21. März 2010

Studie zeigt wahre Verschuldung: Nachhaltigkeitslücke von 6,2 Billionen Euro

Leistungsversprechen als verdeckte Staatsschuld bei 172 Prozent des BIP

Die Verschuldung des Staates sei noch weitaus größer als offiziell ausgewiesen. Nach aktuellen Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft, klaffe in den öffentlichen Haushalten eine Nachhaltigkeitslücke im Umfang von 6,2 Billionen Euro, berichtete die WELT ONLINE am 21.03.2010:
Zur Begleichung dieser Schuldenlast müsste jeder Bundesbürger – vom Neugeborenen bis zum Rentner – bis zum Lebensende zusätzlich zu seinen Steuern und Sozialabgaben jeden Monat (weiterlesen…)

19. März 2010

Drohende Pleite Griechenlands nährt Sorge vor neuer Panik an den Weltfinanzmärkten

„EU-Gipfel“ am 25. und 26. März 2010 soll konkrete Hilfszusagen beschließen

Der griechische Premier Giorgos Papandreou verlange, dass der „EU-Gipfel“ am 25. und 26. März 2010 konkrete Hilfszusagen beschließe. Auch die EU-Kommission sei dafür. Nach Lesart von Bundeskanzlerin Merkel stehe Griechenland aber noch nicht einmal auf der Tagesordnung, denn schließlich sei das Land ja noch gar nicht pleite, schrieb Thorsten Knuf für die FR-online.de am 19.03.2010:
Wenn alle ganz aufgeregt seien und einer stur bleibe, sei das in der Politik ein sicheres Zeichen dafür, dass es bald einen „Riesenkrach“ gebe – es gehe um viel Geld. (weiterlesen…)

16. März 2010

Schulden-Aufnahme des Bundes 2010: Rund 80 Milliarden Euro

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — cp @ 23:34

Die Hälfte wird für die Zinsen der Altschulden benötigt

„Droht uns das gleiche Schicksal wie den Pleite-Griechen?“ fragt die Bild.de am 16.03.2010 und führt aus, dass Deutschland mehr als fünfmal so viel Schulden habe, nämlich 1,69 Billionen Euro; die Griechen „nur“ 300 Milliarden Euro. Die nackten Zahlen aus Deutschland seien beängstigend:
Allein der Bund habe Schulden von rund einer Billion Euro. Zwischen 2009 und 2013 seien 310 Milliarden Euro neue Schulden eingeplant. (weiterlesen…)

7. März 2010

Großbritannien: Gesamtverschuldung bei rund 460 Prozent der Wirtschaftskraft

AAA-Rating in Gefahr

Die Aufmerksamkeit der Märkte richte sich plötzlich auf Großbritannien – das Pfund sei stark unter Druck, das Königreich habe hohe Schulden und riesige strukturelle Probleme. Die Renditen für Staatsanleihen schnellten bereits nach oben – Ende März 2010 schlage für Großbritannien die “Stunde der Wahrheit”.

Griechenland stelle mit einer Kreditlast von 125 Prozent der Wirtschaftsleistung zwar ein Extrem dar. Doch auch die Verschuldung der meisten anderen Euro-Länder habe längst ein gefährliches Niveau erreicht, berichtete die WELT ONLINE am 07.03.2010:
Deutschland werde 2010 Jahr mit rund zwei Billionen Euro “in der Kreide” stehen, das entspreche mehr als 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts [http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt]. Dabei gelte die Bundesrepublik trotz der Rekordneuverschuldung noch immer als der solideste Industriestaat.
Was von Großbritannien niemand behaupten dürfte – von den etablierten Wirtschaftsnationen habe das Vereinigte Königreich die größten strukturellen Probleme, sage Ian MacFarlane, Analyst bei “BCA Research”. MacFarlane erinnere daran, dass London, als es 1976 einen Notkredit des Internationalen Währungsfonds [http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds] in Anspruch habe nehmen müssen, ein Budgetdefizit von sieben Prozent der Wirtschaftkraft aufgewiesen habe. Heute klaffe ein fast doppelt so großes Loch im britischen Staatshaushalt. Die Gesamtverschuldung liege bei rund 460 Prozent der Wirtschaftskraft – und der Schuldenberg wachse weiter rasant.
Auch dass die Inflation auf der Insel höher sei als in der übrigen Alten Welt und dass das Dreifach-A-Rating in Gefahr sei, verbessere die Langfristperspektive für Bond-Besitzer nicht gerade. Spätestens nach Auslaufen der Quantitativen Lockerung [http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung] Ende März 2010 könnte es mit den Kursen bergab und mit der Rendite nach oben gehen.

Quelle: WELT ONLINE, 07.03.2010
Originalartikel unter: Staatsanleihen / Nun droht auch Großbritannien ein Kurs-Massaker

Weitere Informationen zum Thema:

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.03.2010
Finanzmärkte: Nach dem Euro nun auch das Pfund massiv unter Druck / EU-Kommission rechnet mit britischem Defizit von 12,9 Prozent der Wirtschaftsleistung

25. Februar 2010

Vier Prozent zulässige Inflation empfohlen: Währungsfonds rüttelt an Tabu der Geldwertstabilität

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — dp @ 23:32

Sorge vor Reduzierung der US-Schuldenlasten durch gezielte Inflation

Führende Ökonomen rüttelten am letzten Tabu, das ihnen nach der Finanzkrise noch geblieben sei – dass Inflation schädlich sei und ein stabiler Geldwert deshalb oberstes Ziel der Notenbanken sein müsse. Diesen Konsens der letzten 30 Jahre habe nicht ein Rebell der Zunft in Zweifel gezogen, sondern einer der großen Meinungsmacher – Olivier Blanchard, der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), berichtete DiePresse.com am 25.02.2010:
Nicht mehr um zwei Prozent, wie bisher allseits anerkannt, solle der Geldwert pro Jahr schrumpfen dürfen, sondern um vier Prozent, so seine Empfehlung. Damit hätten Zentralbanken mehr (weiterlesen…)

22. Februar 2010

Kuwait in Mitleidenschaft: Unsicherheit über Dubai-Restruktuierung hält Kapitalmarkt in Atem

Schon jetzt viele Firmen insolvent – lokale Banken erhalten sie noch am Leben

Derzeit gebe es in Kuwait rund 100 private Investmentgesellschaften. Bis 2011 würden davon nicht einmal mehr die Hälfte den Schuldensturm überleben, so Jasem Al-Sadoun, Chairman von „Alshall Investment“, zur Financial Times. Schon jetzt seien viele Firmen insolvent – lokale Banken würden sie am Leben erhalten, meldete die FTD.de am 22.02.2010:
Für das weltweite Finanzgeschehen sei das neben der Angst um Griechenland eine weitere Belastung. (weiterlesen…)

19. Februar 2010

Haushaltslage in Großbritannien deutlich schlechter als in Griechenland

Schuldenquote mit rasantem Anstieg um zehn Prozentpunkte über die vergangenen zwölf Monate

Erstmals hätten die Briten im Januar 2010 mehr Ausgaben als Einnahmen verbucht. Die Haushaltslage sei wirklich mies, so Ross Walker, Volkswirt der Royal Bank of Scotland (RBS). Zuletzt hätten sich die Märkte auf Länder wie Spanien, Portugal und vor allem Griechenland eingeschossen. Mit sinkendem Investorenvertrauen stiegen die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen dieser Länder stark an, was wiederum die Refinanzierung der Schulden erschwert habe. (weiterlesen…)

16. Februar 2010

USA: Gewerbeimmobilienmarkt immer lauter tickende Zeitbombe

Nächste große Welle der Finanzkrise befürchtet

Wenn das sterbe, sage Charles Schumer und blicke sich wehmütig um, dann sterbe „New Yorks Herz und Seele“. Der demokratische US-Senator stehe vor den Backsteinfassaden der „Stuyvesant Town“, Manhattans einst größter Mietskaserne. Hunderte Anwohner umringten ihn, viele von ihnen lebten seit Jahrzehnten hier. Einige hätten selbstgemalte Transparente mitgebracht – „Rettet unsere Wohnungen!“ und (weiterlesen…)

Griechenland: Offenbar weiterer Versuch zum Zurückdrängen des Bargeldes

Giralgeld lässt sich einfacher kontrollieren und vermehren

Es gebe kaum etwas, was sich Herrschende und Banker mehr wünschten, als einen bargeldlosen Zahlungsverkehr. In der schönen neuen, digitalen Welt sei jede Bewegung von Finanzen in Bruchteilen von Sekunden nachvollziehbar, schrieben die INFOKRIEGER NEWS am 15.02.2010:
Mithilfe der Wall Street habe Griechenland jahrelang die Europäische Union getäuscht. US-Banken hätten dem Land mit verschiedenen Finanzinstrumenten geholfen, seinen wahren Schuldenstand gegenüber Brüssel zu verschleiern, so die New York Times. (weiterlesen…)

14. Februar 2010

Griechische Trickserei: Milliarden US-Dollar als Devisenkauf statt Kredit deklariert

Jahrelang falsche Defizitzahlen nach Brüssel gemeldet

Laut einem Bericht der New York Times hätten Aufzeichnungen und Gespräche ergeben, das die Wall Street Griechenland ein Jahrzehnt lang bei der Umgehung der Stabilitätskriterien der Euro-Zone geholfen habe. So seien durch ein Geschäft mit der US-Bank Goldman Sachs Schulden in Milliardenhöhe vor der EU geheimhalten worden, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 14.02.2010:
Kurz nach Griechenlands Zulassung zur Eurozone, habe „Goldman Sachs“ dem Land 2001 mehrere Milliarden US-Dollar geliehen, ohne dass dies öffentlich geworden wäre. (weiterlesen…)

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