30. August 2011

Vortrags- und Diskussionsabend in der Berlin Agora zur Zukunft des Flughafens Tegel

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — wr @ 21:19

Im „RADIALSYSTEM V“ am 3. September 2011 um 18 Uhr

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 30.08.2011] Am 3. September 2011 um 18 Uhr ist Wolfgang Rogalski, Vorsitzender des BürgerClub Deutschland e.V., Gastgeber eines Themenabends zum Thema „Erhalt des Flughafens Tegel – Innovative Konzepte für eine europäische Metropole“:
„Vom Wut- zum Mut- zum Meisterbürger!“ ist das Leitmotto der „Berlin Agora“ – gesucht werden die „Meisterbürger für Berlin“, all jene, die mit Projekten, Ideen und Visionen an der Zukunft Berlins arbeiten, und zwar aus allen Altersgruppen, sozialen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. Bis zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 werden engagierte Einzelpersonen, Vereine, Stiftungen, Nachbarschaftsinitiativen und alle Interessierten dazu eingeladen, die „Berlin Agora“ im „RADIALSYSTEM V“ mitzugestalten. Dies sei ein Angebot zu gelebter Partizipation an einem temporären Versammlungsplatz der Stadtgesellschaft. Es sollen bereits existierende Initiativen und Debatten an einem Ort gebündelt, neue Diskussionen entfacht, engagierte Bürger vernetzt und die besten Vorschläge für eine neue Agenda für Berlin gesammelt werden. Themen wie Stadtentwicklung, Soziales, Kultur, Bildung und Nachhaltigkeit, aber auch Wirtschaft, Sport oder Gesundheit sollen das Potenzial der Stadt abbilden. Rogalski widmet sich nun der Zukunft des Flughafens Tegel.

© MedienHaus.Am-Finanzplatz.de

Wolfgang Rogalski: Gastgeber eines Themenabends zum Thema „Erhalt des Flughafens Tegel“

Die aktuelle Diskussion über die Flugrouten des neuen Flughafens „BBI“ zeige als ein Beispiel unter vielen, dass die Fernverkehrskonzepte für Berlin bisher nicht ganzheitlich gedacht wurden, kritisiert Rogalski. Es spreche vieles dafür, zumindest bis zur Fertigstellung eines überzeugenden Gesamtkonzeptes für den Berliner Fernverkehr, d.h. Flughäfen und Luftstraßen, Schienen- und Wasserwege sowie Autobahnen und Straßen, zur Entzerrung des Berliner Flugverkehrs und auch aus Sicherheitsgründen Tegel geöffnet zu lassen. Dann könnte dessen Auslastung auf eine akzeptables Maß zurückgeführt werden, denn Systeme, die ständig im Aus- oder gar Überlastungsbereich betrieben würden, seien störanfällig.
Es sei ja indes noch offen, ob die geplante Eröffnung des neuen Flughafens „Berlin Brandenburg Willy Brandt“ (BER), bisheriger Arbeitstitel „BBI“, am 3. Juni 2012 wirklich termingerecht erfolgen werde, zweifelt Rogalski. Für ihn bleibt es bis heute unverständlich, weshalb damals nicht Sperenberg mit der klaren Führungsrolle bei der Standortbewertung ausgewählt wurde. Nun also solle der neue Flughafen in Schönefeld-Süd Alles können, d.h. Cargo-Verkehr, Standort der Flugbereitschaft der Bundesluftwaffe, Geschäftsreiseverkehr, Billigflieger, Charter- und Linienverkehr, national, europäisch und interkontinental, etc. – es stehe zu befürchten, dass sich ein solches Multifunktionssystem irgendwann selbst hemme, weil es vom Prinzip her nur eine Kompromisslösung sein könne. Für Rogalski ist es kein Wunder, dass viele große europäische Städte, wie z.B. London, bewusst auf eine Arbeitsteilung ihrer Flughäfen setzen und daher eben mehrere in ihrem Umfeld erhalten.
Es stehe auch zu befürchten, dass weniger Umwelt- und Lärmschutz wahre Triebkraft hinter der Schließung der innerstädtischen Flughäfen Berlins seien, sondern womöglich eher Spekulanten-Interessen. Bereits jetzt zeigten sich im Umfeld des geschlossenen Tempelhofer Flughafens erste Ansätze einer Gentrifizierung, mahnt Rogalski.
Es stelle sich somit konkret und aktuell die Frage, wie künftig mit dem Flughafen Tegel umgegangen werden soll – es sei kaum anzunehmen, dass in den wenigen Monaten bis zur geplanten Schließung tatsächlich ein überzeugendes nachhaltiges Konzept entwickelt werden könne. Der Vortrags- und Diskussionsabend am 3. September 2011 solle frei von parteipolitischer Verblendung oder Investoren-Interessen erörtern, wie die Bürger Berlins in Kenntnis der Hintergründe und frei von Instrumentalisierung für Partikularinteressen in die Fernverkehrsplanung aktiv eingebunden werden könnten, denn die Berliner müssten in jedem Fall über Jahrzehnte die Folgen tragen – Lärm ebenso wie Belastungen des kommunalen Budgets für Leerstand, Einbuße an Wirtschaftskraft und Attraktivität oder Erschwernis des persönlichen Reiseverkehrs.

Weitere Informationen zum Thema:

Berlin Agora, Alle Meisterbürger an Deck!
03.09. | Berlin Tegel

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2 Comments »

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  2. […] Magazin.Am-Finanzplatz.de, 30.08.2011 Vortrags- und Diskussionsabend in der Berlin Agora zur Zukunft des Flughafens Tegel / Im „RADIALS… […]

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