Kleinere Krankenkassen klagen über Fusionsdruck im Gesundheitswesen
Angesichts der großen Zahl von Fusionen bei Krankenkassen hätten Branchenvertreter vor einem Systemkollaps gewarnt, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 05.08.2010:
Der Chef des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Rolf Stuppardt, sehe als Ziel dieser „Elefantenhochzeiten“, den politischen Level „too big to die“ zu erreichen. Es gehe einzelnen Krankenkassen wohl darum, eine ausreichende Machtfülle zu erreichen, damit im Falle einer Insolvenz der Ruf nach dem Staat erhört werde. (weiterlesen…)
Techniker Krankenkasse und AOK verzeichneten Zugänge
Hunderttausende gesetzlich Versicherte hätten seit Jahresbeginn 2010 ihre Krankenversicherungen mit Zusatzbeitrag gekündigt. Im ersten Halbjahr habe es deutliche Abwanderungen bei den ersten 16 betroffenen gesetzlichen Kassen gegeben, meldete die taz.de am 30.07.2010:
So hätten die DAK per 1. Juli 2010 rund 307.000 Versicherte verlassen, die KKH-Allianz 147.000. Gewinner seien vor allem die Techniker Krankenkasse und die AOK (weiterlesen…)
Überschuss im Jahr 2009 rund 300 Millionen Euro höher als erwartet
Die gesetzlichen Krankenkassen hätten 2009 Jahr finanziell besser abgeschlossen als geplant, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 14.07.2010:
Der Überschuss habe rund 300 Millionen Euro höher gelegen als zunächst geschätzt und 1,4 Milliarden Euro betragen. Dies bedeute aber keine Entwarnung für Versicherte.
Das Gesamtergebnis sage nichts über die jeweilige Finanzlage der 163 Kassen. (weiterlesen…)
Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?
[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 28.06.2010] Gegenwärtig wird in den Medien viel über die Beitragserhöhung der gesetzlichen Krankenkassen diskutiert. Viele gesetzlich Versicherte haben ihre Kasse aufgrund der gestiegenen Beiträge gewechselt. So manch einer spielt mit dem Gedanken, in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Doch lohnt sich der Wechsel überhaupt?
Als private Krankenversicherung wird eine Form der Versicherung bezeichnet, bei welcher der Versicherungsschutz von einem privatrechtlich organisierten Versicherungsunternehmen gewährleistet wird. Oftmals wird der Begriff der privaten Krankenversicherung für die Gesamtheit aller Unternehmen verwendet, die eine derartige Versicherung anbieten. (weiterlesen…)
Bundesrechnungshof bemängelt unangemessene Vergütungs- und Abfindungspraktiken
Der Bundesrechnungshof werfe den Krankenkassen einen zu laxen Umgang mit dem Geld der Versicherten vor – das gehe aus einem am 15. April 2010 von der Kontrollbehörde vorgelegten Prüfbericht hervor, in dem sie unter anderem unangemessene Vergütungs- und Abfindungspraktiken der Kassen kritisiere, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am selben Tag:
Zweifelhafte Vertragsgestaltung für Vorstandsmitglieder, die in krassem Missverhältnis zu den vereinbarten Leistungen stünde, müsste ausgeschlossen werden, so der Bundesrechnungshof. (weiterlesen…)
2010 fehlen den Kassen ohne Berücksichtigung des Steuerzuschusses acht Milliarden Euro
Das Bundesversicherungsamt rechne laut Passauer Neue Presse für 2011 bei ungünstigem Konjunkturverlauf mit einer Finanzlücke von bis zu 15 Milliarden Euro. Bislang seien Experten von maximal 12 Milliarden Euro ausgegangen. Bei optimistischer Konjunkturannahme erwarte das Versicherungsamt demnach 6,4 Milliarden Euro Defizit. Im laufenden Jahr 2010 fehlten den Kassen ohne Berücksichtigung des Steuerzuschusses acht Milliarden, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 18.03.2010:
Als erster Chef einer großen gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland habe sich derweil der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, hinter die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler für eine „Kopfpauschale“ gestellt (weiterlesen…)
Gesundheitsfonds mit Defizit in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro
Nach den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 10. März 2010 in Berlin vorgelegten Finanzergebnissen hätten die rund 170 gesetzlichen Krankenkassen das Jahr 2009 mit einem Überschuss in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro abschließen können, berichtete die ÄrzteZeitung.de am selben Tag:
Das dickste Plus hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit 771 Millionen Euro erzielt; danach folgten die Innungskrankenkassen (IKK) mit einem Überschuss in Höhe von 264 Millionen Euro und die (weiterlesen…)
Zuwächse bei Vorstandsbezügen und großzügige Pensionsregelungen
Top-Verdiener sei der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 09.03.2010:
Sein Grundgehalt sei 2009 um rund 25.000 Euro auf rund 271.000 Euro gestiegen, so die Bild unter Berufung auf Gehaltsveröffentlichungen. Bei der Barmer und der DAK bekämen die Vorstände je rund 4.000 Euro im Jahr dazu – DAK-Chef Herbert Rebscher habe rund 235.000 Euro, Barmer-Chefin Birgit Fischer rund 203.000 Euro verdient.
Besonders hohe Prämien erhielten dem Bericht zufolge die Vorstände der Allgemeinen Ortskrankenkassen. (weiterlesen…)
Von über 1.000 zu Beginn der 1990er-Jahre auf 50 im Jahr 2015
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen werde in den nächsten fünf Jahren kräftig sinken, meldete die WELT ONLINE am 06.03.2010:
Das prognostiziere die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young in einer Studie, die der Welt am Sonntag exklusiv vorliege. Bis 2012 würden laut Studienautor Andreas Freiling nur 100 der aktuell 169 Kassen übrig bleiben. Bis 2015 solle die Zahl, die zu Beginn der 1990er-Jahre noch über 1.000 gelegen habe, sogar auf nur noch 50 sinken. (weiterlesen…)
Gegen neun Versicherer offenbar förmliche Verfahren eingeleitet
Das Bundeskartellamt gehe in dem Streit um Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen dem Verdacht auf unzulässige Preisabsprachen nach, meldete SPIEGEL ONLINE am 20.02.2010.
Die Behörde habe einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nach gegen neun Krankenversicherungen förmliche Verfahren eingeleitet. (weiterlesen…)