Effekt auf regionale Arbeitslosenstatistik nur kurzfristig positiv
Als FDP-Chef Guido Westerwelle Hartz-IV-Empfänger mit dekadenten Spätrömern verglichen habe, hätte er auch einen richtigen Satz gesagt – jeder, der jung sowie gesund sei und keine Angehörigen zu pflegen habe, müsse „zumutbare Arbeiten annehmen“. Im Prinzip könne die Gesellschaft eine Gegenleistung verlangen – in der Praxis sei dies jedoch schwer umzusetzen, kommentierte Thomas Öchsner für die sueddeutsche.de am 09.07.2010:
Daran könne auch die „Bürgerarbeit“ wenig ändern, die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen einführen wolle. (weiterlesen…)
Erhalt der schwarz-gelben Koalition wichtiger als Zusammenhalt der Gesellschaft
Die „Casinospieler“ der globalisierten Welt hätten ein Gespenst mitten in die Niederungen der reichen Gesellschaften getrieben – die „Neue soziale Ungleichheit“, kommentierte Tissy Bruns für die ZEIT ONLINE am 11.06.2010:
Natürlich sei sie kein Produkt verschwörerischer Aktionen des neuen Kapitalismus. Der habe gar keine lenkenden Köpfe; dafür wären die schneidigen „Herren der Welt“ im Durchschnitt auch zu dumm.
Das „Sparpaket“ verstärke die Ungleichheits-Effekte. Selten hätten die Eigeninteressen des politischen Betriebs so durchsichtig das Handeln einer Regierung geleitet (weiterlesen…)
US-Ökonomen befürworten Abbau der Staatsschulden durch Geldentwertung
Sie zündelten wieder, spielten mit dem Geld der Völker; bislang nur gedanklich, aber demnächst wohl auch faktisch. Die Abkehr vom Paradigma des stabilen Geldes sei offensichtlich, schrieb Henrik Müller für die Rubrik „Müllers Welt“ im manager magazin, erschienen in der Online-Ausgabe am 01.03.2010:
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bringe ein Inflationsziel von vier Prozent ins Gespräch. (weiterlesen…)
Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft üben ätzende Kritik
In einem der schickeren Hotels in Davos wolle der Vorstandschef eines großen deutschen Mischkonzerns mit seiner Meinung nicht hinterm Berg halten und fordere vehement staatliche Grenzen für den Eigenhandel der Geldhäuser. Als einer seiner Tischnachbarn einwende, dass derartige Gesetze einen tiefen Eingriff in die Eigentumsrechte bedeuteten, antworte der Manager spontan, dass der Staat doch überall und völlig zu Recht eingriffe – sei es bei den CO2-Emissionen, der Prostitution oder dem Rauschgifthandel. Viel tiefer gehe es nicht mehr. (weiterlesen…)
Die Antworten auf die Frage, wer durch wen womit wofür belohnt wird, brauchen konstruktive Perspektiven
Mit den Mangergehältern könne etwas nicht stimmen – oder die Idee der Äquivalenz von Arbeitsleistung und Lohn gelte nur bei niedrigen Löhnen. Denn eine einfache Rechnung zeige, dass dann bei den gängigen Vergütungen und Berücksichtigung einer längeren Arbeitszeit die Arbeitsintensität eines Mangers um das fast 200-Fache höher liegen müsste als die eines normalen Arbeitnehmers, schrieb der Cottbuser Philosoph Klaus Kornwachs in seinem “edition-unseld”-Essay auf SPIEGEL ONLINE am 19.11.2009:
Wie stehe es um Altruismus, ohne den eine Gesellschaft nicht stabil bleiben könne? (weiterlesen…)
Das gegenwärtige Doping mit Rekordsummen an Notenbankgeld und Staatsschulden kann nur in einem baldigen Crash enden
Die EZB, davon dürfe man getrost ausgehen, schöpfe weiterhin aus dem Vollen. Sie werde auch in den nächsten Monaten Geld fast zum Nulltarif an die Banken verteilen. Derzeit lieg der fundamentale Zinssatz in Europa bei einem Prozent, in den USA gebe es Geld faktisch kostenlos – Geld im Überfluss, und obendrein verschuldeten sich Staaten noch mit Milliarden für Konjunkturprogramme, kommentierte Wolfgang Kaden auf SPIEGEL ONLINE am 19.11.2009:
Das Ergebnis sei eine Geldschwemme ohnegleichen – und eine immer größer werdende Gefahr einer neuen “Großblase”. (weiterlesen…)
Warnung vor Übergreifen der ökonomische Krise auf Gesellschaft und Politik
Es gelte zu verhindern, dass die ökonomische Krise zu einer Krise der gesellschaftlichen Institutionen und der politischen Ordnung werde, warne SoFFin-Chef Hannes Rehm. Wenn nicht Lehren und Konsequenzen aus der Krise gezogen würden, dann sei dies eine “vertane Krise”, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 02.11.2009:
Rehm habe die staatliche Verantwortung für ein funktionierendes Bankensystem betont – Staat und Bankenaufsicht müssten früher eingreifen können. (weiterlesen…)
13 Thesen des Jesuitenpaters Christoph Wrembek
[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 28.10.2009] Jesuitenpater Christoph Wrembek war von Stefan Lamping und Thomas Walkenmeyer vom “Steinfelder Unternehmerforums” nach Steinfeld eingeladen worden. Am 20. Oktober 2009 hielt er dort den Vortrag (weiterlesen…)
Die Gesellschaft im Umbruch – in der Dimension der Neolithischen Revolution
Der Konsum als Basis der modernen Gesellschaft stehe an einem Scheideweg. Zu diesem Schluss komme der Historiker Wolfgang König vom Fachgebiet Technikgeschichte der TU Berlin im Buch “Kleine Geschichte der Konsumgesellschaft”, berichtete derStandard.at am 17.10.2009:
Schon seit den frühen Hochkulturen gebe es Konsum, der weit über die Deckung von Grundbedürfnissen hinausgehe. (weiterlesen…)
Ein Editorial von Wolfgang Rogalski, Initiator MedienHaus am Finanzplatz Deutschland
[Magazin.am-finanzplatz.de, 10.09.2009] Ich erinnere mich an das Jahr 1993, da wurde der Direktor Z. der Bank mit dem Querbalken im Logo in Berlin verabschiedet. Sein Dezernent Dr. W. war vom gleichen Kaliber – und beide wären heute ein Garant dafür, dass die derzeitige Finanzkrise so nie stattfinden würde!
Was nun unterscheidet diese beiden damaligen Vertreter ihrer Zunft von den heutigen, von Gier zerfressenen Kollegen?
Herr Z. hatte seine Karriere als Lehrling und kleiner “Schalter-Beamter” in “seinem” Unternehmen angefangen und sich – auf Grundlage seiner Kompetenz – immer weiter nach oben gearbeitet. (weiterlesen…)