2. Dezember 2011

Immobilienkredite: Oft zu hohe Vorfälligkeitsentschädigungen bei Kündigung

Laut verbraucherzentrale Hamburg Differenzen in drei von zehn Fällen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.12.2011] Das Amtsgericht Laufen hat nach Klage der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) am 8. November 2011 entschieden, dass die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG einem ehemaligen Kunden 4.228,42 Euro erstatten muss, die das Geldinstitut bei der vorzeitigen Ablösung eines Immobilienkredits als Vorfälligkeitsentschädigung einbehalten hatte.
Der betroffene Verbraucher hatte sich an die vzhh gewandt. Die überprüfte die von der Bank errechnete Vorfälligkeitsentschädigung und kam zu dem Ergebnis, dass diese um mehr als 4.000 Euro überhöht gewesen sei. Der Kunde suchte mit diesem Ergebnis dann Hilfe bei dem Ombudsmann der Volksbanken, der die falsche Bankberechnung jedoch zum Nachteil des Verbrauchers für richtig erachtet habe. (more…)

11. November 2011

Verlustgeschäft für Verbraucher: Gekündigte Lebens- und Rentenversicherungen

Verbraucherzentrale geht von bis zu 160 Milliarden Euro Verlust für die Verbraucher aus

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 11.11.2011] Durch den Abschluss von Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen hätten die Verbraucher in den letzten zehn Jahren bis zu 160 Milliarden Euro Verlust erlitten, meldet die verbraucherzentrale Hamburg (vzhh):
Dies ergebe sich aus einer Studie von Professor Andreas Oehler von der Universität Bamberg, die am 11. November 2011 von der vzhh vorgestellt wurde. Grundlage der Untersuchung seien 1.115 Fälle gekündigter Verträge von Verbrauchern, die sich in den letzten Jahren Hilfe suchend an die vzhh gewandt hätten. Danach ergebe sich durch die Hochrechnung mit Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft bei einer Stornoquote von sechs Prozent und einen Vergleich mit sicheren Anlageformen ein Schaden von 160 Milliarden Euro zwischen 2001 und 2010, also 16 Milliarden Euro im Jahr.
Nach den Erkenntnissen der vzhh seien bei den auf Jahrzehnte angelegten Verträgen Abbrüche aufgrund falscher Beratung, wegen Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit, Existenzgründung, Immobilienerwerb oder der Erkenntnis, dass ein schlechter Vertrag unterschrieben wurde, die Regel und nicht die Ausnahme. (more…)

2. November 2011

Richtig versichert: Neuer Ratgeber für sinnvollen Versicherungsschutz

Viele Versicherte wiegen sich in falscher Sicherheit, denn viel Geld fließt in unnötige oder überteuerte Policen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.11.2011] Mehr als 2.000 Euro gibt jeder Deutsche – vom Baby bis zum Greis – pro Jahr für private Versicherungen aus. Doch viele Versicherte wiegen sich in falscher Sicherheit, denn viel Geld fließt in unnötige oder überteuerte Policen, während existenzielle Risiken häufig nicht ausreichend abgedeckt werden. Den Weg zum passenden Versicherungsschutz soll nun der Ratgeber „Richtig versichert“ der verbraucherzentrale Hamburg ebnen:
Von der Vorsorge fürs Alter, der Gesundheit, von Schutz im Fall von Invalidität und Tod über Sachversicherungen rund um Haus und Auto bis hin zu Rechtsschutz- und Reiseversicherungen werden auf 200 Seiten sämtliche (more…)

26. Oktober 2011

Was tun, wenn jemand stirbt: Orientierungshilfe im Todesfall

Ratgeber bei der verbraucherzentrale Hamburg erhältlich

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.10.2011] Wenn eine vertraute Person stirbt, gesellt sich zum Schmerz über den Verlust für die Hinterbliebenen die Last organisatorischer Aufgaben hinzu – Verwandte, Freunde und Bekannte müssen informiert, Formalitäten erledigt sowie Trauerfeier und Bestattung arrangiert werden. Viele Menschen fühlen sich in dieser seelischen Ausnahmesituation überfordert. Oft wissen Betroffene nicht, dass die meisten Aufgaben an ein Bestattungsunternehmen delegiert werden können. Der aktuelle Ratgeber der Verbraucherzentrale „Was tun, wenn jemand stirbt“ beantwortet die wichtigsten Fragen – wer benachrichtigt werden muss, welche Formen der Bestattung es gibt, welche Fristen zu beachten (more…)

24. Oktober 2011

Landgericht Hamburg verurteilt E.on Hanse Vertrieb GmbH zur Zahlung von 75.314,87 Euro

verbraucherzentrale Hamburg hatte exemplarisch auf Zahlung zu viel gezahlter Beträge geklagt

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 24.10.2011] Das Landgericht Hamburg hat die E.on Hanse Vertrieb GmbH (e.on) zur Zahlung von 75.314,87 Euro an die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) verurteilt:
Die vzhh hatte nach eigenen Angaben die abgetretenen Rückforderungsansprüche von 55 Gaskunden geltend gemacht, die ihre aus Sicht der Verbraucherzentrale überhöhten Gasrechnungen seit 2004 nur unter Vorbehalt gezahlt hatten. Das Urteil, das auf die am 29. Dezember 2009 eingereichte Klage der Verbraucherzentrale zurückgeht, erging am 17. Oktober 2011.
Dies sei ein großer Erfolg für die Verbraucher. Sie erwarteten, dass e.on jetzt nicht in eine aussichtslose Berufung gehe, sondern schnell dem Urteil Folge leisten werde. (more…)

21. Oktober 2011

Auch in zweiter Instanz: Concordia, HDI und Mecklenburgische unterlagen Verbraucherzentrale

Oberlandesgericht Celle wies Berufungen der Unternehmen gegen die Urteile des Landgerichts Hannover zurück

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 21.10.2011] Im Streit um eine Klausel in den Bedingungen ihrer Rechtsschutzversicherungen unterlagen Concordia, HDI und Mecklenburgische der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) am 29. September 2011 in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Celle:
Damit wies das Gericht die Berufungen der Unternehmen gegen die in erster Instanz zu ihrem Nachteil gefällten Urteile des Landgerichts Hannover zurück.
Concordia, HDI und Mecklenburgische sind drei von insgesamt 19 Rechtsschutzversicherern, gegen die die vzhh zurzeit Gerichtsprozesse führt. (more…)

21. September 2011

Clever studieren – mit der richtigen Finanzierung: Aktualisierter Ratgeber zur Studienfinanzierung

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Wie der studentische Haushalt mit Schwarzen Zahlen über den Monat zu bringen ist

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 21.09.2011] Studentinnen und Studenten könnten aufatmen, denn in den meisten Bundesländern gehörten Studiengebühren bald der Vergangenheit an, so die verbraucherzentrale Hamburg (vzhh). Doch auch nach dem Aus für diese „Campus-Maut“ bleibe ein Studium eine kostspielige Angelegenheit. Der aktualisierte Ratgeber „Clever studieren – mit der richtigen Finanzierung“ der Verbraucherzentrale informiert pünktlich zum Semesterstart, wie das Finanzmanagement auf dem Weg zu „Bachelor“ oder „Master“ funktionieren kann:
Für rund 592.000 studierende junge Menschen sei BAföG die wesentliche Säule ihrer Studienfinanzierung. Der Ratgeber soll aufzeigen, wie darüber hinaus Stipendien, Studiendarlehen und einige Sozialleistungen dazu beitragen könnten, den studentischen Haushalt mit Schwarzen Zahlen über den Monat zu bringen. Was beim Jobben zu beachten ist und welche studentischen Vergünstigungen es gibt, wird ebenfalls vorgestellt. (more…)

20. September 2011

Warnung der Verbraucherzentrale: 300 Millionen Euro ehemaliger Allianz-Kunden in Gefahr

Am 31. Dezember 2011 verjähren Ansprüche für Lebens- bzw. Rentenversicherungen, die 2008 gekündigt wurden

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 20.09.2011] Nach einer aktuellen Meldung der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) hat die Allianz nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart zu Vertragsklauseln ihrer Lebens- und Rentenversicherungsverträge Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt:
Für die Begründung der Revision sei dem Unternehmen eine Fristverlängerung bis zum 27. Dezember 2011 gewährt worden. Eine Entscheidung über die Rechtskraft des Stuttgarter Urteils sei also erst 2012 zu erwarten. Aufgrund der neu gesetzten Frist sei nun eine Rückzahlungssumme von rund 300 Millionen Euro wegen zu geringer Rückkaufwerte und zu Unrecht einbehaltener Stornokosten in Gefahr, warnt die vzhh, denn zum 31. Dezember 2011 verjährten Ansprüche für Lebens- bzw. Rentenversicherungen, die im Jahr 2008 von Verbrauchern gekündigt wurden.
Die Strategie der Allianz gegenüber ihren ehemaligen Kunden sei ganz offensichtlich zu mauern, abzublocken, Zeit zu schinden, so vzhh-Rechtsexpertin Edda Castelló. (more…)

12. September 2011

Bei Werbung für Smartphones muss deutlich auf Kosten des abzuschließenden Vertrages hingewiesen werden

verbraucherzentrale Hamburg klagte gegen Telekom Shop wegen unleserlicher Angaben

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 12.09.2011] Die Telekom Shop Vertriebsgesellschaft, eine Tochter der Deutschen Telekom, darf nicht für Smartphones mit einem Preis werben, ohne zugleich deutlich auf die Kosten eines zusätzlich abzuschließenden Vertrages hinzuweisen:
Das entschied das Landgericht Bonn nach Klage der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh). Diese hatte das Angebot eines Smartphones einer bekannten Marke für 49,95 Euro bemängelt, denn im Kleingedruckten versteckte sich die Preisangabe für einen Netzkarten-Vertrag, der beim Kauf abgeschlossen werden musste. Das Kleingedruckte sei nach Ansicht der vzhh jedoch so klein, dass die Zusatzkosten nicht einmal mit einer Lupe zu entziffern sei – zudem in dunkler Schrift auf dunklem Hintergrund in einer großen deutschen Tageszeitung gedruckt.
Die vzhh hatte den Telekom Shop zunächst abgemahnt und verlangt, künftig die Preise deutlicher anzugeben. (more…)

12. Juli 2011

Verbraucherzentrale: Aus 19 Verfahren gegen Rechtsschutzversicherer bisher 13 positive Urteile

Intransparente und benachteiligende Klausel in Verträgen über Rechtsschutzversicherungen moniert

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 12.07.2011] Fast alle Prozesse, die die Verbraucherzentrale gegen Rechtsschutzversicherer eingeleitet hat, wurden in der ersten Instanz gewonnen:
Aus 19 Verfahren liegen jetzt 13 positive Urteile vor, nur das Landgericht Mannheim entschied zu Gunsten des Versicherers. Vier Verfahren sind noch nicht entschieden, bei zweien davon hat das Gericht in der Verhandlung zu erkennen gegeben, dass es der Auffassung der Verbraucherzentrale folgen werde, eines wurde aus formalen Gründen beendet.
Es geht um eine intransparente und benachteiligende Klausel in Verträgen über Rechtsschutzversicherungen (§ 17 ARB). (more…)

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