29. Februar 2012

Kreditpaket für Griechenland besser gleich zur Abfederung der Austrittsfolgen nutzen

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Familienunternehmer raten zur Sanierung Griechenlands außerhalb der Euro-Zone

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 29.02.2012] Die Option eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone müsse auf jeden Fall offen gehalten werden, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme vom DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V., der nach der jüngsten Zustimmung des Bundestages zu Hilfen für Griechenland fordert, die Gelder nur sukzessive und unter ständiger Überprüfung des prinzipiellen Sanierungsweges zu überweisen.
Die Hilfen wären indes am besten angelegt, wenn sie gleich für einen Neuanfang nach dem Austritt genutzt würden – das habe auch Bundesinnenminister Friedrich richtig dargestellt. (more…)

25. Juli 2011

Euro-Zone: Einer muss nun gehen

Prof. Dr. Wilhelm Hankel benennt in seinem „Offenen Appell an Helmut Schmidt“ schonungslos die zwei Handlungsmöglichkeiten

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 25.07.2011] Prof. Dr. Wilhelm Hankel hat in seinem „Offenen Appell an Helmut Schmidt“ vom 24. Juli 2011 abermals auf die Kernprobleme der Euro-Krise hingewiesen:
Die Währungsgarantie der Europäischen Währungsunion (EWU) sorgt dafür, dass ein Euro immer ein Euro ist, gleich ob dieser von einem „Pleite-Kandidaten“ oder von einem „disziplinierten Währungspartner“ stammt. Dadurch wurden eben jene „Pleite-Kandidaten“ ohne geringstes Zutun, was sie zuvor niemals waren – nämlich international kreditwürdige Länder.

Foto: Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Foto: Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Wiederherstellung der Kredittragfähigkeit nur durch eine verlässlich-stabile, von allen Gläubigern akzeptierte Währung

Die aktuelle Garantie indes stelle nun nicht die Kredittragfähigkeit dieser Schuldenstaaten wieder her, sondern zerstöre jene der Sanierer, warnt Prof. Hankel eindringlich – die Rettungskosten würden auf Steuerzahler, Sparer und Rentner in den noch leidlich intakten Euro-Ländern abgewälzt.
Europa könne sich aber nicht durch „Reparaturen an seiner Schuldenmaschine“ – dem Euro – retten. (more…)

15. Juli 2011

Prof. Dr. Wilhelm Hankel: Euro-Rettung unter dem Verdacht des Verfassungsbruchs

Jetzt wäre „Unruhe allererste Bürgerpflicht“ – denn es geht um die Einkommen aller Bürger „nach Steuerabzug“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 15.07.2011] Prof. Dr. Wilhelm Hankel ist ein Mann der deutlichen Worte – ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprenge, Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa unbegrenzt festschreibe, seine Mitbürger um den Gegenwert ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prelle, weil europäische Pleitestaaten die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus der EU „ersetzen“ könnten, und diese Generation und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken belaste, wäre in jedem anderen Land politisch ein toter Mann. Wollte Angela Merkel wirklich Schaden vom deutschen Volk abwehren, was sie ja wie auch die Bundesminister geschworen hat, und ihr Überleben im Amt sichern, müsste die Bundeskanzlerin diesen Minister jetzt entlassen, so Prof. Hankel.
Denn nach dem Spruch aus Karlsruhe, wie immer er ausfällt, sei es zu spät, dann hafte auch sie für einen Minister, der mit Starrsinn, Unbelehrbarkeit oder mangelnder Fachkompetenz – man könne sich den Grund aussuchen – sie und ihr Kabinett ins politische Aus manövriert habe.
Prof. Hankel beschreibt die Szene am 5. Juli 2011 in Karlsruhe als ebenso „gespenstisch wie politisch explosiv“. Während das höchste deutsche Gericht in Person des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts erklärt habe, es wolle die Hunderte von Milliarden kostende Rettung der Euro-Währung rein rechtlich „unter Ausschluss ökonomischer Argumente“ behandeln, habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seinen Aktionismus in dieser Sache damit gerechtfertigt, dass man im Mai 2010 vor der „Notsituation“ gestanden hätte, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren zu müssen (more…)

26. September 2010

Von den Medien weitgehend unbeachtet: Euro-Aktionskonferenz in Berlin am 25. September 2010

Vortragsveranstaltung mit Wirtschafts- und Währungsexperten in einer Industrieruine

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.09.2010] Eine Gruppe renommierter Wirtschafts- und Währungsexperten traf sich am 25. September 2010 im Rahmen der „Aktionskonferenz: Der Euro vor dem Zusammenbruch“ in Berlin:
Gar mit weiterem Aufruhr rechnet Nigel Farage von der „UK’s Independent Party“, denn das Problem, welches die Euro-Zone erschütterte, sei bisher keineswegs gelöst. Möglicherweise sei die Lage in Portugal noch schlimmer als in Griechenland. Nur weil wir einen relativ ruhigen Sommer 2010 gehabt hätten, möge niemand glauben, es sei schon überstanden.
Dr. Wilhelm Hankel, Kläger gegen das Griechenland-Bail-out vor dem Bundesverfassungsgericht, sieht in der Hilfe für das hochverschuldete Land eine klare Verletzung des Vertragswerks der Europäischen Union. (more…)

4. Mai 2010

Milliarden-Kredite für Griechenland: Der deutsche Steuerzahler soll das Risiko tragen

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Bund der Steuerzahler nennt unterbliebenen Forderungsverzicht der Gläubiger „skandalös“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 03.05.2010] Dass die von der Bundesregierung beschlossenen Griechenland-Hilfen für die deutschen Steuerzahler sehr teuer werden, steht außer Frage. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) nennt es daher „skandalös“, dass die Gläubiger Griechenlands um einen Forderungsverzicht herum kämen:
„Statt die Banken und Versicherungen an den Rettungskosten zu beteiligen, schreibt die Bundesregierung lieber eine heftige Rechnung an die deutschen Steuerzahler.“
Es wäre langfristig besser gewesen, so der BdSt, wenn Griechenland mit Hilfe des IWF Umschuldungsverhandlungen geführt hätte (more…)

23. April 2010

NRW-Wahlkampf: Ekel-Thema Griechenland-Nothilfe

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Ein Kommentar von Dirk Pinnow

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23.04.2010] Wirtschaftsminister Rainer Brüderle beobachte laut SPIEGEL ONLINE die Lage Griechenlands genau, nehme gar die Signale ernst, verfalle aber nicht in „Aktionismus“. EU und IWF würden dann bereitstehen, wenn sich Griechenland nicht mehr selbst helfen könne – als „Ultima Ratio“. Bislang sei diese Situation nicht eingetreten, so Brüderle… Das ist ungefähr so, als ob eines der ältesten Mitglieder der europäischen Familie – durchaus auch durch eigene Fehlbarkeit – betrunken bei einer Pool-Party ins Wasser fällt und die Umstehenden mit dem Schampusglas in der Hand fasziniert zugucken:
Man würde ja schon rettend eingreifen, wenn der Verunglückte dann doch nicht mehr allein schwimmenfähig sei, aber im Moment könne der doch noch kräftig mit den Armen rudern – außerdem müsse die Hilfsaktion konzertiert erfolgen, ein Abstimmungsprozess sei (more…)



 

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