US-Regierung muss 2012 1,8 Billionen Dollar für neue und fällig werdende Schulden finanzieren
Der US-Finanzbranche könnte ein „Tag der Abrechnung“ drohen – dieses Szenario entwerfe die New York Times, berichtete SPIEGEL ONLINE am 16.03.2010:
Demnach ständen insbesondere „Private-Equity“-Unternehmen, die sogenannten „Heuschrecken“, und Firmen mit schwacher Bonität vor einem massiven Schuldenproblem. In den Jahren 2012 bis 2014 würden laut der US-Zeitung 700 Milliarden US-Dollar an hochverzinslichen Risikoanleihen fällig. Die Unternehmen müssten entsprechend neue Kredite aufnehmen oder Anleihen an den Märkten platzieren. Unklar sei, ob die Märkte diese immense Menge von Refinanzierungswünschen überhaupt erfüllen würden. Das bedeute, dass zahlreichen Firmen gezwungen sein könnten, höhere Zinsen zu zahlen. Im schlimmsten Fall drohe ihnen die Pleite.
Das Schuldenproblem werde noch durch zwei weitere Faktoren verschlimmert – auch die US-Regierung müsse 2012 1,8 Billionen US-Dollar für neue und fällig werdende Schulden finanzieren. Unternehmen mit guter Bonität würden 2012 526 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden aufnehmen müssen. Die Folge könne ein „finanzieller Tag des jüngsten Gerichts“ sein.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 16.03.2010
Originalartikel unter: Rekordverschuldung / US-Firmen fürchten die Schuldenlawine
Weitere Informationen zum Thema:
The New York Times, 15.10.2010
Payback Time / Corporate Debt Coming Due May Squeeze Credit


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