31. August 2010

Verschuldete Menschen häufiger psychisch krank

Ergebnis einer Studie der Universität Mainz

Zahlungsunfähige Menschen seien weit öfter psychisch krank als der Rest der Bevölkerung, meldete N24 am 31.08.2010:
Zu diesem Ergebnis komme eine Studie der Universität Mainz mit fast 700 Befragten. Demnach hätten vier von zehn Schuldnern angegeben, derzeit psychisch krank zu sein. (weiterlesen…)

20. August 2010

US-Staatsanleihen größte Spekulationsblase aller Zeiten

Ihr Platzen könnte ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen lassen

Allein in den vergangenen Wochen habe das US-amerikanische Schatzamt Papiere im Wert von weit mehr als 70 Milliarden Dollar emittiert. Insgesamt dürfte sich das US-Staatsdefizit in diesem Jahr auf 1,2 Billionen Dollar. Der Schuldenberg der Regierung in Washington türme sich mittlerweile zu einer Höhe von mehr als 13 Billionen US-Dollar auf. In diesem Jahr werde die Schuldenquote vermutlich 90 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes erreichen, berichtete Helmut Achatz für FOCUS MONEY ONLINE am 20.08.2010:
Zu diesen Staatsschulden kämen noch die Verbindlichkeiten von Kommunen, Unternehmen und Bürgern – insgesamt wohl 500 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. (weiterlesen…)

11. August 2010

Bezahlung in Naturalien: Ginseng für Straßenbahnen und Maschinen

Nordkoreas Angebot zur Begleichung einer Teilschuld an Tschechien

Kraftwurz statt Kronen – Nordkorea wolle einen Teil seiner Schulden gegenüber Tschechien mit Ginseng bezahlen, meldete DiePresse.com am 11.08.2010:
Laut der tschechischen Zeitung DNES habe Nordkorea angeboten, fünf Prozent seiner Schulden in Höhe von 7,5 Millionen Euro in Form von Ginseng zu bezahlen (weiterlesen…)

18. Juli 2010

Regionalflughäfen: Wenn das Tor zur Welt zum Fass ohne Boden wird

Abgelegt unter: Aktuelles — Tags:, , , , , — dp @ 23:23

Augsburg muss mit städtischen Zuschüsse seinen “City-Airport” vor der Insolvenz bewahren

Die Finanzmisere des Flughafens Augsburg etwa sei seit Jahren bekannt. Die Situation verschärfe sich zusehends. Städtische Zuschüsse in Millionenhöhe müssten helfen, eine Insolvenz zu vermeiden, berichtete  Michael Hörmann für die Augsburger Allgemeine am 16.07.2010:
Wie katastrophal die Ausgangslage sei, werde an Zahlen deutlich, die der Kämmerer demnächst den Stadträten präsentiere. (weiterlesen…)

23. Juni 2010

Angst vor Depression: US-Amerikaner drängen Welt zu neuen Schulden

Deutschland dagegen will sparen und den Haushalt ins Lot bringen

Barack Obama sei wütend – er wolle, dass vor allem die Staatschefs in Europa noch mehr Schulden machten. Hoffentlich gäben die Gescholtenen kräftig Kontra, schrieb Ansgar Siemens für FOCUS MONEY ONLINE am 23.06.2010:
Die US-Amerikaner drängten die Welt zu neuen Schulden, um eine Depression zu vermeiden. Manche Europäer, allen voran die Deutschen, wollten dagegen sparen und endlich ihre Haushalte ins Lot bringen.
Der US-Präsident offenbare eine ökonomische Radikalität, die erschaudern lasse – seine Vorschläge führten geradewegs in die Sackgasse. (weiterlesen…)

13. Juni 2010

Griechenland: Implizite Staatsverschuldung bei 717 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Finanzwissenschaftler analysierte Zukunftslasten im Sozialsystem und Beamtenapparat

Das wahre Ausmaß der griechischen Staatsverschuldung sei weitaus katastrophaler, als bisher bekannt. Wie der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft berechnet habe, komme zu der offiziell ausgewiesenen Schuldenlast des Euro-Mitglieds noch eine gigantische verdeckte Staatsverschuldung hinzu, berichtete Dorothea Siems für WELT ONLINE am 13.06.2010:
Schon die sichtbare Schuldenlast, die aktuell mit 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angegeben werde, liege deutlich über den im EU-Stabilitätspakt als Höchstgrenze angegebenen Wert von 60 Prozent. Um das wahre Ausmaß der Staatsverschuldung darzustellen, habe Raffelhüschen die im Sozialsystem und im Beamtenapparat steckenden Zukunftslasten unter die Lupe genommen. (weiterlesen…)

12. Juni 2010

Griechenland: Die richtige Krise hat gerade erst begonnen

Konsum macht 70 Prozent der griechischen Wirtschaft aus

Schiffsbauer der griechischen Hafenstadt Piräus hofften am Morgen auf Arbeit und versammelten sich auf einer Reparaturwerft vor einer Wellblechhütte, in der die Gewerkschaft über neue Jobs informiere. Doch Gewerkschaftsführer Makis K., seit über drei Jahrzehnten als Schweißer auf der Werft, könne nur ganz wenige Aushilfsjobs für den nächsten Tag verteilen. Auch seine Familie müsse kämpfen. 2009 hätte er nur 23 Tage Arbeit gehabt – Kreditraten habe er seit Monaten nicht mehr bezahlt; die Bank habe ihn vor Kurzem gewarnt, dass sie das Haus beschlagnahmen könnte. Auch ohne Arbeit verbringe K. oft den ganzen Tag auf der Werft, berichtete Florian Hassel für die WELT ONLINE am 12.06.2010:
Zu Hause redeten sie die ganze Zeit über die „immer gleichen Probleme“ – in seinem Bekanntenkreis seien im vergangenen Jahr vier Familien zerbrochen. Ein Drittel seiner Freunde – Facharbeiter, Handwerker, Ingenieure – habe keine Arbeit und hohe Schulden. (weiterlesen…)

6. Juni 2010

Rekorddefizit in Großbritannien: Jahre des Leidens angekündigt

Neue Regierung will in schwieriger Zeit die Bürger an ihrer Seite wissen

Sie hätten es mit einer „enormen Schuldenlast“ zu tun, so der britische Premierminister David Cameron in einem Interview mit der Sunday Times, und er habe die Briten auf Jahre des „Leidens“ eingestimmt, meldete der FOCUS ONLINE am 06.06.2010:
Auf wirtschaftliches Wachstum zu warten und zu hoffen, dass so die Schuldenlast verschwinde, sei „keine Lösung“. (weiterlesen…)

27. Mai 2010

USA: Nur noch Montana und North Dakota in den Schwarzen Zahlen

1. Juli in den meisten US-Staaten Beginn eines neuen Budgetjahres

Nebraska stelle die Auflösung der Hälfte seiner 93 Bezirke zur Disposition, Georgia habe drastische Kürzungen im Kulturbereich beschlossen und Missouri habe eine Prämie für die besten Sparideen ausgelobt, berichtete DiePresse.com am 27.05.2010:
In ihrer Not entwickelten die US-Staaten mehr oder weniger überraschende Spartugenden. Während Finanzminister Timothy Geithner in Europa für das US-Modell werbe und an der Wall Street die Angst vor einem Übergreifen der Euro-Krise umgehe, rückten die Gouverneure in den USA jetzt überall der Bürokratie zu Leibe, trimmten Sozialleistungen, Gesundheitsprogramme sowie Schuletats und erhöhten die Einkommensteuer. Saisonbedingt zwinge der politische Kalender die Regionalpolitiker zum Handeln. (weiterlesen…)

19. Mai 2010

EU: Finanztransaktionssteuer und strenge Regeln für Hedgefonds geplant

Warnung vor bloßem Aktionismus der Politik

Die Idee einer Art Umsatzsteuer auf bestimmte Finanztransaktionen feiere ein Comeback. Grund für die Auferstehung sei die Schuldenkrise in Europa, schrieb Sebastian Jost für die WELT ONLINE am 18.05.2010:
Mit den Ursachen der Schuldenkrise hätten die neuen Vorschriften allerdings nur teilweise zu tun – und unter Experten seien sie höchst umstritten. Die Maßnahmen seien „geboren aus dem Druck auf die Politik, jetzt irgendwas zu unternehmen“, sage Hans-Peter Burghof, Finanzprofessor an der Universität Hohenheim.
Die Finanzminister der Europäischen Union hätten sich darauf geeinigt, für eine Transaktionssteuer einzutreten – diskutiert werde etwa ein Steuersatz von 0,01 Prozent, der bei praktisch jedem Börsengeschäft fällig würde. (weiterlesen…)

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