9. Mai 2012

Großraum Berlin braucht ein schlüssiges Gesamtkonzept für ein Flughafensystem BER

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — dp @ 23:38

Gedanken von Dipl.-Ing. Dirk Pinnow zur Blamage des neuen Hauptstadt-Flughafens

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 09.05.2012] Sollten nun tatsächlich originär Sicherheitsaspekte zur Verzögerung der Eröffnung des neuen Großflughafens „Willy Brandt“ geführt haben, wäre diese Entscheidung trotz aller wirtschaftlichen Implikationen sogar sehr zu begrüßen, denn die Brandkatastrophe auf dem Düsseldorfer Flughafen von 1996 sollte eine Mahnung sein und bleiben. Dass Großprojekte nicht termingerecht fertig werden, ist ja nichts Besonderes – auch die Eröffnung der Elbphilharmonie Hamburg ist z.B. noch offen… Es geht bei dem neuen, komplett im Land Brandenburg gelegenen Berliner Flughafen um etwas ganz Anderes – bei diesem Projekt wurden und werden eine falsche Standortwahl, ein falsches bzw. fehlendes Luftverkehrskonzept für die Region und der falsche Zeitraum in unglücklicherweise Weise kombiniert!
Nun also Ikarus? Schon die ehemalige Projektbezeichnung „BBI“ war peinlich, denn dieses Buchstabenkürzel ist der IATA-Code der Flughafens von Bhubaneswar an der Ostküste Indiens. (more…)

23. April 2011

Der Kantinenpächter und sein Coup

Eine Märchen zum entspannten Wochenende von Chefredakteur Dirk Pinnow

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23.04.2011] Als vor einigen Jahren in einer Kleinstadt die kommunale Verwal­tung in einen Neubau zog, eröffnete dort im Erdgeschoss auch eine neue, großzügig gestaltete Kantine. Es gelang, als Pächter einen ambitionierten Ga­stronomen zu gewinnen, der aus wenigen guten Zutaten viele gute Speisen zu zaubern verstand. Werktäglich bot er zwei Gerichte an – ein bodenständiges leckeres Stammgericht, bevorzugt aus regionalen Produkten, und ein beachtli­ches Drei-Gänge-Menü, das jedem regulären Restaurant zur Ehre gereicht hätte. „Gesund – schmackhaft – preiswert!“, so das Motto des Pächters.

Da die Gemeinde in einem gewissen Umfang die Kantine subventionierte, hatte sie bestimmt, dass die beiden Gerichte nur an Beschäftigte der Stadtverwal­tung und ggf. noch deren Gäste abgegeben werden dürften. Somit konnten sich die dort Tätigen an zwei Werktagen je Woche einen Vorrat an Essensmarken im Pförtnerbüro besorgen – diese waren unbegrenzt gültig und jeweils mit „Stamm“ bzw. „Menü“ gekennzeichnet.
Der Abgabepreis indes konnte schwanken – moderate Anpassungen nach oben im Zuge der allgemeinen Teuerung im Lande konnten nicht ausgeschlossen werden. Verglichen aber mit den – wenngleich spärlichen – Angeboten zur Mit­tagszeit bei den herkömmlichen Restaurationsbetrieben in dem Städtchen, blieb das Angebot in jedem Fall ausgesprochen günstig. (more…)

23. März 2011

Mittelalterliches Berliner Rathaus: Zeugnisse des städtischen Handelns als Erbe

Chefredakteur Dirk Pinnow zur Synergie aus mittelalterlicher Vergangenheit und Metropolendasein Berlins

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23.03.2011] Bei archäologischen Bodenuntersuchungen im Kontext des Weiterbaus der U-Bahnlinie 5 in Berlin, vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, wurden im Sommer 2010 die Reste des Alten Rathauses wiederentdeckt, darunter Überbleibsel der „Tuchhalle“. Die Gründung dieses Rathausstandortes an der Straßenkreuzung Spandauer Straße und Rathausstraße wird um das Jahr 1270 datiert. Dort fanden Ratssitzungen und Zusammenkünfte der Tuchmacher- und Kaufmannsgilde statt. Noch ist ungeklärt, wie mit diesem historischen Erbe umgegangen werden soll und wie umfangreich die Reste sind. Bedroht werden diese nun durch vermeintliche Entscheidungszwänge der Stadtplanung und des U-Bahn-Baus.
Durch die archäologische Grabungen im Zentrum Berlins ist die mittelalterliche Vergangenheit der Stadt sicht- und potenziell erfahrbar zu Tage getreten – rare Zeugnisse der einst lebendigen Stadtmitte, die nach Ansicht vieler engagierter Persönlichkeiten und Institutionen, die sich im Bürgerforum Historische Mitte Berlin zusammengefunden haben, sichtbar erhalten bleiben sollen. (more…)

27. Februar 2011

Das Bandbreitenmodell als nachhaltiger Gegenentwurf zur wirtschaftspolitischen Selbstzerstörung

Die Revolution frisst ihre Kinder – die Evolution schafft die Lebensgrundlagen kommender Generationen

Gedanken des Chefredakteurs Dirk Pinnow zum Zeitgeschehen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 27.02.2011] Die revolutionäre Erfahrung von 1989/1990 hat uns gelehrt, dass selbst einst monolithisch erscheinende Blöcke und Überzeugungen plötzlich und unerwartet wanken, gar in Auflösung übergehen können. Derweil aber nun ein heißer Sturm der Veränderung über das nördliche Afrika fegt und der dabei aufgewirbelte Staub die noch dezenten Winkelzüge eines globalen geostrategischen Schachspiels verhüllen, Krisenindikatoren nicht als warnendes „Zeichen an der Wand“ gedeutet sowie kürzlich noch als politische Nachwuchshoffnung Gehandelte in ihrer ganzen menschlichen Fehlbarkeit offenbar werden – und damit einer auf Gefälligkeitsnetzwerken basierenden Gesellschaft in Auflösung nur den Spiegel vorhalten –, werden in Deutschland mantraartig Aufschwungsbeschwörungen gemurmelt und mental an einer vergangenen „Wirtschaftswunderherrlichkeit“ festgehalten.
Schon die alten Griechen wussten, dass sich alles im Fluss befindet – „panta rhei“. Diesem philosophischen Grundsatz mussten der Wahn von einem „Tausenjährigen Reich“ ebenso weichen wie die innerdeutsche Mauer, die doch noch „in 50 und auch in 100“ Jahren Bestand haben sollte; und jedweder ideologische Popanz der Gegenwart und Zukunft wird dieses Schicksal in Schande teilen. (more…)

1. November 2010

Volkswirtschaftlicher Erfolg des Informationszeitalters durch Unkultur bedroht

Kafkaesker Abmahn- und Abzockwahn in Deutschland

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 01.10.2010] Dirk Pinnow, u.a. Herausgeber datensicherheit.de, sieht den Erfolg des Informationszeitalters – und damit die volkswirtschaftliche Fortentwicklung im 21. Jahrhundert – in Deutschland durch zwei gegenläufige destruktive Verhaltensmuster akut bedroht:
Die Missachtung der Vermögenseigenschaft virtueller Wertschöpfungen mit erkennbarer Werkhöhe einerseits und den allen Rechtsgrundsätzen einer demokratischen Gesellschaft Hohn sprechenden Abmahn- und Abzockwahn andererseits!
Da es Aufgabe der Regierung in einem freiheitlichen Rechtsstaat sein sollte, die schutzwürdigen Interessen des Schwächeren zu stärken und den Machtwahn des Solventeren, mit juristischen Tricks besser Vertrauten einzudämmen, hat er am 31. Oktober 2010 einen Offenen Brief an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gerichtet.
Es geht darin vor allem darum, mit der Abschaffung der kafkaesken „fliegenden Ge­richtsbarkeit“ und der deutlichen Erhöhung der Qualität der Beweisführung in Abmahnverfahren den Bürgern und Verbrauchern wieder ein Gefühl der funktionierenden Rechtspflege, ja des Rechtsfriedens zurückzugeben, der in unserer Zeit gerade durch die Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche einschließlich der drei eigentlich staatlichen Gewalten aufgekündigt ist. (more…)

30. September 2010

Professor Dr. Wilhelm Hankel: Plädoyer für ein Bretton Woods II

Votum für die Wiedereinrichtung eines „monetären Völkerrechts“

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 28.09.2010] Für das Magazin am Finanzplatz Deutschland sprach Dirk Pinnow mit Professor Dr. Wilhelm Hankel kurz nach der „Euro-Aktionskonferenz“ vom 25. September 2010:

1. Euro-Aktionskonferenz“ in Berlin

Nach eigenen Angaben von Jürgen Elsässers „Volksinitiative“ haben sich zu der Veranstaltung „Der Euro vor dem Zusammenbruch – Wege aus der Gefahr“ 670 Besucher eingefunden, um die Ausführungen der Referenten Hankel, Schachtschneider, Farage, Otte, Mross, Most, Eichelburg, Hamer, Blessing und Clauss zum Thema Euro zu verfolgen und mitzudiskutieren. Nach seiner Einschätzung zu dieser Konferenz befragt, zeigte sich Professor Hankel selbst „ermutigt“ – diese Veranstaltung sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung“. (more…)

25. März 2010

Sylter Neun: Genossenschaftsgründung zur Förderung des Qualitätsjournalismus

Filed under: Aktuelles — Schlagwörter: , , , , , — cp @ 20:56

Zeitalter der Kreativen und ganzheitlich Denken erfordert innovative Strukturen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 25.03.2010] GTIV-Präsident Dirk Pinnow (D.P.) im Gespräch mit Hans-Herbert Holzamer, Inhaber von ‘Holzamer-Medien’ in Gräfelfing, über die Genossenschaftsgründung der (more…)



 

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