2. September 2010

Umsätze explodierten: Algo-Händler zocken auf den Devisenmärkten

Abgelegt unter: Aktuelles, Finanzmärkte — cp @ 23:22

Geld mit geliehenem Geld verdienen

Auf den Devisenmärkten träten neue Akteure auf, die so genannten „Algo-Händler“. Darunter verstehe man den automatisch mit Algorithmen gesteuerten Handel mit Wertschriften oder Devisen. Nicht mehr Menschen, sondern Computer seien 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche aktiv, spürten jede noch so kleine Arbitrage-Gelegenheit auf und nutzten sie dann blitzschnell aus, berichtete Philipp Löpfe für die bazonline.ch am 01.09.2010:
So melde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, dass inzwischen täglich Devisen im Wert von 4.000 Milliarden US-Dollar gehandelt würden – innerhalb dreier Jahre eine Zunahme von 20 Prozent. (weiterlesen…)

20. August 2010

US-Staatsanleihen größte Spekulationsblase aller Zeiten

Ihr Platzen könnte ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen lassen

Allein in den vergangenen Wochen habe das US-amerikanische Schatzamt Papiere im Wert von weit mehr als 70 Milliarden Dollar emittiert. Insgesamt dürfte sich das US-Staatsdefizit in diesem Jahr auf 1,2 Billionen Dollar. Der Schuldenberg der Regierung in Washington türme sich mittlerweile zu einer Höhe von mehr als 13 Billionen US-Dollar auf. In diesem Jahr werde die Schuldenquote vermutlich 90 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes erreichen, berichtete Helmut Achatz für FOCUS MONEY ONLINE am 20.08.2010:
Zu diesen Staatsschulden kämen noch die Verbindlichkeiten von Kommunen, Unternehmen und Bürgern – insgesamt wohl 500 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. (weiterlesen…)

28. Juli 2010

Portugals Kampf um Vertrauen am Kapitalmarkt

Eines der ersten größeren Länder, das bei Derivategeschäften Sicherheiten hinterlegt

Portugal sei nun eines der ersten größeren Länder, das bei Derivategeschäften Sicherheiten hinterlegen werde, berichtete Tobias Bayer für die FTD.de am 28.07.2010:
Angesichts der europäischen Schuldenkrise wachse die Angst vor Staatspleiten, was die Banken vorsichtiger werden lasse.
Potenziell gefährlich sei, dass Portugal ab sofort Liquidität vorhalten müsse, denn es sei fraglich, welche Art von Sicherheiten außer Bargeld die Banken akzeptieren würden. (weiterlesen…)

23. Juli 2010

Swaps und Leasing-Geschäfte beeinflussen Goldpreis

Abgelegt unter: Aktuelles, Finanzmärkte — Tags:, , , , , — dp @ 14:20

Offenbar soll Vertrauensverlust in die Weltleitwährung begegnet werden

Das „Allzeithoch“ sei vorbei – die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ziehe den Unmut der Goldfans auf sich, sei sie doch in ihren Augen schuld am Absinken des Goldpreises, schrieb Johannes Heinritzi für FOCUS MONEY ONLINE am 23.07.2010:
Den Notenbankern könne es jedenfalls nicht gelegen kommen, wenn der Goldpreis zu immer neuen Höhen strebe. Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan habe 1993 das Gold sogar als „Thermometer“ für die Beschaffenheit des Finanzsystems bezeichnet. (weiterlesen…)

19. Juli 2010

Aa2: Moody’s stuft Irland herab

Zunehmende Sparmaßnahmen lassen Steuereinnahmen sinken

Übertriebene Sparmaßnahmen könnten das Wachstum abwürgen, mahne US-Präsident Barack Obama. Ein Blick nach Irland würde Obama derzeit in seinen Befürchtungen bestätigen, berichtete Samira Lazarovic für n-tv.de am 19.07.2010:
Die irische Regierung müsse zusätzliche Ausgaben streichen und Steuererhöhungen vornehmen, um das Haushaltsdefizit bis 2014 wie versprochen wieder unter die Marke von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts zu drücken. Bisherigen Prognosen zufolge werde Irland 2010 bei 11,5 Prozent liegen – da die derzeit schwache Wirtschaftsentwicklung zu niedrigeren Steuereinnahmen führen könnte, seien eventuell weitere Schritte nötig sein, um das Haushaltsdefizit im gewünschten Ausmaß zu reduzieren.
Damit beiße sich jedoch die Katze in den Schwanz – denn weitere Sparmaßnahmen seitens der irischen Regierung könnten die ohnehin steigenden Arbeitslosenzahlen verschärfen und die Konsumzurückhaltung der Iren erhöhen; (weiterlesen…)

13. Juni 2010

Finanzmärkte: Blasen-Vorhersage anhand superexponentieller Kursverläufe

Französische Physiker analysiert sich selbst verstärkende Prozesse

Der französische Physiker Didier Sornette, Professor für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich, sei sich sicher, Spekulationsblasen an den Finanzmärkten vorhersagen zu können – und zwar seriöser als Wahrsager und besser als Ökonomen, berichtete Tessa Ranzau für FOCUS MONEY ONLINE, am 13.06.2010:
Dass viele ihn nicht ernst nähmen, sei Sornette längst gewöhnt. Die meisten wollten die Finanzkrise als etwas Unvorhersehbares verstanden wissen, um sich so aus der Verantwortung stehlen zu können, sage er. Sornette glaube, dass Finanzkrisen nach ähnlichen Gesetzen funktionierten wie etwa Erdbeben oder epileptische Anfälle – in allen Fällen handle es sich nämlich um sich selbst verstärkende Prozesse. (weiterlesen…)

11. Juni 2010

Neuer Regierungschef: Japan muss sich dramatisch gesundschrumpfen

Bisher galt Schuldenmachen als „Kavaliersdelikt“

Der neue japanische Regierungschef Naoto Kan warne vor einer Schuldenkrise „griechischen Ausmaßes“. In seiner Antrittsrede habe der neue Regierungschef „drastische Maßnahmen“ wie Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen angekündigt, berichtet DiePresse.com am 11.06.2010:
Die zweitgrößte Volkswirtschaft habe seit Jahrzehnten verantwortungslos über ihre Verhältnisse gelebt. Ohne Rücksicht auf künftige Generationen seien Schulden mit ständig neuen Anleihen finanziert worden. (weiterlesen…)

3. Juni 2010

USA: Staatsverschuldung schlägt alle bisherigen Rekorde

Inzwischen rund 88 Prozent des Bruttoinlandproduktes

Zum ersten mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika hätten die Schulden den Wert von 13 Billionen Dollar überstiegen, meldete cash.ch am 03.06.2010:
Am 1. Juni 2010 habe die Staatsschuld demnach 13.050.826.000.000 Dollar betragen – das seien rund 88 Prozent des (weiterlesen…)

2. Juni 2010

Deutsche Bank: Irrtümlich Aufregung am japanischen Aktienmarkt verursacht

Abgelegt unter: Aktuelles, Finanzmärkte — Tags:, , , , , — dp @ 17:31

Verkaufsaufträge über 150 Milliarden Euro platziert

Durch einen Computerfehler im Handel der Deutschen Bank seien an der Börse in Osaka fälschlicherweise Verkaufsaufträge für Derivate auf den Leitindex Nikkei von umgerechnet 150 Milliarden Euro platziert worden, meldete die FTD.de am 02.06.2010:
Zu einem Zeitpunkt habe es 980.000 Verkaufsorder gegeben, so der Vorstandschef der Börse in Osaka. Die Preise für die Futures hätten – wie auch der gesamte Nikkei – leicht nachgegeben.
Mehr als 99 Prozent der fehlerhaften Orders seien Finanzkreisen zufolge noch gestoppt worden. (weiterlesen…)

8. Mai 2010

Börsen in Fernost: Schicksalhaftes Urteil über den Euro am 10. Mai 2010

„Ständigen Krisenmechanismus“ soll europaweitem „Flächenbrand“ vorbeugen

Am Morgen des 10. Mai 2010, zwischen Mitternacht und ein Uhr mitteleuropäischer Zeit, werde sich das Schicksal des Euro entscheiden, schrieb DiePresse.com am 08.05.2010:
Denn dann, knapp vor Öffnung der Börse in Tokio, würden die japanischen Wertpapierhändler der weltgrößten Banken und Fondsgesellschaften im Tokioter Morgenverkehr auf ihre „Blackberrys“ starren – und sie würden ihr Urteil über die Stabilität der Gemeinschaftswährung anhand jenes Beschlusses fällen, den 27 europäische Finanzminister acht Zeitzonen weiter westlich in einer hastig einberufenen Krisensitzung am Abend des Vortags getroffen hätten. (weiterlesen…)

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