17. März 2010

Griechenland, Großbritannien und USA nehmen gerne Spenden in den Haushalt auf

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — dp @ 21:08

In Deutschland bleibt bisher nur „Bundeswertpapiere“ zu kaufen

Giorgos Papakonstantinou rufe seine Landsleute neuerdings zu Spenden auf, um auf diese Weise das ausufernde Staatsdefizit zu verringern. Dazu habe er bei der Zentralbank ein Spendenkonto einrichten lassen, genannt „Solidaritätskonto für die Rückzahlung der öffentlichen Schulden“. Seit einigen Tagen könnten die Bürger hierüber ihrem Staat Geld spenden, um ihn vor dem endgültigen Bankrott zu bewahren, schrieb Frank Stocker für die WELT ONLINE am 17.03.2010:
Das Geld könne per Überweisung oder aber auch in bar bei einer der Zweigstellen der griechischen Zentralbank eingezahlt werden. (weiterlesen…)

11. März 2010

Staatsverschuldung: Sechs Wege zum Ausbrechen aus dem Teufelskreis

Ständige Neuverschuldung kann immer teurer werden

An der Wortwahl erkenne man den Ernst der Lage – es sehe es aus, als hätte die Wirtschaft gerade den Dritten Weltkrieg durchgemacht, schrieben die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley in einer Studie. Dabei spielten sie nicht auf Griechenland an, das sich laut seinem Regierungschef Giorgos Papandreou gerade in einer „Kriegssituation“ befinde. Gemeint seien die USA, berichtete die Capital-Online-Ausgabe am 09.03.2010:
Nur einmal in der Geschichte der führenden Wirtschaftsmacht sei die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als heute gewesen – nach dem Zweiten Weltkrieg. (weiterlesen…)

8. März 2010

Europäischer Währungsfonds: Finanzierung und Rechtsgrundlage ungeklärt

EWF-Einrichtung für Griechenland wohl zu spät

Die Europäer drückten beim Europäischen Währungsfonds (EWF) aufs Tempo. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn wolle seinen 26 Kollegen bereits am 9. März 2010 in Straßburg über die Pläne für eine solche Institution nach Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) berichten. Bis spätestens Ende Juni 2010 wolle der finnische Kommissar einen Vorschlag auf den Tisch legen. Es gehe darum, die Lehren aus der Rekordverschuldung Griechenlands zu ziehen.
Ein Europäischer Währungsfonds käme aber nicht nur für Griechenland zu spät. Auch Ökonomen hätten grundsätzliche Vorbehalte gegen das Instrument. (weiterlesen…)

Griechenlands Notenbankchef setzt auf Rettung des Landes aus eigener Kraft

Distanz zu EU-Finanzhilfe und zum geplanten Europäischen Währungsfonds

Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou werbe bei Europas führenden Politikern um Unterstützung. Dabei gehe es ihm nicht um Geld, sondern um politische Hilfe, versichere er. Sollte sich die finanzielle Krise seines Landes verschärfen, könnten die Europäer aber einspringen. Das sei jedoch gar nicht notwendig, versichere nun der Notenbankchef Georgios Provopoulos. Sein Land werde sich auch ohne Hilfen aus dem Ausland wieder erholen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 08.03.2010:
Die Regierung habe mit den nun vorgelegten Sparplänen bewiesen, dass sie zu „mutigen Schritten“ bereit sei, so Provopoulos zur Financial Times Deutschland. (weiterlesen…)

7. März 2010

Bundesrepublik Deutschland macht sich für Europäischen Währungsfonds stark

EU-Stabilitätspakt hat in der Schuldenkrise versagt

Die Bundesregierung Deutschland arbeite an einem Währungsfonds für den Euro-Raum. Für die innere Statik der Euro-Zone bräuchten wir eine Institution, die über die „Erfahrungen des IWF und über analoge Durchgriffsbefugnisse“ verfüge, so Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) der Welt am Sonntag. Nach FTD-Informationen seien die Überlegungen im Finanzministerium bereits weit gediehen. Schäuble wolle sie jedoch noch mit der französischen Regierung abstimmen, um sie auf europäischer Ebene leichter durchsetzen zu können, meldete die FTD.de am 07.03.2010:
Laut Informationen aus EU-Kreisen könnten schon in der nächsten Woche erste Vorentscheidungen fallen. (weiterlesen…)

6. März 2010

Spekulative Instrumentalisierung von Credit Default Swaps verschärft Finanzkrise

„Käuferstreik“ bei Griechenland-Anleihen befürchtet, wenn sich Kreditausfallversicherungen verteuern

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe nach SPIEGEL-Informationen deutliche Hinweise darauf, dass Spekulanten in jüngster Zeit verstärkt gegen Griechenland vorgingen. Im Februar 2010 hätten Anleger Kreditausfallversicherungen für griechische Anleihen im Wert von 85 Milliarden US-Dollar gehalten – doppelt so viel wie noch ein Jahr zuvor, berichtete SPIEGEL ONLINE am 06.03.2010:
Diese sogenannten Credit Default Swaps (CDS) könnten sich für die Geldbeschaffung der griechischen Regierung, aber auch für den Zusammenhalt der Währungsunion zu einem echten Problem auswachsen, warnten die Bankenaufseher. (weiterlesen…)

5. März 2010

Direkte Finanzhilfe Deutschlands für Griechenland ein Fall für das Bundesverfassungsgericht

Warnung vor Verletzung des Vertrags von Maastricht

Alle Welt glaube, Bundeskanzlerin Angela Merkel scheue sich wegen der bevorstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Griechenland klare Zusagen für Finanzhilfe zu gewähren. Doch die Regierungschefin stehe bei ihrer Entscheidung für oder gegen Geld für die Griechen vor einem viel grundlegenderen Dilemma, berichtete die WELT ONLINE am 05.03.2010:
Lasse die Bundesrepublik dem Ägäis-Staat direkte finanzielle Unterstützung zukommen, verletze sie möglicherweise den Vertrag von Maastricht, der solche Transfers ausschließe. (weiterlesen…)

4. März 2010

Hans-Werner Sinn empfiehlt Griechenlands Verlassen der Euro-Zone

Zugleich Hilfe durch den IWF angesichts der drohenden Insolvenz angemahnt

Der Chef des renommierten Münchener ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, glaube nicht an eine Lösung der Schuldenkrise Griechenlands innerhalb der Euro-Zone, berichtete die WELT ONLINE am 04.03.2010:
Da das Land auf Dauer nicht in der Lage sein werde, sein Leistungsbilanzdefizit über die Finanzmärkte zu refinanzieren, bleibe nur die Möglichkeit ihnen das Geld zu schenken. (weiterlesen…)

3. März 2010

Großbritannien: Inflation keine Lösung zur Entschuldung

Explodierende Staatsfinanzen während des Wirtschaftsbooms rächen sich

Das Britische Pfund stehe unter Druck, weil die Finanzmärkte sich große Sorgen um die explodierenden Staatsfinanzen Großbritanniens machten. Die Ursache dafür sehe Professor Clemens Fuest in einer unvergleichlichen Erhöhung der Ausgaben seit Ende der 1990er-Jahre. Die Briten müssten nun ein einmaliges Sparprogramm auflegen, sage Fuest in einem Gespräch mit Anja Ettel und Martin Greive für die WELT ONLINE, publiziert am 03.03.2010:
Der Großteil der Briten mache sich Sorgen um den Euroraum. Denn wenn er in wirtschaftliche Turbulenzen gerate, treffe dies auch Großbritannien sehr stark. (weiterlesen…)

2. März 2010

Griechenlands Ministerpräsident: Kampf um das nationale Überleben

Abgelegt unter: Aktuelles — Tags:, , , , , — cp @ 23:51

Papandreou stimmt Griechen auf schmerzhafte Opfer ein

Kurz vor der Verkündung neuer Sparmaßnahmen habe der griechische Ministerpräsident, Giorgos Papandreou, ein dramatisches Bild der Lage gezeichnet. Seinem Land drohe der Bankrott, es befinde sich in einer „Kriegssituation“, so Papandreou. Griechenland müsse den „Alptraum“ des Bankrotts, in dem der Staat weder Gehälter noch Renten zahlen könne, vermeiden; daher müsse jede nötige Entscheidung getroffen werden, „egal, wie schwierig“ sie sei. Worin die zusätzlichen Maßnahmen bestehen sollten, habe Papandreou nicht gesagt, berichtete N24 am 02.03.2010:
Griechischen Medienberichten zufolge könnte es sich um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, höhere Abgaben auf Alkohol, Tabak, Treibstoffe und Luxusgüter sowie weitere Gehaltskürzungen im Öffentlichen Dienst handeln.
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