19. Oktober 2009

Veranstaltungsankündigung: „Vielfalt managen – Wertekonflikte und Märkte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China“

Am 27. und 28. November 2009 in der Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 19.10.2009] Im Kontext der aktuellen Krise der globalen Finanz-, Güter- und Dienstleistungsmärkte lohnt sich eine Betrachtung der Bedeutung Chinas für die Balance der Weltwirtschaft auf dem Weg zu globalen Regulierungen:
Die Diskussionen um eine neue Reservewährung neben dem US-Dollar zeigt, in wie vielfältiger Weise China globale Verantwortung bereits übernommen hat und wie nachhaltig nun auch Stabilität und Schutz eigener wirtschaftlicher Interessen geltend gemacht werden.
Interessant ist dabei die Frage, ob China mit seiner verstärkten Präsenz bei Regulierungsthemen lediglich eigene hegemoniale ökonomische Interessen artikuliert oder sich zum Sprecher eines Universalismus macht, den das weltwirtschaftliche System eigentlich als Anlage in sich tragen müsste, aber immer noch nicht wirklich zu erkennen gibt.
Diese Dominanz einzelner Kulturen und Volkswirtschaften in der Weltwirtschaft kommt bereits ohne das Auftreten neuer Spieler an seine Grenzen, wie die aktuelle Krise zeigt. Es ist deutlich, dass es neue Verantwortungsträger im weltwirtschaftlichen System geben muss!
Man sollte sich beizeiten bemühen, ihre Kultur und systemische Logik zu verstehen. Wir zahlen mit der aktuellen Krise auch den Preis dafür, dass wir die Zusammenhänge und Interdependenzen in der Weltwirtschaft im Denken vieler Akteure – Managern wie Politikern – eher unterkomplex konstruiert vorgefunden haben.
Von China zu lernen bedeutet nicht zuletzt, Vielfalt zu denken und Vielfalt zu managen. Stabilität und Veränderung werden hier kulturell anders gedacht. Möglicherweise kommt dieses Denken der Realität einer globalen Wirtschaft für Güter, Dienste und Wissen näher als das europäische. Es ein wenig kennen zu lernen, ist das erklärte Ziel dieser Tagung.

Foto: Wolfgang Lorenz

© Wolfgang Lorenz

Wolfgang Lorenz, Lorenz Consulting International, Berlin,
referiert und diskutiert über „China und Deutschland: Die Lehren aus der Vergangenheit“

Aus dem Programm:

  • China in den deutschen und europäischen Medien
  • Reflexionen zu Chinas politischem und wirtschaftlichen Wiederaufstieg, nachgezeichnet am Beispiel des Shanghaier Immobilienmarktes
  • China und Deutschland: Die Lehren aus der Vergangenheit
  • (Wirtschafts-)Ethik in China – die 36 Strategeme als Leitfaden wirtschaftlichen Handelns
  • Corporate Governance am chinesischen Aktienmarkt
  • Comeback Konfuzius?

Ort: Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Inselstraße 27-28, 14129 Berlin (Nikolassee)

Tagungsbeitrag:

  • mit Übernachtung 250,- EUR
  • ohne Übernachtung 200,- EUR
  • ermäßigt für Studierende ohne Übernachtung 50,- EUR

Angaben ohne Gewähr!

Weitere Informationen zum Thema:

Evangelische Akademie zu Berlin
Vielfalt managen / Wertekonflikte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China

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