Explodierende Staatsfinanzen während des Wirtschaftsbooms rächen sich
Das Britische Pfund stehe unter Druck, weil die Finanzmärkte sich große Sorgen um die explodierenden Staatsfinanzen Großbritanniens machten. Die Ursache dafür sehe Professor Clemens Fuest in einer unvergleichlichen Erhöhung der Ausgaben seit Ende der 1990er-Jahre. Die Briten müssten nun ein einmaliges Sparprogramm auflegen, sage Fuest in einem Gespräch mit Anja Ettel und Martin Greive für die WELT ONLINE, publiziert am 03.03.2010:
Der Großteil der Briten mache sich Sorgen um den Euroraum. Denn wenn er in wirtschaftliche Turbulenzen gerate, treffe dies auch Großbritannien sehr stark. (weiterlesen…)
Experiment aus den 1970er-Jahren droht in einer gewaltigen Währungsreform zu enden
Im Interview mit Josef Urschitz (Die Presse) beschreibt der deutsche Währungsexperte Thorsten Polleit die derzeitige Erschütterung der Finanzmärkte als „dramatisch“. Ein wichtiger Aspekt werde aber immer noch ausgeblendet – die Rolle des Geldes beziehungsweise des Geldsystems, berichtete DiePresse.com am 25.02.2010:
Wir hätten weltweit ein staatlich monopolisiertes Geldsystem, bei dem Geld durch Kreditvergabe in Umlauf gebracht werde – Kredit erhöhe also die Geldmenge. (weiterlesen…)
Ein Investmentbanker redet Klartext
Investmentbanker Gerald Hörhan sei reich und tue Dinge, „von denen Ihr nur träumt“, sage er – mit „Ihr“ meine er die Mittelschicht. Im Interview mit Andreas Kerschbaumer (Die Presse) erläutert er, warum sich diese auflöse – publiziert auf DiePresse.com am 20.02.2010:
Das globale ökonomische System sei nie für dafür ausgelegt worden – die Mittelschicht der vergangenen Jahrzehnte nur durch den Zweiten Weltkrieg zustande gekommen. (weiterlesen…)
Walter K. Eichelburg warnt gar vor einer Hyperinflation
Angesichts der aktuellen finanziellen Situation der europäischen Mitgliedsstaaten hat Paul Hüber den österreichischen Finanzexperten Walter K. Eichelburg, Betreiber der Website „HARTGELD.com“, für die FREIE ALLGEMEINE interviewt, die das Gespräch in ihrer Online-Ausgabe am 16.02.2010 publizierte:
Griechenland sei zahlungsunfähig und Portugal finanziell dem Untergang geweiht, so Eichelburg. Auf die Frage wann auch Deutschland „dran“ sei, meine er zu wissen, dass es (weiterlesen…)
Freies Marktgeld als das ökonomisch überlegene System
Die Banken seien gerettet, dafür ständen jetzt die Retter selbst vor dem Bankrott. Ganze Staaten seien hoffnungslos überschuldet, Griechenland sei praktisch pleite und stürze die gesamte europäische Währungsunion in eine schwere Krise – und in den USA sehe es kaum besser aus. Das Finanzsystem steht vor einer großen Bewährungsprobe. Für Prof. Thorsten Polleit sei es nur eine Frage der Zeit, wann es kollabiere, sofern die Staatshaushalte nicht rigoros konsolidiert würden. (weiterlesen…)
Chef der Bundesagentur für Arbeit blickt warnend auf 2010 und setzt auf Bildung
Ausgerechnet Deutschlands Hightech-Firmen treffe es am härtesten – der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, erwarte 2010 in Branchen wie der Autoindustrie einen massiven Jobabbau, denn dort seien besonders viele Firmen vom schwächelnden Export abhängig. Derzeit seien Hunderttausende Arbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, sage Weise im SPIEGEL-ONLINE-Interview am 14.12.2009:
Als “Hochrisikoregionen”, in denen die Krise demnächst besonders zuschlagen werde, mache Weise Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen aus. (weiterlesen…)
Kunden möglichst unabhängig und frei von Verkaufsdruck beraten
Als Chef der Dresdner Bank und der Bank24 sei Herbert Walter Teil des Systems gewesen. Nun rechne der Banker im Interview mit Frank Pöpsel und FOCUS-MONEY-Redakteur Markus Voss für FOCUS MONEY ONLINE am 01.12.2009 mit seiner Zunft rigoros ab – und fordere ein Umdenken:
Der frühere Vorstandsvorsitzende Herbert Walter habe auf 3,6 Millionen Euro Abfindung verzichtet – er sei mit sich im Reinen und könne in den Spiegel gucken. (weiterlesen…)
Arbeitslosengeld raubt den Menschen die Initiative
Mit Mikrokrediten habe er die Finanzwelt in Entwicklungsländern revolutioniert – jetzt wolle Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus sein Konzept auch auf Industriestaaten übertragen. Im Interview mit Friederike Ott sage er, wie Arbeits- und Obdachlose in Deutschland davon profitieren könnten, berichtete SPIEGEL ONLINE am 30.11.2009:
Yunus, über die Grameen Bank Geber von Mikrokrediten in Entwicklungsländern, meine, dass es auch in Deutschland viele (weiterlesen…)
Entzug des Kreditschöpfungsprivilegs als äußerst wirkungsvolles Druckmittel der Regierungen
Wie es aussehe, werde das Grundproblem des Finanzsystems nicht angegangen – die Banken hätten das Privileg, über die Kreditvergabe Geld zu schöpfen. Sie dürften Geld neu schaffen und entscheiden, wer wie viel für welche Zwecke bekomme. Banken seien jedoch in Privatbesitz und wollten Gewinne maximieren. Sie müssten nicht nachdenken, ob ihr Handeln für die Gesamtwirtschaft gut sei, so Richard Werner im Interview mit Erich Gerbl, in der Online-Ausgabe von Capital am 27.11.2009:
Werner, Professor für “International Banking” an der University of Southampton, Inhaber einer Gastprofessur für (weiterlesen…)
Vor uns die Wissens- und Kreativ-Gesellschaft mit lebenslangem Lernen und kontinuierlichem Wandel der Berufsbilder
Matthias Horx, Soziologe, Journalist und Zukunftsforscher, pronostiziert im Interveiw mit Britta Weddeling auf FOCUS MONEY ONLINE am 25.11.2009, dass die Krise nur einen längst überfälligen gesellschaftlichen Wandel beschleunige:
Zukunftsforschung sei eine komplexe Modellbildung, die auf Erkenntnissen der Spieltheorie und der Systemtheorie sowie auf Evolutions-Psychologie und Verhaltens-Ökonomie basiere. (weiterlesen…)