Deutschlands wirtschaftliche Stärke könnte teuer werden – Garantien in Höhe von bis zu 148 Milliarden Euro
Deutschlands Stärke entwickele sich zum Problem für die Euro-Zone – während die hiesige Wirtschaft dank boomender Exporte „brumme“, trete das Gros der übrigen Länder wirtschaftlich auf der Stelle, so dass die ohnehin vorhandenen Fliehkräfte in der Währungsgemeinschaft noch verstärkt würden, berichteten D. Eckert und H. Zschäpitz für die WELT ONLINE am 26.08.2010:
Die überwunden geglaubte Krise hole die Europäer ein – und das wiederum bedeute, dass die Inanspruchnahme des 750 Milliarden Euro umfassenden „Rettungsschirms“ der EU und des IWF wahrscheinlicher werde. (weiterlesen…)
Eines der ersten größeren Länder, das bei Derivategeschäften Sicherheiten hinterlegt
Portugal sei nun eines der ersten größeren Länder, das bei Derivategeschäften Sicherheiten hinterlegen werde, berichtete Tobias Bayer für die FTD.de am 28.07.2010:
Angesichts der europäischen Schuldenkrise wachse die Angst vor Staatspleiten, was die Banken vorsichtiger werden lasse.
Potenziell gefährlich sei, dass Portugal ab sofort Liquidität vorhalten müsse, denn es sei fraglich, welche Art von Sicherheiten außer Bargeld die Banken akzeptieren würden. (weiterlesen…)
NRW-Wahl für deutsche Politiker offenbar wichtiger als Untergang der Euro-Zone
Wer deutsche Politiker über die Krise der Euro-Zone reden höre, dem müsse angst und bange werden. Da werde gemahnt, gezögert und nach Sündenböcken gesucht – und all das meilenweit vorbei an der ökonomischen Realität – weder Regierung noch Opposition hätten offenbar den Ernst der Lage erkannt, schrieb die FTD.de als Leitartikel am 27.04.2010:
Während Portugal schon der nächste Kandidat sei, der an den Finanzmärkten ins „Schleudern“ komme, streite man in Deutschland weiter darüber, wie man den doch „allzu bequemen Griechen“ am besten „Beine machen“ könne – (weiterlesen…)
Risikoaufschlag auf Staatsanleihen gestiegen
Portugal habe den „heißen Atem“ der internationalen Märkte längst zu spüren bekommen. Die Ratingagenturen hätten das Land herabgestuft – der Risikoaufschlag auf Staatsanleihen sei gestiegen, am 26. April 2010 habe der Zinsaufschlag auf Staatsanleihen nie dagewesene 205 Basispunkte erreicht, meldete die sueddeutsche.de am 27.04.2010:
Doch obschon das Stabilitäts- und Wachstumsprogramm, das die portugiesische Regierung vor wenigen Wochen in Brüssel vorgelegt habe, von der Europäischen Kommission gelobt worden sei, warnten namhafte Wirtschaftswissenschaftler davor, dass sich die dort vorgesehenen Maßnahmen (weiterlesen…)
Hohe Spreads bei Kreditderivaten auch Portugals und Spaniens
Trotz der Rettungsgarantie für Griechenland weiteten sich die Risikoaufschläge für Länder der Euro-Peripherie wieder aus, berichtete die FTD.de am 15.04.2010:
Die Spreads bei Kreditderivaten, Credit Default Swaps (CDS), Portugals seien an diesem Tag auf 200 Basispunkte geklettert – das sei der höchste Stand seit der Panik im Februar 2010. Spanien-CDS würden bei 155 Basispunkten gehandelt. Im Fall Griechenlands habe der Aufschlag bei 450 Basispunkten gelegen – ungefähr das Niveau vom 9. April 2010 vor Bekanntgabe der Details zu den Hilfen für die Hellenen durch die EU.
Die Marktreaktion sei Ausdruck des Zweifels an dem 45 Milliarden Euro schweren „Paket“ für Griechenland; (weiterlesen…)
„Defizitsündern“ droht Kürzung von EU-Strukturhilfen
Aufgeschreckt durch die Griechenland-Krise schlag die EU-Kommission auch für Portugal die Alarmglocke – es könnten im laufenden Jahr 2010 “zusätzliche Konsolidierungsmassnahmen erforderlich werden”, habe EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn bei der Bewertung der portugiesischen Haushaltsstrategie gewarnt. Das Land könne sonst sein Ziel verfehlen, das Defizit von 9,3 auf 8,3 Prozent in diesem Jahr zu senken, berichtete die BernerZeitung in ihrer Online-Ausgabe am 14.04.2010:
Zudem habe Rehn einen Vorstoß zur härteren Bestrafung von hartnäckigen Defizitsündern ankündigt. Der Fall Griechenland habe gezeigt, dass die Überwachung bislang „zu zahnlos“ gewesen sei. (weiterlesen…)
Griechenland, Portugal und Spanien gefährden Reputation des Euros auf den Märkten
Die Kunden stürmten die Banken und plünderten ihre Konten. In den Geschäften komme es zu Hamsterkäufen. Die Ladenregale blieben leer, der Einzelhandel habe kein Geld mehr. Auf den Straßen versammele sich das Volk und demonstriere gegen die Regierung. Die Proteste schlügen in Gewalt um, die Regierung werde gestürzt, es herrsche Anarchie. Der Schwarzmarkt verdränge die Marktwirtschaft – und das alles, weil der Staat bankrott sei… Dies sei ein Horrorszenario. Aber an den Börsen werde schon ganz offen mit dem Horror spekuliert, berichtete das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe am 08.02.2010:
Es gehe nicht um eine Staatspleite in Afrika, sondern um eine ganze Reihe von Staatspleiten mitten in Europa. (weiterlesen…)
Probleme insbesondere in Spanien, Griechenland und Portugal könnten sich sogar verstärken
Südeuropa liege am Boden – in Griechenland, Portugal und Spanien explodierten die Haushaltsdefizite, die Zinsen auf Staatsanleihen wüchsen. Nun sollten „Rosskuren“ die angeschlagenen Länder retten. Doch ein Erfolg sei keineswegs sicher – viele Experten glaubten gar, dass sie die Probleme eher verschärften.
Mit einer Radikalkur sollten Spanien, Griechenland und Portugal ihre Verschuldung in den Griff bekommen. So wolle es die EU-Kommission, so wolle es die Bundesregierung, berichtete die WELT ONLINE am 06.02.2010:
Denn genau das verlangten auch die Investoren an den Kapitalmärkten. Das Problem sei die Durchsetzbarkeit. Vor allem aber könnten derart radikale „Bremsmanöver“, wie sie nun diskutiert würden, die betroffenen Volkswirtschaften gar zu leicht zurück in die Rezession stoßen. (weiterlesen…)
Staaten liefern sich den Launen der Investoren und Spekulanten aus
Die Regierungschefs und Finanzminister in Europa sollten sich genau ansehen, was gerade mit griechischen und portugiesischen Staatsanleihen passiere. Denn auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen – fast allen könnte es eines Tages ähnlich ergehen, kommentierte Jörg Eigendorf für die WELT ONLINE am 05.02.2010:
Wer sich immer mehr Geld an den Kapitalmärkten leihen müsse, der liefere sich den Investoren und Spekulanten aus – und damit deren Launen, denn die Käufer von Staatsanleihen agierten heutzutage nicht anders als (weiterlesen…)