28. Oktober 2009

Verbraucherzentralen: Verbraucherorientierten Beratung statt Verkauf auf Provisionsbasis

Forderung der Verbraucherzentralen an den Gesetzgeber zum Weltspartag am 30. Oktober

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 28.10.2009] Der Weltspartag wurde von der Weltvereinigung der Sparkassen vor 85 Jahren ins Leben gerufen – er ist dem Sparen und der Geldanlage gewidmet. Aufgrund der Schlagzeilen um Falschberatung zu Lehman-Zertifikaten erinnert er zugleich an massive Probleme in der Finanzberatung, die bis heute ungelöst sind. Der Gesetzgeber ist gefordert, so die Forderung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), die Spielregeln für Finanzberatung endlich so zu gestalten, dass der provisionsgeleitete Verkauf einer verbraucherorientierten Beratung weicht:
Das wichtigste Anliegen von Verbrauchern beim Thema „Geldanlage“ ist die private Altersvorsorge, wie eine bundesweite Verbraucherbefragung der Verbraucherzentralen gezeigt habe. Drei von vier Befragten hätten einen Finanzberater, der ihr Ansprechpartner bei Geldanlagen sei; darunter Kreditinstitute, Finanzvermittler, Versicherungsvermittler, freiberufliche Honorarberater und Bausparkassen. Verbraucher wüssten aber durchaus, wem sie gegenüberträten – die Informationen der Anbieter über Risiken von Geldanlagen betrachteten die Verbraucher mit Skepsis. Es sei ihnen bewusst, dass Anbieter nicht besonders daran interessiert seien, vollständig über Risiken der empfohlenen Geldanlagen aufzuklären. Trotz der Skepsis sei der erforderliche Vergleich unterschiedlicher Angebote der Finanzberatung aber nicht möglich, denn das Preis-Leistungsverhältnis sei insbesondere bei der provisionsorientierten Finanzberatung grundsätzlich nicht ermittelbar.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Baden-Württemberg, 28.10.2009
Weltspartag am 30. Oktober / Neue Spielregeln für Finanzberatung überfällig

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