Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer „verlorenen Generation“
Von 2007 bis 2009 sei die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 11,9 auf 13 Prozent gestiegen, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und warne vor einer „verlorenen Generation“, meldete die ND-Online-Ausgabe am 13.08.2010:
Bei der Einschätzung der Zahlen sei zu beachten, dass in Entwicklungsländern nicht Arbeitslosigkeit das Hauptproblem der jüngeren Generation sei, sondern Armut – denn selbst wer sich in diesen Ländern mit mehreren Jobs durchschlage, erziele dadurch keine ausreichenden Einkünfte. (weiterlesen…)
Armutsbericht 2010 von Politik und Presse weitgehend ignoriert
Italien werde immer ärmer, so der kürzlich in Rom vorgestellte Armutsbericht 2010. Doch scheine sich für diese Entwicklung kaum jemand zu interessieren – bisher hätten weder die Presse noch die Politik von den zum Teil dramatischen Zahlen, die die wirtschaftliche und soziale Lage im Land beschrieben, Kenntnis genommen, berichtete Anna Maldini in der ND-Online-Ausgabe am 13.08.2010:
Fast acht Millionen Menschen – über 13 Prozent der Bevölkerung – lebten in Italien in relativer Armut; ihr Einkommen liege bei weniger als 50 Prozent des statistischen Durchschnitts. Fünf Prozent der Italiener lebten sogar in absoluter Armut. (weiterlesen…)
Experten streiten über Auswege – Wirkung der Milliardenpakete verpufft
Allein im Juli 2010 seien in den USA 131.000 Arbeitsplätze verlorengegangen. Die offizielle Arbeitslosenquote liege bei 9,5 Prozent – für US-Verhältnisse schockierend hoch. 15 Millionen US-Amerikaner hätten keinen Job; mehr als sieben Millionen von ihnen suchten seit mehr sechs Monaten vergeblich einen neuen. Ihre Zuversicht sinke, jemals wieder eine bezahlte Stelle zu finden, berichtete Joachim Rogge für die Badische Zeitung am 12.08.2010:
Langzeitarbeitslosigkeit sei bislang ein eher unbekanntes Phänomen im „Job-Hopper-Land“ USA gewesen. (weiterlesen…)
Angst vor einem zweiten Fall „Lehman Brothers“
Ein Aspekt der griechischen Tragödie bestehe darin, dass immer dann, wenn sich die Lage eigentlich entspannen sollte, die Katastrophe noch größer werde, schrieb die Online-Ausgabe der BernerZeitung am 26.04.2010:
Als wichtigste Ursache für die neuerliche Verschärfung der Krise gelte laut der internationalen Finanzpresse die Reaktion der Deutschen. In Deutschland seien „Finanzspritzen“ für Griechenland extrem unbeliebt. Immerhin hätten die Griechen ihren Schlamassel selbst verursacht – und wie alle anderen Länder auch hätten die Deutschen schon selbst genug Finanzprobleme. Dennoch werde auch Deutschland am Ende nachgeben – die Deutschen zahlten am Ende weder wegen des Drucks noch aus Nächstenliebe, sondern vielmehr, weil die Rechnung sonst noch teurer ausfallen könnte.
Ein Staatsbankrott der Griechen hätte in Europa mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Bankenkrise zur Folge – zwischen 62 und 121 Milliarden Euro betrage der Anteil der griechischen Schulden in den Händen von Banken der Euro-Zone. (weiterlesen…)
Angst vor sozialem Abstieg und gesellschaftlichen Verwerfungen
Griechenlands Zeitungen schilderten dieser Tage alle möglichen Schreckensszenarien als Folge der Krise – einen „sozialen Krieg zwischen Arbeitern und Einwanderern“ werde es geben, eine “radikale Abkehr von den etablierten Parteien” bei den nächsten Wahlen. Eines sei sicher – das Land werde sich ändern müssen, schrieb die WELT ONLINE am 26.04.2010:
Die meisten Menschen wirkten wie benommen, betäubt von einem brutalen Schlag und unfähig, über die nächsten Tage hinauszudenken. Wer es dennoch tue, könne sich wenig mehr vorstellen als eine endlose, immer tiefere Krise. Sie alle träumten noch den griechischen Traum von einem Job bei „Vater Staat“, denn da seien die Gehälter doppelt so hoch wie im Privatsektor, die Arbeitsplätze sicher und mit Sozialversicherung. (weiterlesen…)
2010 nunmehr bereits 51 US-Banken geschlossen
Das Sterben US-amerikanischer Banken nehme kein Ende. Am Abend des 16. März 2010 habe die Einlagensicherung FDIC weitere Regionalinstitute geschlossen, meldete die FTD.de am 17.04.2010:
Damit summiere sich die Zahl der bisherigen Pleiten auf 51. (weiterlesen…)
13,6 Prozent Rückgang im Februar 2010
Im Februar 2010 seien die Steuereinnahmen von Bund und Ländern – ohne die reinen Gemeindesteuern – um 2,8 Prozent abgesackt, wie aus dem jüngsten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgehe. Damit ergebe sich für die ersten beiden Monate des Jahres 2010 ein Minus von 5,4 Prozent, berichtete das manager magazin in seiner Online-Ausgabe vom 22.03.2010:
Besonders kräftig seien im Februar 2010 die Lohnsteuern mit einer Rate von 13,6 Prozent eingebrochen, was sich aus dem Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens ergebe. (weiterlesen…)
4,1 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet – eine Quote von 20 Prozent
Männlich, zwischen 25 und 29 Jahre alt, so sehe der spanische Krisenverlierer schlechthin aus. Seit die Spekulationsblase 2008 geplatzt und die Bauindustrie fast völlig zum Erliegen gekommen sei, hätten 1,7 Millionen junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren ihren Job verloren, berichtete die taz.de am 22.03.2010:
93 Prozent der durch das Ende des Baubooms vernichteten Arbeitsplätze hätte diese Altersgruppe inne gehabt. Eine Generation, die erstmals von Vollbeschäftigung geträumt habe, sei unsanft erwacht. (weiterlesen…)
Staat soll zur „Marktberuhigung“ weitere Milliarden zuschießen
Der US-Baufinanzierer Fannie Mae habe im abgelaufenen Jahr einen gigantischen Verlust angehäuft und brauche weitere Hilfe vom Steuerzahler. Unterm Strich habe der größte Immobilienkreditgeber des Landes 74,4 Milliarden US-Dollar verloren, berichtete SPIEGEL ONLINE am 27.02.2010:
Das sei einer der höchsten Verluste der US-Wirtschaftsgeschichte. Alleine im Schlussquartal habe sich das Minus auf 16,3 Milliarden US-Dollar belaufen. (weiterlesen…)
Europas Mittelstand stürzt ab
Erst breche die Nachfrage ein, dann komme die Pleite – die schwere Wirtschaftskrise habe 2009 zahlreiche Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftsdatei Creditreform seien 2009 in Europa 236.000 Firmen pleite gegangen – 26 Prozent mehr als 2008. Die meisten Firmenzusammenbrüche habe es in Frankreich mit 55.800 Insolvenzen (plus 12,2 Prozent), Deutschland mit 34.300 Insolvenzen (plus 16,0 Prozent) und Großbritannien mit 20.300 Insolvenzen (plus 24,8 Prozent) gegeben, meldete SPIEGEL ONLINE am 03.02.2010:
Europaweit seien 1,7 Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. (weiterlesen…)