Klares Ergebnis bei Referendum über Entschädigungszahlungen an Großbritannien und die Niederlande
Eindeutiges Votum gegen die Politik – die Isländer hätten in einem Referendum Entschädigungszahlungen an Großbritannien und die Niederlande abgelehnt, berichtete SPIEGEL ONLINE am 07.03.2010:
Nach Auszählung der Hälfte der Stimmzettel votierten 93,6 Prozent der Wähler gegen das Gesetz, nur 1,6 Prozent stimmten dafür.
Die isländische Regierung habe erklärt, dass sie den Sieg des „Nein“-Lagers anerkenne. (weiterlesen…)
Niederlande und Großbritannien machen Isländer für 3,8 Milliarden Euro haftbar
Das Volk lasse sich nicht mehr ruhig stellen – die Isländer seien wütend. Viele hätten durch die Finanzkrise Hab und Gut verloren, berichtete SPIEGEL ONLINE am 06.03.2010:
Das Icesave-Gesetz sei ein mühsam verhandeltes Abkommen zwischen Island, den Niederlanden und Großbritannien. Es mache die ohnehin stark gebeutelten Bürger haftbar für 3,8 Milliarden Euro, die verantwortungslose isländische Bankiers arglosen Sparern im Ausland abgenommen hätten. (weiterlesen…)
Demonstrationen vor dem Haus des Präsidenten
Der Streit um die milliardenschwere Entschädigung ausländischer Kunden der isländischen Pleite-Bank “Icesave” gehe in eine neue Runde. Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímsson habe das Inkrafttreten eines Gesetzes zur Erstattung von 3,8 Milliarden Euro an die Niederlande und Großbritannien verhindert und wolle nun das Volk darüber entscheiden lassen – die Regierungen in Amsterdam und London hätten empört reagiert, berichtete der stern.de am 05.01.2010:
Auf der Grundlage der Verfassung habe er entschieden, das Gesetz nicht zu ratifizieren und es stattdessen (weiterlesen…)
Präsident Ólafur Ragnar Grímsson verweigert Ratifizierung für Entschädigung
Bürger hafteten für ihre Banken. Dass für die Kosten der Weltfinanzkrise nicht diejenigen aufkämen, die sich jahrelang eine Goldene Nase verdient hätten, sondern die Allgemeinheit, sei ein weltweiter Skandal. Aber nirgends werde er derzeit so spürbar wie in Island. Rund 3,8 Milliarden Euro Entschädigungszahlungen – das seien fast 40 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts – solle der Inselstaat an ausländische Sparer der pleite gegangenen “Icesave”-Bank leisten, berichtete weser-ems.business-on.de am 01.01.2010:
Damit würde sich die Pro-Kopf-Verschuldung der rund 300.000 Isländer auf einen Schlag um rund 13.000 Euro erhöhen. (weiterlesen…)
Bürger müssen die Folgen des Zusammenbruchs der Banken tragen
Das isländische Parlament habe der Rückzahlung von 5,65 Milliarden Schweizer Franken an Grossbritannien und die Niederlande zugestimmt. Die Entscheidung sei knapp ausgefallen und hätte, wäre sie nicht zustande gekommen, zum Ende der Koalition geführt, berichtete die BaslerZeitung in ihrer Online-Ausgabe am 31.12.2009:
Das entsprechende Gesetz sehe in den kommenden 14 Jahren die schrittweise Zahlung der Milliardensumme an die Hauptgläubiger Grossbritannien und die Niederlande vor. (weiterlesen…)