Probleme insbesondere in Spanien, Griechenland und Portugal könnten sich sogar verstärken
Südeuropa liege am Boden – in Griechenland, Portugal und Spanien explodierten die Haushaltsdefizite, die Zinsen auf Staatsanleihen wüchsen. Nun sollten „Rosskuren“ die angeschlagenen Länder retten. Doch ein Erfolg sei keineswegs sicher – viele Experten glaubten gar, dass sie die Probleme eher verschärften.
Mit einer Radikalkur sollten Spanien, Griechenland und Portugal ihre Verschuldung in den Griff bekommen. So wolle es die EU-Kommission, so wolle es die Bundesregierung, berichtete die WELT ONLINE am 06.02.2010:
Denn genau das verlangten auch die Investoren an den Kapitalmärkten. Das Problem sei die Durchsetzbarkeit. Vor allem aber könnten derart radikale „Bremsmanöver“, wie sie nun diskutiert würden, die betroffenen Volkswirtschaften gar zu leicht zurück in die Rezession stoßen. (weiterlesen…)
Derzeitige Finanzmisere der Kommunen beispiellos in der Nachkriegsgeschichte
Die Räume der Beruflichen Oberschule in Regensburg seien überfüllt. Es sei kalt, die Fenster schlecht isoliert. Auf dem Schulhof seien sieben Wohncontainer aufgestellt, weil die Schule nicht genügend Räume habe. Jeden Freitag träfen sich Schüler zur Mahnwache vor dem Regensburger Rathaus, um für eine Modernisierung zu protestieren. Doch es nütze nichts. Die Stadt habe kein Geld, um den geplanten Neubau der Schule zu finanzieren. Statt 2010 wolle man nun erst 2013 mit dem Bau beginnen – und das, obwohl im bestehenden Gebäude gesundheitsschädliches Asbest verwendet worden sei, berichtete SPIEGEL ONLINE am 19.01.2010:
Solche Probleme habe man bisher in Regensburg nicht gekannt – die Stadt gelte als Musterbeispiel für wirtschaftliche Prosperität. (weiterlesen…)
Bruttoinlandsprodukt um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008 gesunken
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfe nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008. Experten hätten lediglich mit einem Minus von 4,8 Prozent gerechnet. 2008 sei die Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 2,5 Prozent, berichtete n-tv.de am 13.01.2010:
Grund für die schwere Rezession sei der Einbruch bei Exporten und Investitionen gewesen. (weiterlesen…)
Enge Abstimmung mit der Bank von Japan erwartet, um angemessene und flexible Geldpolitik zu sichern
Er sei zu der Erkenntnis gekommen, dass sich das Land in einer Deflation befinde, habe der stellvertretende Regierungschef Naoto Kan nach einer Kabinettssitzung gesagt. Er sei sehr besorgt, so auch Finanzminister Hirohisa Fujii. Weiter fallende Preise könnten die von der weltweiten Rezession mitgenommene Wirtschaft des Landes zusätzlich (weiterlesen…)
Für Millionen Menschen beginnt die Krise gerade jetzt bzw. wird erst noch beginnen
Auch wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schon wieder zulege – ausgestanden sei die größte Wirtschaftskrise seit 80 Jahren noch lange nicht, kommentierte Ulrich Schäfer auf sueddeutsche.de am 14.11.2009:
Wenn also nun die Ökonomen verkündeten, dass die Rezession in Deutschland, in Europa und auch in den Vereinigten Staaten vorbei sei, dann bedeute dies erst mal nur, dass die Wirtschaft nicht mehr schrumpfe. (weiterlesen…)
Absturz, Stagnation und langsame Erholung dreimal in Folge
Norbert Walter, Chefökonom der Deutschen Bank, beschreibe die aktuelle Konjunkturentwicklung mit einem “Triple U”. Bei einem “U” gehe es mit der Wirtschaft erst abwärts, dann stagniere sie eine Weile und erhole sich erst später. Insgesamt werde sich dieser Konjunkturzyklus genau dreimal in Folge wiederholen, so Walter in einem Interview mit FOCUS-MONEY-Redakteur Andreas Haslauer, erschienen auf FOCUS ONLINE am 27.10.2009:
Das erste “U” hätten wir bereits (weiterlesen…)
24 Billionen Dollar staatliche Garantien und Krediten für Banken und notleidende Unternehmen
Nahe dem Times Square in New York befinde sich eine fünf mal zehn Meter große “Schuldenuhr” an einer Häuserfront. Die US-Amerikaner schüttelten nicht einmal mit dem Kopf. Nur die Touristen seien noch überrascht. Rasend schnell huschten die Ziffern über die Anzeige, immer größer werde die Zahl. Die “Schuldenuhr” werde zu einem Barometer der Verschwendung – mit 11,6 Billionen Dollar (weiterlesen…)
Abwrackprämie hat Analysten zum Gerede vom Aufschwung verleitet
Der “Dax” sei in Verruf geraten – zwar erklimme Deutschlands Leitindex seit Mitte Juli 2009 fast jede Woche ein Jahreshoch, doch Deutschlands Wirtschaft wolle ihm längst nicht so schnell hinterherziehen. Als Konjunkturbarometer tauge er damit offenbar nicht, berichtete SPIEGEL ONLINE am 19.09.2009:
Volkswirte warnten jetzt sogar vor möglichen Börsenrücksetzern. Spätestens 2010, wenn die Notenbanker ihre massiven Stützen für die Wirtschaft (weiterlesen…)
Suizidgefahr bei unbehandelter Glücksspielsucht
Die Wirtschaftskrise habe laut Diakonie das Problem der Spielsucht in Hessen deutlich erhöht. Bei Rezessionen würde das Glücksspiel stets an Bedeutung gewinnen, aber diesmal sei es besonders auffällig, so das Diakonische Werk Kassel, berichtete die FR-online.de am 18.09.2009:
In Deutschland gebe es 265.000 “pathologische Spieler”, in Hessen 20.000. (weiterlesen…)