Frage nach der Geldwertstabilität die „Gretchenfrage“ unserer Zeit.
Für die Besitzer von Sparbüchern, Sparbriefen, Tages- und Festgeldkonten sowie Lebensversicherte stehe viel auf dem Spiel. Für sie sei die Frage nach der Geldwertstabilität daher die Gretchenfrage unserer Zeit. Rückten die Notenbanker vom einstmaligen Primat der Inflationsbekämpfung ab, könnte das sehr teuer werden – denn nage die Inflation zehn Prozent des deutschen Geldvermögens weg, bedeute das einen Kaufkraftverlust von fast einer halben Billion Euro, schrieben D. Eckert und H. Zschäpitz für die WELT ONLINE am 30.08.2010:
Weitgehend ungeschützt vor Geldentwertung lagerten hierzulande 1,8 Billionen Euro auf Girokonten oder im Sparstrumpf. Weitere 1,3 Billionen Euro seien bei Versicherungen angelegt. (weiterlesen…)
Europäische Zentralbank profitiert von „Seigniorage“ bei der Notenausgabe
Der Euro sei bei Gangstern, Drogenhändlern und Geldwäschern laut „Wall Street Journal“ eine äußerst beliebte Währung. Davon profitiere die Währung in zweifacher Hinsicht, berichtete die Online-Ausgabe der BernerZeitung am 30.07.2010:
Dadurch, dass Kriminelle ihr Bargeld sehr oft außerhalb des regulären Finanzsystems horteten, würden solche Noten dem liquiden Geldsystem entzogen. (weiterlesen…)
Edelmetalle bieten Schutz unter deflationären wie inflationären Bedingungen
Die Nachfrage nach Gold seitens der Investoren sei weiterhin im Aufwind, sage der Goldexperte der Ersten Bank, Ronald-Peter Stöferle. Dass Gold nur als sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen werde, sehe er zwiespältig, berichtete DiePresse.com am 23.06.2010:
Der Aspekt, dass Gold eine exzellente Depot-Versicherung mit jahrtausendelanger Geschichte sei, werde oft außer Acht gelassen, so Stöferle. Gold sei ein exzellenter Gradmesser für die Qualität von Papiergeld – der Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen schreite voran. (weiterlesen…)
EZB als Käuferin von Staatsanleihen trägt zur Verunsicherung bei
EZB-Chef Jean-Claude Trichet versuche, die Furcht der Bevölkerung vor einer drohenden Inflation zu zerstreuen. „Wir lassen jetzt nicht die Gelddruckmaschinen rotieren. Unser Ziel ist Preisstabilität auf mittlere und lange Sicht,“ so Trichet im französischen Fernsehen. Die EZB mische seit dem 10. Mai 2010 als Händler direkt an den Finanzmärkten mit, schrieb Markus Zydra für die sueddeutsche.de am 14.05.2010:
Die Notenbanker kauften die Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten, um deren Kreditkosten niedrig zu halten. (weiterlesen…)
Zinszahlungen in purem Gold neu im Angebot
[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.05.2010] „Subprime-Krise, Bankenpleiten und das Schnüren von Hilfspaketen für in Not geratene EU-Länder könnten die Staatsverschuldung in bislang ungekannte Höhen katapultieren“ – verkündet die Sparda-Bank Hamburg in einer Mitteilung auf ihrer Website vom 28.04.2010:
Allein durch eisernen Sparwillen werde die Verschuldung vermutlich wohl nicht beherrscht werden können – inflationäre Tendenzen würden daher in der Zukunft immer wahrscheinlicher, so die erstaunlich offene, bankenuntypische Einschätzung der Lage und der Zukunftsaussichten. (weiterlesen…)
Ökonom Nouriel Roubini sieht in Griechenland nur die „Spitze des Eisbergs“
Angesichts ausufernder Schulden von Industrieländern warne der Ökonom Nouriel Roubini vor hoher Inflation und Staatspleiten. Heute machten sich die Märkte Sorgen um Griechenland – aber es sei nur die „Spitze des Eisbergs“ bzw. der „Kanarienvogel in der Kohlemine“ einer breiteren Palette an fiskalischen Problemen, so Roubini. (weiterlesen…)
Land erfüllt Maastricht-Kriterien
Estland erwarte nach den Worten von Präsident Toomas Hendrik Ilves die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2011, berichtete das manager magazin in seiner Online-Ausgabe am 09.04.2010:
Ilves verweise auf die wirtschaftlichen Kennzahlen, welche den so genannten Maastricht-Kriterien entsprächen. Sie hätten z.B. 1,7 Prozent Haushaltsdefizit – die Regeln erlaubten ein jährliches Defizit in Höhe von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. (weiterlesen…)
Finanzchef der kommunistischen Partei in Nordkorea drakonisch bestraft
Der frühere Finanzchef der kommunistischen Partei in Nordkorea sei einem Medienbericht zufolge wegen der fehlgeschlagenen Währungsreform in dem Land hingerichtet worden, meldete SPIEGEL ONLINE am 18.03.2010:
Der abgeschottete kommunistische Staat hätte im November 2009 eine Währungsreform durchgeführt, um damit die Inflation und die aufkeimende Marktwirtschaft unter Kontrolle zu bringen. (weiterlesen…)
Ökonomenstreit über inflationäre bzw. deflationäre Bedrohung hält an
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt/Main trage ein ernstes Vermächtnis mit sich herum – die Erinnerung an Jahre in Deutschland, in denen das Geld rapide seinen Wert verlor. An die Superinflation der 1920er-Jahre, als man Reichsmarkbündel bloß noch auf die Waage gelegt hätte, statt sie zu zählen. An die nationalen Traumata von 1923 und 1948, als sich unser Geld „in Luft“ aufgelöst hätte, schrieb die ZEIT ONLINE am 15.03.2010:
Die Bundesbank, jahrzehntelang die Wächterin über die D-Mark und heute die konservativste Stimme im Kreis der Euro-Aufseher, verstehe in diesem Punkt keinen Spaß. (weiterlesen…)
Hedgefonds-Manager James Chanos: Tausendmal Dubai wäre die Folge
Noch wiegelten die Behörden ab – der Preisschub im Februar 2010 sei auf das chinesische Neujahrsfest und den schweren Schneefall zurückzuführen, so ein Sprecher des Nationalen Statistikbüros. Die Behörde habe auf besorgte Nachfragen reagiert, wonach die chinesische Inflation im Februar 2010 mit 2,7 Prozent auf ein 16-Monatshoch gestiegen sei, berichtete SPIEGEL ONLINE am 11.03.2010:
Doch wirklich ausräumen habe der Sprecher die Sorgen nicht konnen. Denn auch in diesem Monat hätten sich erneut die Immobilienpreise als Preistreiber erwiesen – trotz der Bemühungen der chinesischen Regierung, den Boom abzukühlen.
Schon seit längerer Zeit warnten Experten vor einem Platzen der Immobilienblase. Der Hedgefonds-Manager James Chanos, der lange vor der Wall Street den groß angelegten Betrug bei der Pleitefirma Enron erkannt hätte, sehe die Volksrepublik kurz vor dem Abgrund (weiterlesen…)