Gesundheitsfonds mit Defizit in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro
Nach den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 10. März 2010 in Berlin vorgelegten Finanzergebnissen hätten die rund 170 gesetzlichen Krankenkassen das Jahr 2009 mit einem Überschuss in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro abschließen können, berichtete die ÄrzteZeitung.de am selben Tag:
Das dickste Plus hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit 771 Millionen Euro erzielt; danach folgten die Innungskrankenkassen (IKK) mit einem Überschuss in Höhe von 264 Millionen Euro und die (weiterlesen…)
Ratingagentur „Fitch“ rechnet mit weiter sinkenden Überschussbeteiligungen
Fitch-Analyst Tim Ockenga male ein düsteres Bild – für 15 der 23 bewerteten Unternehmen vergebe seine Agentur einen negativen Ausblick, berichtete die wiwo.de am 10.03.2010:
Den deutschen Lebensversicherern bleibe „keine Atempause“, die Branche stehe vor “ernsten Herausforderungen”, so Ockenga. Zwar habe sich die Erholung am Kapitalmarkt zunächst positiv auf die Ergebnisse ausgewirkt, doch besonders die weiter niedrigen Zinsen seien ein Problem für die Branche – finanzschwache Versicherer mit einem schwachen Neugeschäft dürften schon bald gezwungen sein, die “Beteiligungen deutlicher abzusenken”.
Auch Maximilian Zimmerer, Vorstand der Allianz Lebensversicherung, rechne in nächster Zeit nicht mit steigenden Renditen (weiterlesen…)
Zuwächse bei Vorstandsbezügen und großzügige Pensionsregelungen
Top-Verdiener sei der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 09.03.2010:
Sein Grundgehalt sei 2009 um rund 25.000 Euro auf rund 271.000 Euro gestiegen, so die Bild unter Berufung auf Gehaltsveröffentlichungen. Bei der Barmer und der DAK bekämen die Vorstände je rund 4.000 Euro im Jahr dazu – DAK-Chef Herbert Rebscher habe rund 235.000 Euro, Barmer-Chefin Birgit Fischer rund 203.000 Euro verdient.
Besonders hohe Prämien erhielten dem Bericht zufolge die Vorstände der Allgemeinen Ortskrankenkassen. (weiterlesen…)
Jahresabschluss 2009 offenbar mit einem Verlust von einer Milliarde Euro
Die HSH Nordbank habe 2009 mit einem Verlust von einer Milliarde Euro abgeschlossen, so das Handelsblatt. Sie habe entsprechende Informationen aus Aufsichtsratskreisen bestätigt, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 08.03.2010:
Aufwendungen für erhaltene Garantien und Restrukturierungen (weiterlesen…)
Sorgen durch mögliche stärkere Verschuldung und mehr Risiko
Moody’s stufe die Bonitätsnote der Deutschen Bank um zwei Stufen herab, meldete Capital in der Online-Ausgabe am 05.03.2010:
Die Agentur habe das Rating um zwei Noten auf „Aa3“ gesenkt – die viertbeste Note. Als Grund habe die Agentur die Risiken im Kapitalmarktgeschäft der Frankfurter und die sich schleppend vollziehende Übernahme der Postbank genannt.
Für Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann seien das keine guten Nachrichten. Das Frankfurter Geldhaus stehe vor ungewissen Zeiten.
Als Geldhaus mit großer Investmentsparte sei die Deutsche Bank besonders vom Kapitalmarkt abhängig. Sie gingen davon aus, dass es für die Deutsche Bank schwerer sei, ihre Ertragsziele zu erreichen, wenn der Wettbewerb im Kapitalmarkt wieder härter werde, habe „Moody’s“ mitgeteilt. Sie hätten die Sorge, dass die Deutsche Bank sich deshalb stärker verschulde und mehr Risiko eingehe – das wiederum wäre eine Bedrohung für die Gläubiger.
Quelle: Capital, 05.03.2010
Originalartikel unter: Bonitätsnote / Moody’s stuft Deutsche Bank herab
Von über 1.000 zu Beginn der 1990er-Jahre auf 50 im Jahr 2015
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen werde in den nächsten fünf Jahren kräftig sinken, meldete die WELT ONLINE am 06.03.2010:
Das prognostiziere die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young in einer Studie, die der Welt am Sonntag exklusiv vorliege. Bis 2012 würden laut Studienautor Andreas Freiling nur 100 der aktuell 169 Kassen übrig bleiben. Bis 2015 solle die Zahl, die zu Beginn der 1990er-Jahre noch über 1.000 gelegen habe, sogar auf nur noch 50 sinken. (weiterlesen…)
Baukredite für Einfamilienhäuser zu fast 40 Prozent gefährdet
Die großen Wall-Street-Banken mögen das Schlimmste überstanden haben, doch über 8.000 Institute, die das Land mit Geschäftskrediten, Baudarlehen und Hypotheken versorgten, ständen vor riesigen Problemen, schrieb die BernerZeitung in ihrer Online-Ausgabe am 02.03.2010:
Jeder zehnte ausstehende Kredit sei in Verzug oder bereits verloren. Die staatliche Einlagensicherung FDIC befürchte, dass über 700 Banken akut gefährdet seien.
Das Ausmaß der gefährdeten Kredite verdeutliche, wie unausgewogen der staatliche Auskauf der Finanzindustrie nach dem Kollaps von 2008 gewesen sei. (weiterlesen…)
Privatbanken wollen Informations-Broschüre als Marktstandard
Mit einer standardisierten Informations-Broschüre wollten die deutschen Privatbanken Anleger künftig über die Risiken ihrer Produkte informieren. Der „Beipackzettel“ sorge für größere Transparenz, so der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der privaten Geschäftsbanken, Hans-Joachim Massenberg, bei der Vorstellung des Papiers. Das Informationsblatt sei ein wichtiger Baustein, um das im Zuge der Finanzkrise angekratzte Vertrauen in die Banken zurückzugewinnen. Mit der Initiative hoffe der Verband, eine gesetzliche Regelung überflüssig zu machen, berichtete n-tv.de am 26.02.2010:
Die Broschüre solle über Chancen, Risiken und Funktionsweise von Anlageprodukten informieren. (weiterlesen…)
Staat soll zur „Marktberuhigung“ weitere Milliarden zuschießen
Der US-Baufinanzierer Fannie Mae habe im abgelaufenen Jahr einen gigantischen Verlust angehäuft und brauche weitere Hilfe vom Steuerzahler. Unterm Strich habe der größte Immobilienkreditgeber des Landes 74,4 Milliarden US-Dollar verloren, berichtete SPIEGEL ONLINE am 27.02.2010:
Das sei einer der höchsten Verluste der US-Wirtschaftsgeschichte. Alleine im Schlussquartal habe sich das Minus auf 16,3 Milliarden US-Dollar belaufen. (weiterlesen…)
Abschreibungen auf „Ramschpapiere“ und „faule Kredite“
Die fast komplett verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) bleibe wegen hoher Abschreibungen auf „faule Kredite“ tief in den Roten Zahlen. Der Nettoverlust habe sich 2009 nach eigenen Angaben auf (weiterlesen…)