Anleger flüchten ausgerechnet in die Währung eines der höchstverschuldeten Länder
Der Absturz des Euro dauere nun schon vier Wochen. Seit Jahresbeginn 2010 habe er gegenüber den wichtigsten Weltwährungen mehr als acht Prozent verloren. Der US-Dollar hingegen werde immer teurer, schrieb Stephan Kaufmann für die FR-online.de am 15.05.2010:
Die Umschichtungen vom Euro in den Dollar entbehrten nicht einer „gewissen Ironie“, kommentiere Unicredit-Volkswirt Andreas Rees. Denn mitten in der europäischen Schuldenkrise würden sich die Anleger ausgerechnet in die Währung eines der am höchsten verschuldeten Länder flüchteten – die USA. (weiterlesen…)
Gegen die Gier im wieder geöffneten Spekulations-Casino
Jetzt habe es auch Angela Merkel gemerkt – die Gier sei zurück, das “Casino” habe wieder geöffnet, so die Kanzlerin, die sich immer erst äußere, wenn eine Entwicklung nicht mehr zu bestreiten sei, schrieb Wolfgang Kessler, Wirtschaftspublizist und Chefredakteur der christlichen Zeitschrift Publik-Forum, für die Online-Ausgabe der Badischen Zeitung am 05.12.2009:
Weltweit werde wieder so wild spekuliert, als hätte es nie einen Crash gegeben. Die westlichen Regierungen hätten es versäumt, die Finanzmärkte zu regulieren – und die Zentralbanken und die Politik (weiterlesen…)
Dollarschwäche und Nachfrage nach physischem Gold treiben den Preis hoch
Der Goldpreis habe seinen Höhenflug mit einem neuen Rekordhoch fortgesetzt, berichtete SPIEGEL ONLINE am 01.12.2009:
Gold habe erstmals die Marke von 1.200 US-Dollar geknackt. Am frühen Abend des 1. Dezember 2009 sei der Preis für eine Feinunze bis auf 1.201,40 US-Dollar gestiegen – ein historischer Höchststand.
Händler hätten die anhaltende Goldhausse vor allem mit dem schwachen Dollar erklärt. (weiterlesen…)
Experten sehen erste Anzeichen für Überhitzung des Immobilienmarktes
Die ungezügelte Spekulation mit Immobilien gleiche einer “Zeitbombe”, die das künftige Wachstum bedrohe, habe es in einem Meinungsartikel in der “Financial News”, die von der Notenbank herausgegeben werde, geheißen. Wenn China seine Förderung nicht zurückfahre, könnten die Preise und der Markt außer Kontrolle geraten, berichtete n-tv.de am 23.11.2009:
Zugleich habe sich ein Regierungsberater dafür ausgesprochen, dass die Verhinderung von Blasen im Mittelpunkt einer (weiterlesen…)
Leichtes Wachstum laut Experten ausschließlich Wirkung milliardenschwerer staatlicher Konjunkturpakete
Seit dem Frühjahr 2009 seien die Börsenkurse um gut 50 Prozent gestiegen, der Ölpreis habe sich annähernd verdoppelt, Gold koste nominell in Dollar so viel wie noch nie – satte Spekulationsgewinne, so weit das Auge reiche. Und die großen Spieler, die die Welt mit überzogenen Risken gerade erst in eine gigantische Wirtschaftskrise gestürzt hätten, gingen unter staatlichen Schutzschirmen schon wieder Risken ein, als gäbe es kein Morgen – das alles mitten in einer realwirtschaftlichen Depression, berichtete DiePresse.com am 13.11.2009: Zwar zeigen die Konjunkturdaten etwa für Europa im dritten Quartal 2009 erstmals wieder leichtes Wachstum an, praktisch alle Experten seien sich aber (weiterlesen…)
Finanzbranche soll wegen Mitverantwortung für die Finanzkrise zur Kasse gebeten werden
Der britische Premierminister Gordon Brown wolle die Finanzbranche wegen ihrer Mitverantwortung für die Finanzkrise zur Kasse bitten. Er habe sich am 7. November 2009 für die Einführung einer internationalen Steuer für Finanztransaktionen ausgesprochen, berichtete die Basler Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am selben Tag:
Die G-20-Gruppe müsse über einen Vertrag diskutieren, der die “weltweite Verantwortung der Finanzinstitutionen gegenüber der Gesellschaft” widerspiegele, so Brown bei dem Treffen der (weiterlesen…)
Der nächste Crash ist beinahe unausweichlich
Nun erreiche uns also von den Wirtschaftsforschern die frohe Kunde, das Ende der Krise sei nah. Was dabei allerdings gern verdrängt werde – der nächste Crash sei beinahe unausweichlich, schreibe Siegfried Menz, Generaldirektor der Ottakringer Brauerei AG, für derStandard.at am 16.10.2009:
Eine Krise, die durch versteckte, zu hohe Schulden ausgelöst worden sei, habe bewältigt werden können – durch noch höhere Schulden. (weiterlesen…)
Spekulationen um Rolle der US-Währung im Rohstoffgeschäft
Der Goldpreis sei am 6. Oktober 2009 auf einen neuen Rekordstand gestiegen – die Dollarschwäche habe den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze auf 1.043,45 US-Dollar getrieben. Damit sei die alte Rekordmarke vom März 2008 bei 1.030,80 Dollar übertroffen worden. Spekulationen über eine angebliche Ablösung des US-Dollar als Abrechnungswährung für Rohöl hätten den Dollar am unter Druck gesetzt und den Goldpreis entsprechend in die Höhe getrieben, berichtete SPIEGEL ONLINE am 06.10.2009:
Die Spekulationen um die Rolle der US-Währung im Rohstoffgeschäft seien von einem Bericht der britischen Tageszeitung “The Independent” angeheizt worden. (weiterlesen…)
Finanzminister Peer Steinbrück fordert Beendigung des Komasaufens auf den Finanzmärkten
Die SPD woll eine milliardenschwere globale Finanzmarktsteuer einführen, um Banken, Versicherungen und Investmentfonds an den Kosten der Weltwirtschaftskrise zu beteiligen und die Spekulation einzudämmen. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück hätten gegenüber der Süddeutschen Zeitung gefordert, dass auch in der Wirtschaft das Verursacherprinzip gelten müsse, berichtete die sueddeutsche.de am 10.09.2009:
Die Kosten der Krise dürften am Ende nicht allein bei kleinen und mittleren Steuerzahlern hängenbleiben, habe Steinmeier betont. (weiterlesen…)
Börsenaufsicht offenbar mit Automatisierung überfordert
Was Derivate seien, habe früher kaum jemand außer den “Wall-Street”-Insidern gewusst – bis sie die Welt in die tiefste Finanzkrise seit Jahrzehnten gestürzt seien. Selbst Aufseher und Zentralbanker sollen von den Billionensummen überrascht gewesen sein, die – fast völlig unreguliert – von einer Handvoll großer Institute um den Globus gejagt worden seien. Von den Folgen der Implosion des Derivatemarkts habe sich die Weltwirtschaft noch nicht erholt, da baue sich schon die nächste bedrohliche Welle auf – sie heiße “High Frequency Trading” (HFT), berichtete die ZEIT ONLINE am 05.09.2009:
Hinter “HFT” verberge sich ein extrem schneller Aktienhandel – dabei verkauften Computer bis zu 1.000 Aktien innerhalb einer Sekunde. (weiterlesen…)