24. Juni 2010

Griechenland: Risikoprämie und Rendite von Staatsanleihen auf dem Stand vor dem Rettungspaket

Wachsende Risikoaversion der Anleger nährt Misstrauen

Das Misstrauen der Investoren gegenüber Griechenland nehme wieder zu. Der Risikoaufschlag, den Anleger dafür verlangten, dass sie zehnjährige griechische Staatsanleihen hielten statt entsprechender Bundespapiere, sei laut dem Datendienstleister Bloomberg auf 784 Basispunkte geklettert, meldete die FTD.de am 24.06.2010:
Die Rendite zehnjähriger Anleihen sei wieder über die Zehn-Prozent-Marke gestiegen – auf zuletzt 10,45 Prozent. Risikoprämie und Rendite seien damit wieder so hoch wie vor sieben Wochen – bevor die EU und der Internationale Währungsfonds ein bis zu 750 Milliarden Euro schweres „Rettungspaket“ für den Euro geschnürt hätten und die Europäische Zentralbank begonnen habe, besicherte Anleihen aufzukaufen. (weiterlesen…)

16. Juni 2010

Chef des weltweit größten Devisen-Hedge-Fonds gibt Euro verloren

Politiker hätten von Wirtschaft keine Ahnung und wollten von ihren eigenen Fehlern ablenken

In einem Interview mit Capital (Heft 07/2010) habe John Taylor, Chef des weltweit größten Devisen-Hedge-Fonds, gesagt, es sei „eine Illusion“ zu glauben, dass sich Griechenland aus dem Abwärts-Sog befreien könnte, berichtete die Online-Ausgabe am 16.06.2010:
Die Griechen hätten die Sparmaßnahmen nur verkündet, weil sie sonst die dringend benötigten Kredite von den Ländern der Euro-Zone und dem IWF nicht bekommen hätten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) kritisiere Taylor dafür, dass diese massiv griechische Staatsanleihen aufkaufe. (weiterlesen…)

13. Juni 2010

Griechenland: Implizite Staatsverschuldung bei 717 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Finanzwissenschaftler analysierte Zukunftslasten im Sozialsystem und Beamtenapparat

Das wahre Ausmaß der griechischen Staatsverschuldung sei weitaus katastrophaler, als bisher bekannt. Wie der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft berechnet habe, komme zu der offiziell ausgewiesenen Schuldenlast des Euro-Mitglieds noch eine gigantische verdeckte Staatsverschuldung hinzu, berichtete Dorothea Siems für WELT ONLINE am 13.06.2010:
Schon die sichtbare Schuldenlast, die aktuell mit 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angegeben werde, liege deutlich über den im EU-Stabilitätspakt als Höchstgrenze angegebenen Wert von 60 Prozent. Um das wahre Ausmaß der Staatsverschuldung darzustellen, habe Raffelhüschen die im Sozialsystem und im Beamtenapparat steckenden Zukunftslasten unter die Lupe genommen. (weiterlesen…)

12. Juni 2010

Deutsche Bank: Stressszenario im Falle einer Pleite Griechenlands präsentiert

Zeitpunkt der Veröffentlichung überraschend – Zurückhaltung aufgegeben

Die Deutsche Bank rechne öffentlich eine Pleite Griechenlands durch, berichtete Nina Luttmer für die FTD.de am 12.06.2010:
In einer Präsentation von Risikovorstand Hugo Bänziger habe die Bank gezeigt, welche Auswirkungen eine Griechenland-Insolvenz auf die Märkte und die Bank hätte.
Anhand der Ampelfarben habe Bänziger verdeutlicht, welche Risiken auf die Deutsche Bank zukommen könnten. (weiterlesen…)

Griechenland: Die richtige Krise hat gerade erst begonnen

Konsum macht 70 Prozent der griechischen Wirtschaft aus

Schiffsbauer der griechischen Hafenstadt Piräus hofften am Morgen auf Arbeit und versammelten sich auf einer Reparaturwerft vor einer Wellblechhütte, in der die Gewerkschaft über neue Jobs informiere. Doch Gewerkschaftsführer Makis K., seit über drei Jahrzehnten als Schweißer auf der Werft, könne nur ganz wenige Aushilfsjobs für den nächsten Tag verteilen. Auch seine Familie müsse kämpfen. 2009 hätte er nur 23 Tage Arbeit gehabt – Kreditraten habe er seit Monaten nicht mehr bezahlt; die Bank habe ihn vor Kurzem gewarnt, dass sie das Haus beschlagnahmen könnte. Auch ohne Arbeit verbringe K. oft den ganzen Tag auf der Werft, berichtete Florian Hassel für die WELT ONLINE am 12.06.2010:
Zu Hause redeten sie die ganze Zeit über die „immer gleichen Probleme“ – in seinem Bekanntenkreis seien im vergangenen Jahr vier Familien zerbrochen. Ein Drittel seiner Freunde – Facharbeiter, Handwerker, Ingenieure – habe keine Arbeit und hohe Schulden. (weiterlesen…)

10. Juni 2010

Euro-Zone stellt sich auf finanzielle Nothilfe für Spanien ein

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Von der Pleite bedrohte spanische Sparkassen und Banken sollen ggf. gestützt werden

Die Euro-Staaten stellten sich auf finanzielle Nothilfe für Spanien ein, meldete die FTD.de am 10.06.2010;
Wenn sich die Probleme im Bankensektor des Landes verschärften, solle der iberische Staat nach Informationen der FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND Kredite aus dem 750 Milliarden Euro schweren „Rettungsschirm“ von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) erhalten. (weiterlesen…)

6. Juni 2010

Hilfe für Griechenland: IWF-Finanzierungsengpass befürchtet

Menge der „Sonderziehungsrechte“ muss wohl vervielfacht werden

Der Chef des Lenkungsausschusses des Internationalen Währungsfonds (IWF), Jussef Butros-Ghali, befürchte einen Finanzierungsengpass. Die milliardenschweren Hilfen für Griechenland hätten ein Loch in den IWF-Haushalt gerissen, berichtete die RP.ONLINE am 04.06.2010:
Die Europäische Union und der IWF hätten ein beispielloses „Notfallpaket“ von bis zu 750 Milliarden Euro beschlossen, um den Euro zu sichern. (weiterlesen…)

1. Juni 2010

Herkules-Plan für Griechenland: Wirtschaft muss sich neu erfinden

Eine Art „Marshallplan“ erforderlich – nach genauer Analyse der Stärken und Schwächen

Wenn es um Kredite gehe, fragten sich Europas Steuerzahler angesichts der Griechenland-Krise voller Sorge, ob sie das Geld wieder bekämen oder es in ein gigantisches „Fass ohne Boden“ fließe. Jorgo Chatzimarkakis schrieb für die ZEIT ONLINE am 27.05.2010, woran es mangele und was vorhanden sei:
Politisch bedeute das erstens, die Mängel sichtbar zu machen und, wo es gehe, zu beseitigen. Zweitens müsse die griechische Wirtschaft funktionieren und kräftig wachsen, damit die 110 Milliarden Euro an Krediten der Euro-Länder und des Internationalen Währungsfonds, deren erste Tranche jüngst überwiesen worden sei, zu gegebener Zeit tatsächlich wieder zurückflössen.
Dafür aber brauche Griechenland einen nationalen Aktionsplan, ähnlich dem legendären Marshallplan, der vor rund 60 Jahren besonders Deutschland den wirtschaftlichen Neubeginn ermöglicht hätte. (weiterlesen…)

9. Mai 2010

Euro-Zone: Sorge vor unkontrollierbarem Schulden-Domino

Abgelegt unter: Aktuelles — Tags:, , , , , — cp @ 21:00

Auch drohende Inflation innerhalb Europas als Gefahr gesehen

Unter Wirtschaftsexperten grassiere die Angst vor einem weiteren Einbruch des Euro. Grund dafür seien die Sorgen vor einem unkontrollierbaren „Schulden-Domino“ in Europa. Doch Ökonomen sorge nicht nur ein sinkender Wert des Euro im Ausland, sondern auch die drohende Inflation innerhalb Europas, berichtete n-tv.de am 09.05.201:
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, rechne mit einer weiteren Abschwächung des Euro – wir würden bald 1,20 gegenüber dem US-Dollar sehen und ein weiterer Rückgang in Richtung Parität sei durchaus möglich. (weiterlesen…)

6. Mai 2010

Symbolpolitik: Griechenland-Hilfe der Finanzinstitute

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — dp @ 22:36

Zudem ein gutes Geschäft mit positivem PR-Effekt

Griechenland bekomme mehr Zeit, auch von den deutschen Banken. Diese hätten freiwillig zugesagt, die bestehenden Kreditlinien gegenüber Griechenland und griechischen Banken aufrechtzuerhalten. Anleihen hätten eine bestimmte Laufzeit, nach deren Ablauf der Schuldner, in diesem Fall Griechenland, den Kredit zurückzahlen müsse. Die Banken wollten diese Frist für bestehende Anleihen „nach aller Möglichkeit“ bis 2012 verlängern, um die Märkte zu beruhigen. Viel mehr als Symbolpolitik sei diese Zusage nicht, kommentierte Marcus Gatzke für die ZEIT ONLINE am 04.05.2010:
Ein Risiko gingen die Institute mit ihrem Versprechen nicht ein. (weiterlesen…)

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