17. Juni 2010

Vergabe von Forschungsmitteln soll sich mehr nach den Ergebnissen richten

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Zum 100. Jubiläum Konrad Zuses fordert der BITKOM neue Wege in der Innovationspolitik

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 17. Juni 2010] Aus Anlass des 100. Geburtstag des Computer-Erfinders Konrad Zuse fordert der BITKOM von der Bundesregierung ein Umdenken in der Innovationspolitik:
Computer, Faxgerät und MP3-Standard hätten eines gemeinsam – sie seien in Deutschland erfunden worden, aber andere Länder hätten sie kommerziell erfolgreich umgesetzt, so BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Der Computer habe die Welt verändert und sei die wohl bedeutendste Innovation des 20. Jahrhunderts. Aus heutiger Sicht sei Zuse eine der wichtigsten deutschen Persönlichkeiten – aber den wenigsten sei er bekannt. Sein Jubiläum sollte Anlass sein, in der Innovationspolitik künftig neue Wege zu gehen – es müsse gelingen, aus guten Ideen international erfolgreiche Produkte zu machen, wenn Deutschland weiterhin zu den wichtigsten Technologiestandorten gehören wolle.
Der BITKOM spricht sich dafür aus, künftig die gesamte Innovationskette von der Grundlagenforschung über die Entwicklung bis hin zum fertigen Produkt und seiner international erfolgreichen Vermarktung politisch zu flankieren. Jedes Jahr würden zweistellige Milliardenbeträge an Steuergeldern in die Forschungsförderung „gepumpt“ und kaum jemand interessiere sich wirklich dafür, was langfristig daraus werde – im Sinne von neuen Produkten, Unternehmen und Arbeitsplätzen. Scheer fordert die Umstellung der Vergabeverfahren der Projektförderung und parallel die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. Statt das Gewicht auf die Antragstellung zu legen, müsse sich die Vergabe von Forschungsmitteln mehr nach den Ergebnissen richten.

Weitere Informationen zum Thema:

BITKOM, 15.06.2010
100. Geburtstag von Computer-Erfinder Konrad Zuse

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