27. Oktober 2010

Warmlaufen für den Wahlkampf: Eine Gründerzeit des 21. Jahrhunderts für Berlin

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Dirk Pinnow sprach mit ddp-Spitzenkandidat Wolfgang Rogalski über das Wahljahr 2011

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26.10.2010] Berlin brauche eine starke wirtschaftliche Basis, d.h. auch innovative Produktion nach modernsten Standards, stellt Wolfgang Rogalski, Kandidat für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 klar. „Wir rufen eine neue Gründerzeit aus – die des 21. Jahrhunderts!“, umreißt der Wiederbegründer und heutige Ehrenvorsitzende der deutschen demokratischen partei (ddp) sein Programm:
Die ddp steht in der Tradition der damaligen DDP, versteht sich als soziale wie liberale „Kaufkraft-Partei“ und vertritt das Bandbreitenmodell.
Berlins Infrastruktur soll gepflegt und behutsam fortentwickelt werden – ein Schnellschuss zur Schließung des Flughafens Tegel etwa werde es mit ihm nicht geben, solange kein schlüssiges zukunftstaugliches Gesamtverkehrskonzept für die Hauptstadtregion vorliegt. „Schluss mit billigen Kompromissen, die uns und den kommenden Generationen dann richtig teuer kommen!“, stellt Rogalski klar – eine „eierlegende Wollmilchsau“ gebe es nicht, auch nicht als Großflughafen. Arbeitsteilung sei das Erfolgskonzept einer entwickelten Gesellschaft, dies gelte auch für deren Manifestation als Infrastruktur; nicht alles Alte sei überholt und nicht alles Neue sei automatisch zukunftstauglich. „Ich reiße ideologische Scheuklappen herunter“, verkündet Rogalski – der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen dürfe nicht der Deutungshoheit einer einzigen Partei überlassen bleiben – daher möchte die ddp den Berliner Raum u.a.als führenden Standort für erneuerbare Energien mittelfristig etablieren. Deren Landesverband Berlin befürworte den Umwelt- und Klimaschutz durch alternative und regenerative Energiekonzepte. Berlin sei der ideale und zentrale Standort für Entwicklung und Ausbau von ganzheitlichen Energiekonzepten – mit seiner gewachsenen wissenschaftlichen Infrastruktur sowie der geographisch exponierten Lage biete Berlin im Herzen Europas beste Standortvorteile. Er kämpfe für eine wirtschaftlich starke, attraktive wie moderne, mithin saubere, umweltfreundliche und gesunde Stadt.
Auf die Frage, welche brennenden gesellschaftlichen oder politischen Probleme er in diesem Zusammenhang noch in Berlin angehen möchte, kommt die Antwort knallhart wie aus der Pistole geschossen: „Hundescheiße!“ Nach einem Moment der Stille folgt ein „Pardon!“ und die Erläuterung: Der Hundedreck in Berlins Straßen sei ein Symbol für Ignoranz gegenüber dem eigenen Umfeld und dem Wirtschaftsstandort Berlin. Neben der hygienischen Problematik besonders in Grünanlagen sowie auf Spielplätzen und der abschreckenden Wirkung gegenüber den Gästen der Stadt stellten diese „ekelhaften Hinterlassenschaften“ gewissermaßen eine Materialisierung einer fatalistischen Grundhaltung dar. Berlin brauche aber wieder echte Berliner, die sich für ihre Stadt engagierten – im Kleinen, in den Straßen und auf den Plätzen, wie im Großen auf der Landesebene bzw. auf Ebene der Bundeshauptstadt. Ihm gehe es um mehr verantwortungsvolles Miteinander, freundliche Rücksicht und gelebte Toleranz im Berliner Alltag.
Rogalski nimmt die aktuellen Diskussionen um die Flugrouten des neuen Schönefelder Flughafens „BBI“ auf – diese, wie auch der lautstarke Protest um den Ausbau des Hauptbahnhofes in Stuttgart, verdeutlichten, dass die Bürger zunehmend mehr tatsächliche Partizipation in der politischen Entscheidungsfindung einforderten. Demokratie brauche Selbstbewusstsein und Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Die ddp verstehe sich gar als das demokratische Erbe Albert Einsteins – dieser habe so trefflich formuliert: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Auf die abschließende Frage, wie er sich als „Spitzenkandidat“ positionieren möchte, stellt Rogalski klar, dass er die Interessen seiner Wähler und aller Berliner als Regierender Bürgermeister von Berlin vertreten will – so wie seinerzeit das Parteimitglied Gustav Böß, Oberbürgermeister von Berlin in den 1920er-Jahren. Hierzu adressiere er vor allem die vielen Nicht- und Wechselwähler – gelänge es, davon jeden zweiten zur Stimmabgabe für die ddp zu bewegen, sei dieses Ziel durchaus realistisch. Zunächst aber benötige er zur Wahlteilnahme 3.000 Unterstützungsunterschriften, die der ddp-Landesgeschäftsstelle Berlin auf dem Postweg zugehen müssten.

Dipl.-Geogr. Wolfgang Rogalski

Dipl.-Geogr. Wolfgang Rogalski

Spitzenkandidat für Berlin 2011

Weitere Informationen zum Thema:

deutsche demokratische partei, Landesverband Berlin
Nächste Wahlen in Berlin: Bezirkswahlen und Abgeordnetenhaus, September 2011

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1 Kommentar »

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