Erhalt der schwarz-gelben Koalition wichtiger als Zusammenhalt der Gesellschaft
Die „Casinospieler“ der globalisierten Welt hätten ein Gespenst mitten in die Niederungen der reichen Gesellschaften getrieben – die „Neue soziale Ungleichheit“, kommentierte Tissy Bruns für die ZEIT ONLINE am 11.06.2010:
Natürlich sei sie kein Produkt verschwörerischer Aktionen des neuen Kapitalismus. Der habe gar keine lenkenden Köpfe; dafür wären die schneidigen „Herren der Welt“ im Durchschnitt auch zu dumm.
Das „Sparpaket“ verstärke die Ungleichheits-Effekte. Selten hätten die Eigeninteressen des politischen Betriebs so durchsichtig das Handeln einer Regierung geleitet (weiterlesen…)
Der Schweizer Publizist Roger de Weck auf der Suche nach Alternativen zum gegenwärtigen maroden Wirtschaftssystem
Roger de Weck, ehemaliger Chefredakteur der ZEIT, sei heute ein europaweit gehörter Autor und Sozialwissenschaftler. Der Schweizer habe nun ein Buch über den Kapitalismus geschrieben, dessen Inhalt Oskar Lafontaine unterschreiben könnte, berichtete die ZEIT ONLINE am 23.11.2009:
Tatsächlich wolle der bekennende Liberale den Kapitalismus retten. Bloß reichten dazu keine Reformen im System, denn das System selbst sei marode, erkläre de Weck – und die große Finanzkrise sei der (weiterlesen…)
Gegenüberstellung von Kapitalismus und Sozialismus hat gesellschaftlichen Fortschritt gelähmt
Der US-amerikanische Regisseur Michael Moore habe das Unheil der
Finanzkrise kommen sehen. Jeder hätte es sehen können, denn schon Monate vor dem Crash seien Menschen auf die Straße gesetzt worden, seien die Immobilienzinsen bedrohlich gestiegen, die Zahl der Bankrotte in den USA ebenso auf ein Allzeithoch geklettert wie der Schuldenstand der Kreditkartennutzer, so Moore im Interview mit (weiterlesen…)
Das System sei krank – die Finanzkrise nur ein Teil einer Systemkrise
Edgar Most, obwohl seit fünf Jahren Rentner, sei ein sehr beschäftigter Mann. Er habe an der Spitze der DDR-Staatsbank gestanden, mit Helmut Kohl über die Währungsunion verhandelt und nach der Wende Karriere bei der Deutschen Bank gemacht. Seitdem die Finanzkrise den Kapitalismus auf die Probe gestellt habe, trete er jede Woche irgendwo auf, berichtete DER TAGESSPIEGEL in seiner Online-Ausgabe am 08.11.2009:
1972 sei Most zur Staatsbank der DDR gegangen und habe bald im höchsten Führungsgremium gesessen. (weiterlesen…)