21. November 2010

Vorgezogenes Darlehen für die zukünftige Immobilie

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Ausreichend Planungszeit für Immobilienerwerb und -finanzierung vorsehen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 20.11.2010] Der Kauf oder gar der Bau des eigenen Hauses ist ein Wunsch, den viele Menschen haben. Besonders Jungverheiratete sehen dies als einen wichtigen Schritt in ihr gemeinsames Leben. Der Erwerb einer entsprechenden Immobilie kostet nicht wenig, daher wird dazu häufig ein Darlehen benötigt. Aber wo soll man ein Darlehen aufnehmen? Kann das Finanzamt dabei helfen?
Das Finanzamt vergibt selbstverständlich keine direkten Darlehen. Es ist jedoch möglich, dass das zuständige Finanzamt entscheidet, vorübergehend auf fällige Steuerzahlungen zu verzichten. Diese Stundung ist dann mit einem Kredit vergleichbar. Der Haken ist dabei, dass man sich auf diese Möglichkeit nicht verlassen kann. Das Finanzamt entscheidet je nach Einzelfall, ob die vorgesehene Einziehung der fälligen Steuerzahlungen eine sogenannte „erhebliche Härte“ für den Steuerzahler darstellt oder nicht. Ob der Bau eines Hauses oder der Erwerb einer Immobilie für private Zwecke darunter fällt, ist allerdings fraglich. In den meisten Fällen stehen hier eher gewerbliche als private Interessen im Vordergrund.
Im Vergleich zu der Hilfe durch das Finanzamt wäre ein vorgezogenes Darlehen eine sicherere Möglichkeit, denn es ist eher möglich, ein solches zu erhalten. In diesem Fall vereinbart man mit seinem Kreditinstitut ein zukünftiges Darlehen, für das aber die gegenwärtigen Konditionen gelten. Im Gegensatz zu der Stundung fälliger Steuerzahlungen durch das Finanzamt haben hier private Antragssteller eine genauso große Chance wie Gewerbetreibende, welche die jeweiligen Immobilien für geschäftliche Zwecke benötigen.
Eine derart umfangreiche Finanzangelegenheit wie der Erwerb einer Immobilie sollte nicht überstürzt in Agriff genommen werden. Eine gewisse Planungszeit ist notwendig, um auf alle Einzelheiten und möglichen Probleme so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Insofern lässt sich auch ein vorgezogenes Darlehen besser einplanen, als die Entscheidung des Finanzamtes über Steuerrückzahlungen. Auf die Art kann man sich weit im Vorfeld für den Immobilienkauf absichern. Zudem ist es ein unkomplizierter Weg im Vergleich dazu, die Beamten überzeugen zu müssen, dass der Erwerb der Immobilie eine „erhebliche Härte“ in Bezug auf die fälligen Steuerzahlungen verursacht. Wenn man einen geschäftlichen Bankrott durch den Ankauf einer Immobilie riskiert, sollte man die Immobilie vielleicht besser nicht erwerben, mag sich so mancher Finanzbeamte denken. Ein Darlehen hingegen kann gerade in so einem Fall dennoch vergeben werden, ohne dass man die Notwendigkeit des Neukaufs rechtfertigen müsste. Lassen Sie sich in Ihrer Planungsphase sowohl vom zuständigen Finanzamt als auch von dem Kreditinstitut bzw. der Bank Ihres Vertrauens beraten und entscheiden Sie dann, welcher Weg für Sie der sinnvollste ist!

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