen zur Verschuldung hätten mit der Realität nichts zu tun. In Wahrheit betrage die Verschuldung der westlichen Industriewelt ein Mehrfaches der offiziellen Angaben. Das zeige jetzt eine Analyse der Société Générale. Das Ergebnis könnte katastrophaler nicht sein, schrieben die MMnews am 12.02.2010:
In der aktuellen Analyse „Popular Delusions – Government hedonism and the next policy mistake“ von Dylan Grice, „Global Strategy Team“ der „Société Générale“, gingen die Analysten hart zur Sache mit den offiziellen Angaben zu den Staatsschulden der westlichen Industrienationen.
Wenn man die realen Schulden mit der offiziellen Darstellung vergleiche, täten sich Abgründe auf. So komme Griechenland beispielsweise auf über 800 Prozent Schulden gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). In Europa stehe nach einer anderen Erhebung Polen ganz weit oben mit sage und schreibe 1.550 Prozent. Aber auch die deutschen Zahlen seien geschönt – statt der offiziellen rund 60 Prozent kämen die Analysten auf 400 Prozent Schulden gemessen am BIP. Das sei nicht weit entfernt von den USA, welche in Richtung 500 Prozent tendierten.
Griechenland kämpfe mit einer massiven Staatsverschuldung. Über Jahre habe das Land über seine Verhältnisse gelebt und dabei sich selbst, seine Bevölkerung und wohl auch die Partner in der Europäischen Union mit frisierten Zahlen betrogen und getäuscht. Nun geistere die unheilvolle Vision eines Staatsbankrotts durch Europa, berichtete die RP.ONLINE am 22.01.2010:
Inzwischen scheine der Markt einem Staatsbankrott eine deutlich zunehmende Wahrscheinlichkeit einzuräumen. (weiterlesen…)
Dieser Staat wird seine Schulden nie wieder vollständig zurückbezahlen
In der gesamten CDU/CSU-FDP Regierung sei CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble der erfahrenste „Nebelkerzenwerfer“ – die Debatte zum Bundeshaushalt 2010 habe dies wieder gezeigt. Von einer solchen Regierung erwarte man aber grundsätzliche Weichenstellungen, realitätsnah und hart, wenn nötig. Nichts von dem sei zu hören gewesen. Das „Durchwurschteln“ auf allen Ebenen, an das man sich in den letzten Jahrzehnten habe gewöhnen müssen, gehe weiter. Diesen Haushalt hätte auch jede andere Koalition einbringen können, kommentiere Erwin Grandinger, Finanz-Stratege und Partner bei „EPM Group Berlin“, für die WELT ONLINE am 23.01.2010:
Der Staat in seiner fiskalischen und finanziellen Grundstruktur stehe am Abgrund. (weiterlesen…)
Geldstapel würde vom Erdboden fast die internationale Weltraumstation ISS erreichen
Wikipedia biete bei Eingabe des Suchbegriffes Billion u. a. folgenden Vergleich an – “Eine Billion Euro, bestehend aus 500-€-Scheinen, aufeinander gestapelt hätte eine Höhe von etwa 210 Kilometern.” Bei einer aktuellen deutschen Staatsverschuldung von 1,657 Billionen Euro ergebe sich nach dieser Definition eine “Schuldenturmhöhe” von 348 Kilometer schrieb Klaus-Peter Fiene auf HARTGELD.com am 05.01.2010:
Die internationale Weltraumstation ISS umkreise die Erde in einer Höhe von 350 km. Die Schuldenzuwachs pro Sekunde betrage laut (weiterlesen…)
Politik neigt zum Verschieben von Lasten in die Zukunft
Der Finanzwissenschaftler und Regierungsberater Clemens Fuest im Interview mit Cornelia Schmergal über die schlechte Lobby der Jugend in der Hauptstadt auf wiwo.de am 21.11.2009:
Generell gebe es in der Politik eine Neigung, Lasten in die Zukunft zu verschieben. Staatsverschuldung zum Beispiel sei für Politiker ungeheuer attraktiv, weil die Schulden vor allem von künftigen Generationen bedient werden müssten, die heute noch nicht zur Wahl gingen – da falle es leicht, großzügige Zuschüsse an (weiterlesen…)
Deutsche Staatsverschuldung bei rund 1,7 Billionen Euro
Das US-Staatsdefizit sei erstmals auf mehr als zwölf Billionen Dollar (mehr als acht Billionen Euro) gestiegen. Die vorliegenden amtlichen Daten zeigten, dass das Defizit der öffentlichen Haushalte am 16. November 2009 auf 12,031 Billionen geklettert sei, berichtete N24 am 18.11.2009:
Das Defizit seit Beginn der Finanzkrise mit beispielloser Geschwindigkeit angestiegen. Nach den geltenden Regelungen sei (weiterlesen…)
Steuererleichterungen sollen zwar zusätzliches Wachstum schaffen – aber zu einem hohen Preis
Er habe ihr Vertrauen, so die alte und neue Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Pressekonferenz, in der sich das neue Bundeskabinett präsentiert habe. Gemeint gewesen sei Wolfgang Schäuble, Finanzminister der neuen Bundesregierung. Aus der letzten Legislaturperiode kenne Merkel den Schwaben als knallharten Verhandler — eine Fähigkeit, die in den kommenden Monaten gefragt sein werde, schrieb die WELT ONLINE am 27.10.2009:
Denn der wichtigste Mann im Kabinett müsse zu einer soliden Finanzpolitik fügen, was nicht zusammenpasse — “Steuergeschenke” für (weiterlesen…)
Chancen für eine Erholung der Immobilienmärkte werden geschmälert
Die Finanzkrise werde Europas Immobilienmärkte noch über Jahre hinweg beeinflussen und nachhaltiger verändern als bisher erwartet. Wegen der staatlichen Pakete zur Rettung der Banken und zur Ankurbelung der Konjunktur sei die Staatsverschuldung in den EU-Mitgliedstaaten drastisch gestiegen, berichtete die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND in ihrer Online-Ausgabe am 15.10.2009:
Das werde die Regierungen in den kommenden Jahren zwingen, Immobilien der Öffentlichen Hand wie (weiterlesen…)
Rückläufige Steuereinnahmen und teures Konjunkturpaket wirken sich aus
Wie aus einer Schätzung des Haushaltsbüros beim US-Kongress (CBO) hervorgehe, belaufe sich das Defizit 2008/09 auf 9,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA. Die endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Haushaltsjahr wolle das US-Finanzministerium nach Angaben eines Sprechers Mitte Oktober 2009 veröffentlichen, berichtete n-tv.de (weiterlesen…)