3. Juni 2013

Parodie der Demokratie: Parteienherrschaft und der ungebremste Irrweg ins Verderben

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — wr @ 20:35

Ein Editorial von mafpd-Herausgeber Wolfgang Rogalski

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 03.06.2013] Die wohl resignierende Einschätzung „If voting changed anything, they’d make it illegal!“ der US-amerikanischen Anarchistin und Friedensaktivistin Emma Goldman, in der freien Übersetzung „Würden Wahlen etwas ändern, so wären sie verboten!“ auch Rosa Luxemburg oder Kurt Tucholsky zugeschrieben, kommt mir dieser Tage wieder in den Sinn, wenn im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 in den Straßen unserer Städte eifrige Aktivisten der sogenannten „Splitterparteien“ um Unterstützungsunterschriften betteln. Gelegentlich lasse ich mich erweichen – auch ohne hinter den Zielen der betreffenden politischen Organisation zu stehen. Ich tue es einerseits aus einer Art Mitgefühl – in Erinnerung an die strapaziöse Sammlung von Unterschriften zur Unterstützung der von mir wiedergegründeten deutschen demokratischen partei (ddp) für die Zulassung zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011 (more…)

29. Februar 2012

Kreditpaket für Griechenland besser gleich zur Abfederung der Austrittsfolgen nutzen

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — dp @ 23:40

Familienunternehmer raten zur Sanierung Griechenlands außerhalb der Euro-Zone

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 29.02.2012] Die Option eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone müsse auf jeden Fall offen gehalten werden, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme vom DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V., der nach der jüngsten Zustimmung des Bundestages zu Hilfen für Griechenland fordert, die Gelder nur sukzessive und unter ständiger Überprüfung des prinzipiellen Sanierungsweges zu überweisen.
Die Hilfen wären indes am besten angelegt, wenn sie gleich für einen Neuanfang nach dem Austritt genutzt würden – das habe auch Bundesinnenminister Friedrich richtig dargestellt. (more…)

25. Juli 2011

Euro-Zone: Einer muss nun gehen

Prof. Dr. Wilhelm Hankel benennt in seinem „Offenen Appell an Helmut Schmidt“ schonungslos die zwei Handlungsmöglichkeiten

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 25.07.2011] Prof. Dr. Wilhelm Hankel hat in seinem „Offenen Appell an Helmut Schmidt“ vom 24. Juli 2011 abermals auf die Kernprobleme der Euro-Krise hingewiesen:
Die Währungsgarantie der Europäischen Währungsunion (EWU) sorgt dafür, dass ein Euro immer ein Euro ist, gleich ob dieser von einem „Pleite-Kandidaten“ oder von einem „disziplinierten Währungspartner“ stammt. Dadurch wurden eben jene „Pleite-Kandidaten“ ohne geringstes Zutun, was sie zuvor niemals waren – nämlich international kreditwürdige Länder.

Foto: Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Foto: Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Wiederherstellung der Kredittragfähigkeit nur durch eine verlässlich-stabile, von allen Gläubigern akzeptierte Währung

Die aktuelle Garantie indes stelle nun nicht die Kredittragfähigkeit dieser Schuldenstaaten wieder her, sondern zerstöre jene der Sanierer, warnt Prof. Hankel eindringlich – die Rettungskosten würden auf Steuerzahler, Sparer und Rentner in den noch leidlich intakten Euro-Ländern abgewälzt.
Europa könne sich aber nicht durch „Reparaturen an seiner Schuldenmaschine“ – dem Euro – retten. (more…)

15. Juli 2011

Prof. Dr. Wilhelm Hankel: Euro-Rettung unter dem Verdacht des Verfassungsbruchs

Jetzt wäre „Unruhe allererste Bürgerpflicht“ – denn es geht um die Einkommen aller Bürger „nach Steuerabzug“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 15.07.2011] Prof. Dr. Wilhelm Hankel ist ein Mann der deutlichen Worte – ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprenge, Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa unbegrenzt festschreibe, seine Mitbürger um den Gegenwert ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prelle, weil europäische Pleitestaaten die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus der EU „ersetzen“ könnten, und diese Generation und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken belaste, wäre in jedem anderen Land politisch ein toter Mann. Wollte Angela Merkel wirklich Schaden vom deutschen Volk abwehren, was sie ja wie auch die Bundesminister geschworen hat, und ihr Überleben im Amt sichern, müsste die Bundeskanzlerin diesen Minister jetzt entlassen, so Prof. Hankel.
Denn nach dem Spruch aus Karlsruhe, wie immer er ausfällt, sei es zu spät, dann hafte auch sie für einen Minister, der mit Starrsinn, Unbelehrbarkeit oder mangelnder Fachkompetenz – man könne sich den Grund aussuchen – sie und ihr Kabinett ins politische Aus manövriert habe.
Prof. Hankel beschreibt die Szene am 5. Juli 2011 in Karlsruhe als ebenso „gespenstisch wie politisch explosiv“. Während das höchste deutsche Gericht in Person des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts erklärt habe, es wolle die Hunderte von Milliarden kostende Rettung der Euro-Währung rein rechtlich „unter Ausschluss ökonomischer Argumente“ behandeln, habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seinen Aktionismus in dieser Sache damit gerechtfertigt, dass man im Mai 2010 vor der „Notsituation“ gestanden hätte, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren zu müssen (more…)

14. Juli 2011

Mehrheit der befragten Finanzleiter der Konzerne erwartet Veränderungen beim Euro

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — cp @ 23:11

Nur zehn Prozent der Finanzexperten zuversichtlich, dass der Euro auch in fünf Jahren noch in seiner heutigen Form existieren wird

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 14.07.2011] Laut einer kürzlich durchführte Befragung internationaler Konzern-Finanzexperten zeige sich ein allgemeiner Mangel an Vertrauen in die Robustheit des Euro:
Von den 607 weltweit Befragten hätten nur zehn Prozent nachdrücklich zugestimmt, dass es in den kommenden fünf Jahren keine Veränderungen geben werde. 36 Prozent seien der Meinung, dass ein oder mehrere Länder mit mehr als 40-prozentiger Wahrscheinlichkeit ausscheiden würden.
Dennoch denke nur ein Prozent, dass die Existenz des Euro bis 2016 völlig beendet sein werde. Die Finanzleiter der Konzerne würden zwar nicht denken, dass der Euro verdammt sei, sagt Katharine Morton, Redaktionsleiterin bei „EuroFinance“, aber es bestehe eine ziemliche Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein Land in den nächsten fünf Jahren aussteigen werde – insofern schienen sie optimistischer zu sein als George Soros. (more…)

30. September 2010

Professor Dr. Wilhelm Hankel: Plädoyer für ein Bretton Woods II

Votum für die Wiedereinrichtung eines „monetären Völkerrechts“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 28.09.2010] Für das Magazin am Finanzplatz Deutschland sprach Dirk Pinnow mit Professor Dr. Wilhelm Hankel kurz nach der „Euro-Aktionskonferenz“ vom 25. September 2010:

1. Euro-Aktionskonferenz“ in Berlin

Nach eigenen Angaben von Jürgen Elsässers „Volksinitiative“ haben sich zu der Veranstaltung „Der Euro vor dem Zusammenbruch – Wege aus der Gefahr“ 670 Besucher eingefunden, um die Ausführungen der Referenten Hankel, Schachtschneider, Farage, Otte, Mross, Most, Eichelburg, Hamer, Blessing und Clauss zum Thema Euro zu verfolgen und mitzudiskutieren. Nach seiner Einschätzung zu dieser Konferenz befragt, zeigte sich Professor Hankel selbst „ermutigt“ – diese Veranstaltung sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung“. (more…)

26. September 2010

Von den Medien weitgehend unbeachtet: Euro-Aktionskonferenz in Berlin am 25. September 2010

Vortragsveranstaltung mit Wirtschafts- und Währungsexperten in einer Industrieruine

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.09.2010] Eine Gruppe renommierter Wirtschafts- und Währungsexperten traf sich am 25. September 2010 im Rahmen der „Aktionskonferenz: Der Euro vor dem Zusammenbruch“ in Berlin:
Gar mit weiterem Aufruhr rechnet Nigel Farage von der „UK’s Independent Party“, denn das Problem, welches die Euro-Zone erschütterte, sei bisher keineswegs gelöst. Möglicherweise sei die Lage in Portugal noch schlimmer als in Griechenland. Nur weil wir einen relativ ruhigen Sommer 2010 gehabt hätten, möge niemand glauben, es sei schon überstanden.
Dr. Wilhelm Hankel, Kläger gegen das Griechenland-Bail-out vor dem Bundesverfassungsgericht, sieht in der Hilfe für das hochverschuldete Land eine klare Verletzung des Vertragswerks der Europäischen Union. (more…)

8. September 2010

14 Nullen – eine afrikanische Lektion aus Simbabwe

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — lk @ 23:46

Reise-Impressionen unseres Gastautors Lutz Krause

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 08.9.2010] Wenn die Deutschen Ihren Sommerurlaub planen, so denkt kaum jemand an solch exotische Destinationen wie Simbabwe im südlichen Teil des afrikanischen Kontinents. Dabei offeriert das ehemalige „Südrhodesien“ neben der für diese Region obligatorischen Tiervielfalt mindestens eine weltbekannte Attraktion – die breitesten Wasserfälle der Erde, die Victoria Falls, bieten dem Betrachter ein gewaltiges Schauspiel. (more…)

3. Juni 2010

Unterhaltung im doppelten Sinne: Brot und Spiele bis zum bitteren Ende

Ein Kommentar von unserem Gastautor Lutz Krause

[Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Gold Silber Kontor GmbH, 02.06.2010] Reisen bildet bekanntlich. Und wer mit offenen Augen in der Welt unterwegs ist, wird durchaus inspiriert vom Gewusel des modernen Stadtmenschen. Mitunter auch verwirrt. So sprang mich neulich in Zürich die Schlagzeile des „Blick am Abend“ an:
„Wir konnten vor Aufregung nicht schlafen.“ Was mag wohl diese Menschen so beunruhigt haben?, schoss es mir durch den Kopf. Die Tatsache, dass sich die Verschuldungsschlinge immer enger um den Hals der so genannten Industrienationen schnürt und eine sanfte Auflösung des Knotens nicht in Sicht ist? Oder etwa, dass wir Europäer den oft zitierten Gürtel unserer Lebensqualität immer enger schnallen sollen, damit die Bankenlobby bloß ihre Zinsen und Zinseszinsen erhält?
Nun, meine Neugierde war geweckt und so las ich weiter, und zwar das Kleingedruckte. Die Aufgeregten waren beileibe nicht schlaflos aus Sorge über unsere ungewisse Zukunft! Nein, es ging lediglich um irgendeinen „Pod“. Sie wissen schon, so ein kleines Technikspielzeug, dass unsere Jugend ständig vor Ihrer Nase trägt. Nennen wir ihn „Umgebungsausblender“, was es wohl am besten trifft. (more…)

4. Mai 2010

Milliarden-Kredite für Griechenland: Der deutsche Steuerzahler soll das Risiko tragen

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — dp @ 08:22

Bund der Steuerzahler nennt unterbliebenen Forderungsverzicht der Gläubiger „skandalös“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 03.05.2010] Dass die von der Bundesregierung beschlossenen Griechenland-Hilfen für die deutschen Steuerzahler sehr teuer werden, steht außer Frage. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) nennt es daher „skandalös“, dass die Gläubiger Griechenlands um einen Forderungsverzicht herum kämen:
„Statt die Banken und Versicherungen an den Rettungskosten zu beteiligen, schreibt die Bundesregierung lieber eine heftige Rechnung an die deutschen Steuerzahler.“
Es wäre langfristig besser gewesen, so der BdSt, wenn Griechenland mit Hilfe des IWF Umschuldungsverhandlungen geführt hätte (more…)



 

Powered by WordPress