Staat soll zur „Marktberuhigung“ weitere Milliarden zuschießen
Der US-Baufinanzierer Fannie Mae habe im abgelaufenen Jahr einen gigantischen Verlust angehäuft und brauche weitere Hilfe vom Steuerzahler. Unterm Strich habe der größte Immobilienkreditgeber des Landes 74,4 Milliarden US-Dollar verloren, berichtete SPIEGEL ONLINE am 27.02.2010:
Das sei einer der höchsten Verluste der US-Wirtschaftsgeschichte. Alleine im Schlussquartal habe sich das Minus auf 16,3 Milliarden US-Dollar belaufen. (weiterlesen…)
Neue Abgeltungssteuer als Ursache für Schwierigkeiten bei der Berechnung benannt
Bei der Bearbeitung ihrer Einkommensteuererklärung für 2009 müssten Tausende Bürger in allen Bundesländern mit erheblichen Verzögerungen rechnen, meldete n-tv.de am 27.02.2010:
Laut dem Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen seien Bürger betroffen, die eine Steuererklärung mit der Anlage „KAP“ (Einkünfte aus Kapitalvermögen) beim Finanzamt einreichen müssten.
Die gesamte Steuererklärung könne vorerst nicht (weiterlesen…)
Abschreibungen auf „Ramschpapiere“ und „faule Kredite“
Die fast komplett verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) bleibe wegen hoher Abschreibungen auf „faule Kredite“ tief in den Roten Zahlen. Der Nettoverlust habe sich 2009 nach eigenen Angaben auf (weiterlesen…)
„American International Group“ bereits zu 80 Prozent in Staatshand
Der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) sei einer der größten Lebensversicherer der Welt und der größte Finanzier von Flugzeugen. Mit mehr als 180 Milliarden Dollar hätte ihn die US-Regierung vor der Pleite gerettet – nun sei der Konzern nach Rückzahlungen von Staatsgeldern erneut in die Roten Zahlen gerutscht, berichtete die ZEIT ONLINE am 26.02.2010:
Im vierten Quartal 2009 habe das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 8,9 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht. (weiterlesen…)
Gehebelter Profit aus Schuldenkrise in der Euro-Zone
Großinvestoren wollten die Schwäche des Euro für sich ausnutzen. Mehrere gewichtige Hedgefonds hätten Wetten darauf abgeschlossen, dass der Kurs der Gemeinschaftswährung weiter falle, so das WALL STREET JOURNAL. Anfang Februar 2010 hätten sich demnach bekannte Namen der Szene bei einem exklusiven Dinner in einem Privathaus in Manhattan getroffen, um darüber zu sprechen, wie sie von der Schuldenkrise in der Euro-Zone profitieren könnten, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 26.02.2010:
Einige der Hedgefonds-Manager rechneten damit, dass der Euro vom Wert her mit dem US-Dollar gleichziehe. (weiterlesen…)
Staatlicher Garantierahmen inzwischen bei zehn Milliarden Euro
Die vom Staat mit Milliarden gestützte Mittelstandsbank IKB stecke gut zwei Jahre nach ihrer Existenzkrise noch immer tief in den Roten Zahlen. Von April bis Dezember 2009 habe das Institut nach eigenen Angaben einen Verlust von 594 Millionen Euro gemacht – ein Jahr zuvor hätte noch ein Minus von gut elf Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Auch für das kommenden Geschäftsjahr 2010/11, das Ende März 2010 beginne, gehe das Düsseldorfer Geldhaus von erheblichen Belastungen aus, berichtete SPIEGEL ONLINE am 26.02.2010:
Die einst solide Düsseldorfer Mittelstandsbank sei im Juli 2007 als erste deutschen Bank in den Sog der US-Immobilenkrise geraten und habe nur durch ein zehn Milliarden Euro schweres „Rettungspaket“ ihrer damaligen Hauptaktionärin, der Staatsbank KfW, des Bundes und privater Banken, vor dem Zusammenbruch bewahrt werden können. (weiterlesen…)
Experiment aus den 1970er-Jahren droht in einer gewaltigen Währungsreform zu enden
Im Interview mit Josef Urschitz (Die Presse) beschreibt der deutsche Währungsexperte Thorsten Polleit die derzeitige Erschütterung der Finanzmärkte als „dramatisch“. Ein wichtiger Aspekt werde aber immer noch ausgeblendet – die Rolle des Geldes beziehungsweise des Geldsystems, berichtete DiePresse.com am 25.02.2010:
Wir hätten weltweit ein staatlich monopolisiertes Geldsystem, bei dem Geld durch Kreditvergabe in Umlauf gebracht werde – Kredit erhöhe also die Geldmenge. (weiterlesen…)
Bundeswirtschaftsminister Brüderle und EU-Wirtschaftskommissar Rehn besorgt
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warne, dass es noch 2010 hierzulande eine Kreditklemme geben könne. Private Geschäftsbanken fürchteten, dass es ab Herbst zu akuten Engpässen komme, wenn die Firmen für Investitionen im Aufschwung Geld brauchten, berichtete die WELT ONLINE:
Auch EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn läute die Alarmglocken – es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Situation der Banken (weiterlesen…)
Sorge vor Reduzierung der US-Schuldenlasten durch gezielte Inflation
Führende Ökonomen rüttelten am letzten Tabu, das ihnen nach der Finanzkrise noch geblieben sei – dass Inflation schädlich sei und ein stabiler Geldwert deshalb oberstes Ziel der Notenbanken sein müsse. Diesen Konsens der letzten 30 Jahre habe nicht ein Rebell der Zunft in Zweifel gezogen, sondern einer der großen Meinungsmacher – Olivier Blanchard, der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), berichtete DiePresse.com am 25.02.2010:
Nicht mehr um zwei Prozent, wie bisher allseits anerkannt, solle der Geldwert pro Jahr schrumpfen dürfen, sondern um vier Prozent, so seine Empfehlung. Damit hätten Zentralbanken mehr (weiterlesen…)
Szenario sei aber unwahrscheinlich
Deutschlands oberster Schuldenmanager warne im Fall einer Pleite Griechenlands vor einem Auseinanderreißen der Währungsunion. Sollte eines der 16 Euro-Mitgliedsländer pleite gehen, würde das gesamte System zusammenbrechen, so Carl Heinz Daube, Direktor der Deutschen Finanzagentur, meldete die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND in ihrer Online-Ausgabe am 25.02.2010:
Solch ein Szenario sei aber unwahrscheinlich, habe Daube gesagt.
Die Aussagen Daubes verstärkten den Handlungsdruck der europäischen Gemeinschaft, Griechenland im Notfall beizustehen. (weiterlesen…)