Ausüben unbeliebter Tätigkeiten mit Lächeln und mit Stolz
Martina T. (44), alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, erhalte aus Hartz IV monatlich 1.094,15 Euro für drei Personen. Die Miete sei darin enthalten. Die Debatte, ob gemeinnützige Arbeit ausgeweitet werden sollte oder damit reguläre Stellen verdrängt würden, treffe Martina T. ganz konkret. Sie gehe jeden Morgen in eine Grundschule im Ruhrgebiet und führe dort die Aufsicht auf der Toilette, berichtete die WELT ONLINE am 11.03.2010:
Sie erinnere die Kinder daran, sich ihre Hände zu waschen und desinfiziere und reinige, wenn mal was daneben gehe – es sollte immer einwandfrei und (weiterlesen…)
Für Haushaltsjahr 2009/2010 ein Rekorddefizit von 1,56 Billionen Dollar zu erwarten
Das Defizit im US-Haushalt habe im Februar 2010 einen neuen Monatsrekord erreicht, meldete DiePresse.com am 11.03.2010:
Der Fehlbetrag im abgelaufenen Monat habe bei 220,9 Milliarden Dollar gelegen – 14 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. (weiterlesen…)
Ständige Neuverschuldung kann immer teurer werden
An der Wortwahl erkenne man den Ernst der Lage – es sehe es aus, als hätte die Wirtschaft gerade den Dritten Weltkrieg durchgemacht, schrieben die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley in einer Studie. Dabei spielten sie nicht auf Griechenland an, das sich laut seinem Regierungschef Giorgos Papandreou gerade in einer „Kriegssituation“ befinde. Gemeint seien die USA, berichtete die Capital-Online-Ausgabe am 09.03.2010:
Nur einmal in der Geschichte der führenden Wirtschaftsmacht sei die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als heute gewesen – nach dem Zweiten Weltkrieg. (weiterlesen…)
Im Idealfall sichern die CDS das Risiko eines Unternehmens ab
Es sei Zeit, dass die Politik einschreite – über Credit Default Swaps (CDS) sei momentan vor allem Schlechtes zu hören, schrieb die FTD.de am 10.03.2010:
Die CDS seien die „Waffe kaltblütiger Spekulanten“. Sie trieben Griechenland an den Rand der Pleite – und sie ließen den Kurs des Euro abstürzen. Das alles stimme nur teilweise.
Die Idee hinter den CDS sei nicht schlecht. Im Idealfall sicherten die Derivate das Risiko eines Unternehmens ab, das Anleihen erworben habe, und entlasteten so (weiterlesen…)
Informationen zu Konten, Nebeneinkünften und Beteiligungen
Der Poststempel datiere vom 3. Februar 2010 – der Briefumschlag sei an ein Mitglied der „Libertären Plattform“ (LP) adressiert und habe eine CD mit der Aufschrift „Fin_Pol_Germany_2010“ enthalten, meldete die LP auf ihrer Website am 08.03.2010:
Auf dieser CD enthalten seien Daten, die namentlich genannten deutschen Politikern und Behördenmitarbeitern in- und ausländische Konten und Finanzinformationen zuordneten. (weiterlesen…)
EWF-Einrichtung für Griechenland wohl zu spät
Die Europäer drückten beim Europäischen Währungsfonds (EWF) aufs Tempo. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn wolle seinen 26 Kollegen bereits am 9. März 2010 in Straßburg über die Pläne für eine solche Institution nach Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) berichten. Bis spätestens Ende Juni 2010 wolle der finnische Kommissar einen Vorschlag auf den Tisch legen. Es gehe darum, die Lehren aus der Rekordverschuldung Griechenlands zu ziehen.
Ein Europäischer Währungsfonds käme aber nicht nur für Griechenland zu spät. Auch Ökonomen hätten grundsätzliche Vorbehalte gegen das Instrument. (weiterlesen…)
Distanz zu EU-Finanzhilfe und zum geplanten Europäischen Währungsfonds
Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou werbe bei Europas führenden Politikern um Unterstützung. Dabei gehe es ihm nicht um Geld, sondern um politische Hilfe, versichere er. Sollte sich die finanzielle Krise seines Landes verschärfen, könnten die Europäer aber einspringen. Das sei jedoch gar nicht notwendig, versichere nun der Notenbankchef Georgios Provopoulos. Sein Land werde sich auch ohne Hilfen aus dem Ausland wieder erholen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 08.03.2010:
Die Regierung habe mit den nun vorgelegten Sparplänen bewiesen, dass sie zu „mutigen Schritten“ bereit sei, so Provopoulos zur Financial Times Deutschland. (weiterlesen…)
EU-Stabilitätspakt hat in der Schuldenkrise versagt
Die Bundesregierung Deutschland arbeite an einem Währungsfonds für den Euro-Raum. Für die innere Statik der Euro-Zone bräuchten wir eine Institution, die über die „Erfahrungen des IWF und über analoge Durchgriffsbefugnisse“ verfüge, so Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) der Welt am Sonntag. Nach FTD-Informationen seien die Überlegungen im Finanzministerium bereits weit gediehen. Schäuble wolle sie jedoch noch mit der französischen Regierung abstimmen, um sie auf europäischer Ebene leichter durchsetzen zu können, meldete die FTD.de am 07.03.2010:
Laut Informationen aus EU-Kreisen könnten schon in der nächsten Woche erste Vorentscheidungen fallen. (weiterlesen…)
AAA-Rating in Gefahr
Die Aufmerksamkeit der Märkte richte sich plötzlich auf Großbritannien – das Pfund sei stark unter Druck, das Königreich habe hohe Schulden und riesige strukturelle Probleme. Die Renditen für Staatsanleihen schnellten bereits nach oben – Ende März 2010 schlage für Großbritannien die “Stunde der Wahrheit”.
Griechenland stelle mit einer Kreditlast von 125 Prozent der Wirtschaftsleistung zwar ein Extrem dar. Doch auch die Verschuldung der meisten anderen Euro-Länder habe längst ein gefährliches Niveau erreicht, berichtete die WELT ONLINE am 07.03.2010:
Deutschland werde 2010 Jahr mit rund zwei Billionen Euro “in der Kreide” stehen, das entspreche mehr als 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts [http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt]. Dabei gelte die Bundesrepublik trotz der Rekordneuverschuldung noch immer als der solideste Industriestaat.
Was von Großbritannien niemand behaupten dürfte – von den etablierten Wirtschaftsnationen habe das Vereinigte Königreich die größten strukturellen Probleme, sage Ian MacFarlane, Analyst bei “BCA Research”. MacFarlane erinnere daran, dass London, als es 1976 einen Notkredit des Internationalen Währungsfonds [http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds] in Anspruch habe nehmen müssen, ein Budgetdefizit von sieben Prozent der Wirtschaftkraft aufgewiesen habe. Heute klaffe ein fast doppelt so großes Loch im britischen Staatshaushalt. Die Gesamtverschuldung liege bei rund 460 Prozent der Wirtschaftskraft – und der Schuldenberg wachse weiter rasant.
Auch dass die Inflation auf der Insel höher sei als in der übrigen Alten Welt und dass das Dreifach-A-Rating in Gefahr sei, verbessere die Langfristperspektive für Bond-Besitzer nicht gerade. Spätestens nach Auslaufen der Quantitativen Lockerung [http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung] Ende März 2010 könnte es mit den Kursen bergab und mit der Rendite nach oben gehen.
Quelle: WELT ONLINE, 07.03.2010
Originalartikel unter: Staatsanleihen / Nun droht auch Großbritannien ein Kurs-Massaker
Weitere Informationen zum Thema:
Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.03.2010
Finanzmärkte: Nach dem Euro nun auch das Pfund massiv unter Druck / EU-Kommission rechnet mit britischem Defizit von 12,9 Prozent der Wirtschaftsleistung
Klares Ergebnis bei Referendum über Entschädigungszahlungen an Großbritannien und die Niederlande
Eindeutiges Votum gegen die Politik – die Isländer hätten in einem Referendum Entschädigungszahlungen an Großbritannien und die Niederlande abgelehnt, berichtete SPIEGEL ONLINE am 07.03.2010:
Nach Auszählung der Hälfte der Stimmzettel votierten 93,6 Prozent der Wähler gegen das Gesetz, nur 1,6 Prozent stimmten dafür.
Die isländische Regierung habe erklärt, dass sie den Sieg des „Nein“-Lagers anerkenne. (weiterlesen…)