Rund 100 Jobcenter könnten in der zweiten Jahreshälfte 2010 finanziell nicht mehr handlungsfähig sein
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warne wegen drohender Sparmaßnahmen vor einer Verschärfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hätte für 900 Millionen Euro eine Etatsperre erlassen – damit stünden 2010 für das „Fördern und Aktivieren“ von Menschen ohne Arbeit statt der geplanten 2,8 Milliarden Euro nur knapp 1,5 Milliarden zur Verfügung, heißt es in einem BA-Papier, aus dem die Frankfurter Rundschau zitiert habe, meldete N24 am 12.03.2010:
Mit dem Abbau von Eingliederungs- und Weiterbildungs-Maßnahmen drohe nach BA-Einschätzung, dass die Zahl der Arbeitslosen und Hartz-IV-Bezieher weiter steige. (weiterlesen…)
Jede Rückforderung kostet 80 Euro – bei Rückforderungen von durchschnittlich etwa 50 Euro
Die Bundesagentur für Arbeit müsse in mehreren hunderttausend Fällen Kleinbeträge von Hartz-IV-Beziehern zurückfordern. Dieser bürokratische Aufwand entstehe durch die Erhöhung des Kindergeldes vom Januar 2010, bei der die Bundesregierung versäumt habe, das Sozialrecht anzupassen, berichtete die sueddeutsche.de am 22.01.2010:
Eltern, die „Hartz-IV“-Leistungen bezögen, sollten nach dem Willen der Bundesregierung nicht von der jüngsten Kindergeld-Erhöhung profitieren. Für sie gelte, dass die Erhöhung um (weiterlesen…)
Finanzierungsdefizit in den ersten drei Quartalen 2009 schon bei 16,6 Milliarden Euro
Die gesetzliche Sozialversicherung sei 2009 in eine finanzielle Schieflage gerutscht. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt habe, summiere sich das Finanzierungsdefizit in den ersten drei Quartalen 2009 auf 16,6 Milliarden Euro. Es habe damit noch einmal 11,6 Milliarden Euro über dem des Vorjahreszeitraums gelegen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 14.01.2010:
Insgesamt seien die Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung in den ersten neun Monaten 2009 um 1,5 Prozent auf 358,6 Milliarden Euro gestiegen. (weiterlesen…)
Zwei von drei deutschen Arbeitnehmern im Ausland waren zuvor daheim arbeitslos
In der Krise würden Arbeitnehmer aus Deutschland wieder häufiger in andere Länder vermittelt. Bis Mitte November 2009 habe die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben 9.841 Bundesbürgern geholfen, Jobs jenseits der Grenzen zu finden, wie die ZAV mitteilte. 2008 seien es insgesamt 9.413 Vermittlungen gewesen, ein Jahr zuvor 7.990.
Der Gros der Vermittelten sei gut ausgebildet – in aller Regeln fänden Facharbeiter über ihre Vermittlung im Ausland eine neue Stelle. (weiterlesen…)
Chef der Bundesagentur für Arbeit blickt warnend auf 2010 und setzt auf Bildung
Ausgerechnet Deutschlands Hightech-Firmen treffe es am härtesten – der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, erwarte 2010 in Branchen wie der Autoindustrie einen massiven Jobabbau, denn dort seien besonders viele Firmen vom schwächelnden Export abhängig. Derzeit seien Hunderttausende Arbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, sage Weise im SPIEGEL-ONLINE-Interview am 14.12.2009:
Als “Hochrisikoregionen”, in denen die Krise demnächst besonders zuschlagen werde, mache Weise Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen aus. (weiterlesen…)
Auch Kurzarbeit keine Dauerlösung – weiterer Jobabbau befürchtet
Die Wirtschaftskrise schlage voll auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch – seit Jahresbeginn 2009 seien allein in der Industrie rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden, so die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit. Demnach sei die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe zwischen Februar und September 2009 um insgesamt 861.000 gesunken, berichtete SPIEGEL ONLINE am 17.11.2009:
Der Jobabbau habe sich im Laufe des Jahres 2009 deutlich verschärft und sei derzeit so stark wie seit Jahren nicht mehr, heiße es weiter. (weiterlesen…)
Defizit von 16 Milliarden Euro soll der Bund ausgleichen
Der Bund müsse 2010 voraussichtlich ein Loch von 16 Milliarden Euro bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) stopfen. In ihrem Entwurf zum Haushaltsplan 2010 kalkuliere die BA ein Defizit in Höhe von 17,8 Milliarden Euro, könne von dem Minus aber nur etwa 1,8 Milliarden Euro aus eigenen Rücklagen abdecken. Für den Rest müsse der Bund geradestehen, berichtete n-tv.de am 07.11.2009:
Diese Zahlen gingen aus dem Entwurf zum Haushaltsplan hervor, der am 13. November 2009 vom Verwaltungsrat verabschiedet werden solle. (weiterlesen…)
Rasant wachsendes Defizit für 2010 erwartet
Die steigende Arbeitslosigkeit und die starke Nachfrage nach Kurzarbeit rissen ein immer größeres Loch in den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von Januar bis Ende September 2009 sei das Defizit auf 15,6 Milliarden Euro gewachsen. Wegen der Wirtschaftskrise sei deutlich mehr Geld ausgegeben worden als geplant. Gleichzeitig hätten die Einnahmen unter den Erwartungen gelegen, berichtete der stern.de am 27.10.2009:
Die BA gehe zwar davon aus, dass ihre Rücklagen, die zu Jahresbeginn 2009 noch bei 16,7 Milliarden Euro (weiterlesen…)
Deutsche Sozialkassen in der Krise
Die Krise sei bei den deutschen Sozialkassen angekommen. Im ersten Halbjahr 2009 habe das Finanzierungsdefizit von Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung bei 9,2 Milliarden Euro gelegen, das seien 7,1 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum gewesen, wie das Statistische Bundesamt am 14. Oktober 2009 mitgeteilt habe. Im ersten Quartal 2009 sei das Defizit noch deutlich geringer gewesen als ein Jahr zuvor. Ursache für das Finanzloch sei vor allem das hohe Minus der Bundesagentur für Arbeit, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am selben Tag:
In den ersten sechs Monaten 2009 hätten Einnahmen (weiterlesen…)
Bei rund 50.000 betroffenen Betrieben kaum umfassende Kontrollen möglich
“Mit Kurzarbeit die Krise meistern” – mit diesem Slogan werbe das Arbeitsministerium für ein Instrument, das längst als Wundermittel gelte. Etwa 1,4 Millionen Menschen seien zuletzt als Kurzarbeiter gemeldet gewesen. Sie arbeiteten weniger; den Verdienstausfall bezahlten zum größten Teil die Arbeitsagenturen. Dies habe maßgeblich dazu beigetragen, dass es in der Krise bislang nicht zu Massenentlassungen gekommen sei. Etwa 500.000 Vollzeitarbeitsplätze dürfte die Bundesregierung dadurch vorerst gerettet haben. Doch der Erfolg habe Schattenseiten. (weiterlesen…)