9. bis 11. April 2010 in der Volksbühne Berlin
Dieser Tage habe Angela Merkel eine Vorladung zu einem Gerichtstermin erhalten – als Angeklagte. „Wir rechnen mit Ihrem Erscheinen zum Verhandlungsbeginn am Samstag, 10. April“, heiße es in rauem Ton in dem Brief, der Merkel (CDU) erkläre, sie sei „als verantwortliche Regierungschefin“ angeklagt, eine der Schuldigen für die derzeitige Finanzkrise zu sein. Ein Tribunal in Berlin werde die „Rolle der Regierungen bei der sich abzeichnenden Verschärfung der Krise“ untersuchen, berichtete die FR-online.de am 18.03.2010:
Gestern sei nun die dazugehörige Anklageschrift gefolgt, die neben Merkel auch weitere große Namen nenne – u.a. Altkanzler Gerhard Schröder. Diese ständen – stellvertretend für die Institutionen, die sie führten – aus Sicht von attac im Verdacht, die Krise verursacht und jede Konsequenz gescheut zu haben. Angeklagt seien die Bundesregierungen seit 1998, die Finanzaufsicht, Banken, Ratingagenturen und Wirtschaftsprüfer. Die Frankfurter Rundschau begleite das Tribunal als Medienpartner mit Interviews, Essays und Artikeln, die in loser Folge erscheinen würden.
Das Bankentribunal …weil die Krise System hat!
Screenshot (Ausschnitt) von http://www.attac.de/index.php?id=6565
Weder Justiz noch Politik seien fähig oder willens, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Konsequenzen einzufordern, so „attac“-Sprecherin Jutta Sundermann. Daher sei die Zivilgesellschaft gefragt, der nur das Mittel öffentlicher Anklagen der „zentralen Akteure“ bleibe. Das Tribunal könnte mehr werden als eine Diskussion mit Rollenspiel – Aufklärung und ein starkes politisches Signal. Vorbild sei das Russell-Tribunal von 1966.
Quelle: FR-online.de, 18.03.2010
Originalartikel unter: Krisennachhall / Attac klagt Ackermann und Merkel an
Weitere Informationen zum Thema:
attac
9. – 11. April 2010 / Volksbühne Berlin / Das Bankentribunal


