11. Oktober 2011

Banken-Crash? Ja bitte!

Chefredakteur Dirk Pinnow im Gespräch mit Jörg Gastmann

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 10.10.2011] In einer Zeit extremer, sich täglich zuspitzender Bedrohung ganzer Volkswirtschaften, in der sich angesichts einer weltumspannenden Wirtschafts-, Währungs- und Systemkrise „Rettungspakete“ und „Rettungsschirme“ exorbitanten, noch kommende Generationen belastenden Ausmaßes abwechseln – ohne auch nur ein systemimmanentes Problem lösen zu können – plädiert Jörg Gastmann für einen Banken-Crash. Gastmann ist u.a. Spiritus rector des Bandbreitenmodells und Autor des Buches „Die Geldlawine“. Dirk Pinnow (D.P.) sprach mit Gastmann über den Hintergrund seiner (more…)

3. September 2011

Schluss mit dem Stammtischgeschwätz: Selbst denken und gemeinsam handeln als Gebot der Stunde

Wolfgang Rogalskis Wochenendkommentar – ein Plädoyer für das Bandbreitenmodell

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 03.09.2011] Kleine Schritte in die falsche Richtung führen auch in die Katastrophe – früher oder später. An diesem schönen ersten September-Wochenende spüren wir ein Aufflackern des Sommers, aber auch schon den bevorstehenden Herbst. Und wir ahnen, dass dieser Herbst nicht nur ein kalendarischer Zeitrahmen mit typischen Wettererscheinungen sein wird, sondern auch ein Abschied von altem Denken und Jahrzehnten der Erstarrung in der träge gewordenen und mental ausgelaugten Wirtschaftswunderrepublik Deutschland. Aber im Herbst ist keine Zeit mehr zum Lamentieren und Abwarten – es ist eine Zeit der intensiven Vorbereitung auf den kommenden Winter. Also:
Warten wir weiter auf Godot oder begreifen wir endlich, dass die Klassifizierung unseres Gemeinwesens als „Republik“ auch eine Selbstverpflichtung zum unvoreingenommenen Denken und zum engagierten Handeln beinhaltet? Wir können uns weiter an den Stammtischen dieses Landes die Mäuler zerreißen und jammern – oder endlich gezielt eingreifen, so dass nach dem Auflaufen des Staatsschiffes auf den Schuldenberg wir nun die Schäden beheben, gar das Schiff retten und es endlich auf einen zukunftsorientierten Kurs setzen… (more…)

17. April 2011

Kein Schlaraffenland im immerwährenden Frühling in Sicht!

Das Wort zur Karwoche und zum Osterfest 2011 von Wolfgang Rogalski, Verlagsleiter MedienHaus.Am-Finanzplatz.de

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 17.04.2011] Bei ihrer Indienststellung am 2. April 1912 galt sie als das größte Schiff der Welt, gar unsinkbar sollte sie sein – die „RMS Titanic“. Am 15. April 2012 könnten wir ein besonderes Jubiläum dieser menschlichen Hybris begehen – doch wer weiß, welcher Untergänge wir bis dahin aus Erster Hand zu gedenken haben?

Bei allem Kitsch und aller dramaturgischen Überzeichnung halte ich den Film „Titanic“ aus dem Jahr 1997 unter der Regie von James Cameron stellenweise für so erdrückend, dass es kaum zu ertragen ist: Während in den unteren Decks – gewissermaßen „auf den billigen Platzen“ – das eindringende Wasser den Menschen, darunter vor allem Auswanderer, die auf eine besseren Zukunft in der Neuen Welt gesetzt hatten, nach dem Leben trachtet, hält sich das Oberdeck scheinbar unbeeindruckt – noch in Partybeleuchtung getaucht werden Drinks serviert, spielt die Musik… (more…)

2. April 2011

Zustandsbericht zum Wochenende: Tendenz unheilig bis nebulös, stellenweise Hoffnungsschimmer

Ein Kommentar von Wolfgang Rogalski, Verlagsleiter MedienHaus.Am-Finanzplatz.de

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.04.2011] Wann ist eine Situation eine Krise, wann ist sie bereits eine Katastrophe? Das hängt wohl von dem eigenen Standort und der eigenen Wahrnehmung ab. Das Desaster in Japan ist für uns in Deutschland mehrheitlich allenfalls eine Krise, weil vielleicht Geschäftsbeziehungen oder der Import von Gütern tangiert werden bzw. unser Appetit auf Sushi aus Original-Zutaten geschmälert wird. Das Aufbegehren der Völker in Nord-Afrika und in der Levante könnte unsere Urlaubsplanung stören… Und sonst? Alles in Butter auf dem Kutter? Auch wenn vom Ausguck immer wieder „Aufschwung voraus!” verkündet wird, ist die Einschätzung der Lage in Deutschland auch von der persönlichen Verortung in dieser Gesellschaft abhängig:
Unsere „BR Teutonic“ hat schon vor Jahrzehnten den „Schuldenberg“ gerammt und dümpelt mit immer größerer Schlagseite im „Ozean des Zinswahns“ vor sich hin – in den unteren Decks steht den Menschen das Wasser längst bis zum Hals, während in der Ersten Klasse noch fröhlich gefeiert wird und hochbezahlter Dudelfunk Frohsinn verbreitet. (more…)

27. Februar 2011

Das Bandbreitenmodell als nachhaltiger Gegenentwurf zur wirtschaftspolitischen Selbstzerstörung

Die Revolution frisst ihre Kinder – die Evolution schafft die Lebensgrundlagen kommender Generationen

Gedanken des Chefredakteurs Dirk Pinnow zum Zeitgeschehen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 27.02.2011] Die revolutionäre Erfahrung von 1989/1990 hat uns gelehrt, dass selbst einst monolithisch erscheinende Blöcke und Überzeugungen plötzlich und unerwartet wanken, gar in Auflösung übergehen können. Derweil aber nun ein heißer Sturm der Veränderung über das nördliche Afrika fegt und der dabei aufgewirbelte Staub die noch dezenten Winkelzüge eines globalen geostrategischen Schachspiels verhüllen, Krisenindikatoren nicht als warnendes „Zeichen an der Wand“ gedeutet sowie kürzlich noch als politische Nachwuchshoffnung Gehandelte in ihrer ganzen menschlichen Fehlbarkeit offenbar werden – und damit einer auf Gefälligkeitsnetzwerken basierenden Gesellschaft in Auflösung nur den Spiegel vorhalten –, werden in Deutschland mantraartig Aufschwungsbeschwörungen gemurmelt und mental an einer vergangenen „Wirtschaftswunderherrlichkeit“ festgehalten.
Schon die alten Griechen wussten, dass sich alles im Fluss befindet – „panta rhei“. Diesem philosophischen Grundsatz mussten der Wahn von einem „Tausenjährigen Reich“ ebenso weichen wie die innerdeutsche Mauer, die doch noch „in 50 und auch in 100“ Jahren Bestand haben sollte; und jedweder ideologische Popanz der Gegenwart und Zukunft wird dieses Schicksal in Schande teilen. (more…)

27. Januar 2011

ddp fordert: Abgeordnete sollen mit Folgen der von ihnen beschlossenen Gesetze leben müssen

„Parteienentmachtung“ und „Bandbreitenmodell“ als Alternative zu destruktiven Gefälligkeitsnetzwerken

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 27.01.2011] Die Deutsche Demokratische Partei (ddp) unterstütze den Vorschlag der Piratenpartei zur „Totalüberwachung aller Parteien“ und gehe sogar noch weit darüber hinaus. Dies nahm TELEPOLIS zum Anlass, ein Interview mit dem ddp-Bundesvorsitzenden Jörg Gastmann zu führen:
Deutschland habe ein massives Problem mit „Interessenskonflikten“, die fließend in Korruption übergingen, so Gastmann. Die ddp verspreche in ihrem Programm unter „Parteienentmachtung“ unter anderem die Begrenzung der Mandate auf vier Jahre, um Seilschaften zu stören beziehungsweise zu verhindern und Abgeordnete auf die Interessen der Bürger auszurichten, indem sie selbst mit den Folgen der Gesetze leben müssten, die sie beschließen. Die ddp wolle an die Wurzel des Problems gehen; demnach solle jeder Abgeordnete seine Parteizugehörigkeit in dem Moment verlieren, in dem er in ein Mandat gewählt wird. Dann säßen nur noch Parteilose im Parlament und es gäbe es keine Fraktionen, keine Koalitionen und auch keine Opposition mehr, sondern freie Abgeordnete, die vier Jahre lang sachbezogen frei entschieden und dann ins wahre Leben zurückkehrten.
Die zentrale volkswirtschaftliche Forderung der ddp ist die Abschaffung sämtliche heutigen Steuern und deren Ersatz durch eine echte Umsatzsteuer. (more…)



 

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