Schwächeanfall der US-Wirtschaft könnte weltweit eine Kettenreaktion auslösen
Im Juli 2010 seien die Häuserverkäufe in den Vereinigten Staaten um rund 13 Prozent eingebrochen; die Talfahrt der Preise halte an. Ein “Double-Dip” werde immer wahrscheinlicher – und die Angst wachse, dass die USA die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen könnten, berichtete Philipp Löpfe für die bazonline.ch, 24.08.2010:
Generell sei die Situation sehr angespannt; die staatliche Hilfe habe kaum Wirkung gezeigt. (weiterlesen…)
Vor Jahresfrist noch einen satte Aktienrendite von 47,1 Prozent erzielt
Laut einer Studie der Beratungsfirma Boston Consulting seien die gelisteten Institute weltweit an den Aktienmärkten zusammen nur noch mit 5,8 Billionen US-Dollar bewertet worden – das sei etwa das Niveau von 2004 und drei Billionen US-Dollar weniger als der Rekordwert aus dem Jahr 2007 vor der Finanzkrise, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 20.08.2010:
Berücksichtige man neben der Kursentwicklung auch die Dividendenausschüttung, hätten Bankaktionäre im ersten Halbjahr 2010 im Schnitt einen Verlust von (weiterlesen…)
Gescheiterte indische Kreditempfängerinnen flüchten oder begehen sogar Selbstmord
Im Mikrokreditwesen ziehe eine Krise herauf, berichtete Georg Blume für die taz.de am 03.08.2020:
Die Branche sei eine noch nicht von der globalen Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen Finanzindustrie. In Indien wachse diese nach Branchenschätzungen um 80 bis 100 Prozent pro Jahr. Mikrokredite gälten hier als sattelfest, weil die armen Leute bisher immer brav zurückgezahlt hätten. Das Land sei der größte Markt für Mikrokredite der Welt. Nach Angaben der US-Bank Citigroup nutzten inzwischen 70 bis 80 Millionen Inder Kleinstkredite. (weiterlesen…)
„Gestaltungsmacht von nebenan“ noch immer weitgehend ignoriert
„Geld? Davon haben wir zu wenig.“ Und in Zukunft würden sie noch weniger haben. Der Arnsberger] Bürgermeister, Hans-Josef Vogel, murmele fast verschwörerisch, sie machten trotzdem, was sie wichtig finden, denn gerade in Zeiten der Krise wachse das Engagement der Bürger – und das sei ihr „Kapital“. Überall in der Republik spürten die Bürgermeister, wie der Staat ärmer werde. Denn fast überall müssetn sie Schwimmbäder schließen, Theatertüren verrammeln, Straßenlaternen abschalten. Und ihnen drohe die Dreieinigkeit der Krise – Personalabbau, Sparen an jeder Ecke, höhere Abgaben, berichtete die ZEIT ONLINE am 01.07.2010:
Gewerbesteuern brächen weg, Bund und Land bürdeten den Kommunen neue Kosten auf, und als Folge schrumpfe genau der Teil des Etats, über den die Kommunalpolitiker noch frei verfügen könnten.
Hans-Josef Vogel sei kein Träumer, er wisse das alles. (weiterlesen…)
Edelmetalle bieten Schutz unter deflationären wie inflationären Bedingungen
Die Nachfrage nach Gold seitens der Investoren sei weiterhin im Aufwind, sage der Goldexperte der Ersten Bank, Ronald-Peter Stöferle. Dass Gold nur als sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen werde, sehe er zwiespältig, berichtete DiePresse.com am 23.06.2010:
Der Aspekt, dass Gold eine exzellente Depot-Versicherung mit jahrtausendelanger Geschichte sei, werde oft außer Acht gelassen, so Stöferle. Gold sei ein exzellenter Gradmesser für die Qualität von Papiergeld – der Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen schreite voran. (weiterlesen…)
Deutschland dagegen will sparen und den Haushalt ins Lot bringen
Barack Obama sei wütend – er wolle, dass vor allem die Staatschefs in Europa noch mehr Schulden machten. Hoffentlich gäben die Gescholtenen kräftig Kontra, schrieb Ansgar Siemens für FOCUS MONEY ONLINE am 23.06.2010:
Die US-Amerikaner drängten die Welt zu neuen Schulden, um eine Depression zu vermeiden. Manche Europäer, allen voran die Deutschen, wollten dagegen sparen und endlich ihre Haushalte ins Lot bringen.
Der US-Präsident offenbare eine ökonomische Radikalität, die erschaudern lasse – seine Vorschläge führten geradewegs in die Sackgasse. (weiterlesen…)
Französische Physiker analysiert sich selbst verstärkende Prozesse
Der französische Physiker Didier Sornette, Professor für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich, sei sich sicher, Spekulationsblasen an den Finanzmärkten vorhersagen zu können – und zwar seriöser als Wahrsager und besser als Ökonomen, berichtete Tessa Ranzau für FOCUS MONEY ONLINE, am 13.06.2010:
Dass viele ihn nicht ernst nähmen, sei Sornette längst gewöhnt. Die meisten wollten die Finanzkrise als etwas Unvorhersehbares verstanden wissen, um sich so aus der Verantwortung stehlen zu können, sage er. Sornette glaube, dass Finanzkrisen nach ähnlichen Gesetzen funktionierten wie etwa Erdbeben oder epileptische Anfälle – in allen Fällen handle es sich nämlich um sich selbst verstärkende Prozesse. (weiterlesen…)
Konsum macht 70 Prozent der griechischen Wirtschaft aus
Schiffsbauer der griechischen Hafenstadt Piräus hofften am Morgen auf Arbeit und versammelten sich auf einer Reparaturwerft vor einer Wellblechhütte, in der die Gewerkschaft über neue Jobs informiere. Doch Gewerkschaftsführer Makis K., seit über drei Jahrzehnten als Schweißer auf der Werft, könne nur ganz wenige Aushilfsjobs für den nächsten Tag verteilen. Auch seine Familie müsse kämpfen. 2009 hätte er nur 23 Tage Arbeit gehabt – Kreditraten habe er seit Monaten nicht mehr bezahlt; die Bank habe ihn vor Kurzem gewarnt, dass sie das Haus beschlagnahmen könnte. Auch ohne Arbeit verbringe K. oft den ganzen Tag auf der Werft, berichtete Florian Hassel für die WELT ONLINE am 12.06.2010:
Zu Hause redeten sie die ganze Zeit über die „immer gleichen Probleme“ – in seinem Bekanntenkreis seien im vergangenen Jahr vier Familien zerbrochen. Ein Drittel seiner Freunde – Facharbeiter, Handwerker, Ingenieure – habe keine Arbeit und hohe Schulden. (weiterlesen…)
Finanzbedarf auf 1,4 Milliarden Euro geschätzt
Mitten in der Schuldenkrise müsse in Spanien ein angeschlagenes Geldinstitut vor dem drohenden Bankrott gerettet werden, meldete das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe am 22.005.2010:
Die Bank von Spanien als oberste Aufsichtsbehörde habe die regionale Sparkasse “CajaSur” unter ihre Kontrolle gestellt und deren Vorstand abgesetzt. Verhandlungen über eine Fusion mit einem Konkurrenten seien geplatzt.
„CajaSur“ mit Sitz im südspanischen Córdoba gehöre mehrheitlich der katholischen Kirche. (weiterlesen…)
Fallender Euro als Indikator für strukturelle Probleme und Differenzen
Nach außen hätten sie Einigkeit demonstriert – ein „Hilfspaket“ für Griechenland, einen 750-Milliarden-Rettungsfonds für den Euro sowie neue Regeln für Hedgefonds beschlossen, sich sogar in der heiklen Frage der Finanztransaktionssteuer angenähert. Doch der Schein trüge – hinter den Kulissen wirkten zentrifugale Kräfte mit zerstörerischer Wirkung. Statt im historischen Moment der Krise Einigkeit zu suchen, sei ein brutaler Machtkampf ausgebrochen, EU-Institutionen würden umgangen, Alleingänge forciert, die Partner vor den Kopf gestoßen. (weiterlesen…)