29. Januar 2010

Wirtschaft erhöht den öffentlichen Druck auf Banken

Vermehrte Ausgabe von Krediten und Verzicht auf Boni angesichts neuer drohender Finanzkrise gefordert

Die Arbeitslosigkeit steige; erste Großkonzerne wie SIEMENS kündigten den Abbau Tausender Stellen an, viele andere Unternehmen ständen vor ähnlich unpopulären Entscheidungen. Die Schuld für die drohende Jobmisere suchten Deutschlands Großkonzerne nicht nur bei sich – führende deutsche Wirtschaftsvertreter hätten vor einer neuen Finanzkrise gewarnt und in diesem Zusammenhang Politik und Banken zu mehr Engagement aufgerufen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 29.01.2010:
So habe etwa Bayer-Chef Werner Wenning die Finanzbranche aufgefordert, aus ihren Fehlern zu lernen – die Krise sei doch entstanden, weil in Teilen der Finanzwirtschaft keiner mehr durchgeblickt habe, welche Risiken hinter den Versprechungen versteckt gewesen seien, oder die Gier blind gemacht habe.
Die Bedenken der Manager seien nicht unbegründet – denn noch immer schlummerten in den Banken-Bilanzen enorme Risiken. Auch könnte die drohende Belastung für die Banken durch die geplanten Eigenkapitalregeln deutlich höher sein als bislang erwartet. Nach internen Berechnungen verschiedener Geldhäuser entstehe bei allen europäischen Banken ein Kapitalbedarf von bis zu 300 Milliarden Euro, sollten die unter dem Stichwort „Basel III“ geplanten Regeln Realität werden.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 29.01.2010
Originalartikel unter: Kreditklemmen-Gefahr / Wirtschaftsbosse warnen vor neuer Finanzkrise

Weitere Informationen zum Thema:

bionicturtledotcom auf YouTube, 20.10.2008

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