Auswirkungen auf Zinsen und Geldversorgung der Wirtschaft im Fokus
Die deutsche Wirtschaft wachse so schnell wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr – doch die Aktienkurse seien „im Keller“. Der Dax liege beharrlich unter der Marke von 6.000 Punkten; ein Ende der Baisse sei nicht abzusehen. Des Rätsels Lösung liege in den Vereinigten Staaten, berichtete Nikolaus Piper für die sueddeutsche.de am 27.08.2010:
Der Aufschwung dort sei schwächer als erwartet, die Arbeitslosigkeit bleibe hoch und die Sorge vor einer neuen Rezession wachse. (weiterlesen…)
Experten streiten über Auswege – Wirkung der Milliardenpakete verpufft
Allein im Juli 2010 seien in den USA 131.000 Arbeitsplätze verlorengegangen. Die offizielle Arbeitslosenquote liege bei 9,5 Prozent – für US-Verhältnisse schockierend hoch. 15 Millionen US-Amerikaner hätten keinen Job; mehr als sieben Millionen von ihnen suchten seit mehr sechs Monaten vergeblich einen neuen. Ihre Zuversicht sinke, jemals wieder eine bezahlte Stelle zu finden, berichtete Joachim Rogge für die Badische Zeitung am 12.08.2010:
Langzeitarbeitslosigkeit sei bislang ein eher unbekanntes Phänomen im „Job-Hopper-Land“ USA gewesen. (weiterlesen…)
Rund 40 Millionen US-Amerikaner benötigen Lebensmittelmarken für Einkauf der Grundnahrungsmittel
Im Juli 2010 sei die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft abermals um 131.000 gesunken, berichtete Felix Wadewitz für die FR-online.de am 06.08.2010:
Die Arbeitslosenquote stagniere auf einem für US-amerikanische Verhältnisse hohen Niveau bei 9,5 Prozent. Wer die Suche nach einem Job aufgegeben habe, werde allerdings nicht mitgezählt (weiterlesen…)
Baltenrepublik hat zuvor jahrelang über seine Verhältnisse gelebt
So wie früher solle es in Lettland, das jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hätte, selbst im Kleinen nicht weitergehen – diese Botschaft verkünde der 38 Jahre junge Premier Valdis Dombrovskis, seit er Mitte März 2009 nach dem Sturz der Vorgängerregierung ins Amt gekommen sei. Zusammen mit Finanzminister Einars Repse habe Dombrovskis seitdem in dem 2,2 Millionen Einwohner kleinen Land das rigoroseste Sparprogramm Europas durchgesetzt, berichtete die WELT ONLINE am 04.04.2010:
Das Duo Dombrovskis-Einars habe Regierungsabteilungen zusammengelegt und Tausende Staatsdiener entlassen. (weiterlesen…)
Preisbereinigter Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,0 Prozent
Der bislang stärkste Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) stamme mit einem Minus von 1,8 Prozent aus dem Jahr 1993. Der Rückgang sei 2009 genauso hoch ausgefallen wie der Rückgang in Deutschland insgesamt, berichtete muenchen.business-on.de am 30.03.2010:
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung aufgrund der Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ mitgeteilt habe, hätte sich Bayern im Jahr 2009 in der tiefsten Rezession seit der Währungsreform von 1948 befunden. (weiterlesen…)
Probleme insbesondere in Spanien, Griechenland und Portugal könnten sich sogar verstärken
Südeuropa liege am Boden – in Griechenland, Portugal und Spanien explodierten die Haushaltsdefizite, die Zinsen auf Staatsanleihen wüchsen. Nun sollten „Rosskuren“ die angeschlagenen Länder retten. Doch ein Erfolg sei keineswegs sicher – viele Experten glaubten gar, dass sie die Probleme eher verschärften.
Mit einer Radikalkur sollten Spanien, Griechenland und Portugal ihre Verschuldung in den Griff bekommen. So wolle es die EU-Kommission, so wolle es die Bundesregierung, berichtete die WELT ONLINE am 06.02.2010:
Denn genau das verlangten auch die Investoren an den Kapitalmärkten. Das Problem sei die Durchsetzbarkeit. Vor allem aber könnten derart radikale „Bremsmanöver“, wie sie nun diskutiert würden, die betroffenen Volkswirtschaften gar zu leicht zurück in die Rezession stoßen. (weiterlesen…)
Derzeitige Finanzmisere der Kommunen beispiellos in der Nachkriegsgeschichte
Die Räume der Beruflichen Oberschule in Regensburg seien überfüllt. Es sei kalt, die Fenster schlecht isoliert. Auf dem Schulhof seien sieben Wohncontainer aufgestellt, weil die Schule nicht genügend Räume habe. Jeden Freitag träfen sich Schüler zur Mahnwache vor dem Regensburger Rathaus, um für eine Modernisierung zu protestieren. Doch es nütze nichts. Die Stadt habe kein Geld, um den geplanten Neubau der Schule zu finanzieren. Statt 2010 wolle man nun erst 2013 mit dem Bau beginnen – und das, obwohl im bestehenden Gebäude gesundheitsschädliches Asbest verwendet worden sei, berichtete SPIEGEL ONLINE am 19.01.2010:
Solche Probleme habe man bisher in Regensburg nicht gekannt – die Stadt gelte als Musterbeispiel für wirtschaftliche Prosperität. (weiterlesen…)
Bruttoinlandsprodukt um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008 gesunken
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfe nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008. Experten hätten lediglich mit einem Minus von 4,8 Prozent gerechnet. 2008 sei die Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 2,5 Prozent, berichtete n-tv.de am 13.01.2010:
Grund für die schwere Rezession sei der Einbruch bei Exporten und Investitionen gewesen. (weiterlesen…)
Enge Abstimmung mit der Bank von Japan erwartet, um angemessene und flexible Geldpolitik zu sichern
Er sei zu der Erkenntnis gekommen, dass sich das Land in einer Deflation befinde, habe der stellvertretende Regierungschef Naoto Kan nach einer Kabinettssitzung gesagt. Er sei sehr besorgt, so auch Finanzminister Hirohisa Fujii. Weiter fallende Preise könnten die von der weltweiten Rezession mitgenommene Wirtschaft des Landes zusätzlich (weiterlesen…)
Für Millionen Menschen beginnt die Krise gerade jetzt bzw. wird erst noch beginnen
Auch wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schon wieder zulege – ausgestanden sei die größte Wirtschaftskrise seit 80 Jahren noch lange nicht, kommentierte Ulrich Schäfer auf sueddeutsche.de am 14.11.2009:
Wenn also nun die Ökonomen verkündeten, dass die Rezession in Deutschland, in Europa und auch in den Vereinigten Staaten vorbei sei, dann bedeute dies erst mal nur, dass die Wirtschaft nicht mehr schrumpfe. (weiterlesen…)