Banken raten Reisenden zur Mitnahme von Schecks auf Auslandsreisen
Wegen des Jahr-2010-Fehlers bei EC- und Kreditkarten kämen auf die deutschen Finanzinstitute möglicherweise Belastungen in Millionenhöhe zu. Wie das Handelsblatt berichtet habe, werde der Austausch der betroffenen Karten erwogen, meldete SPIEGEL ONLINE am 06.01.2010:
Der Austausch der insgesamt rund 30 Millionen Karten mit dem Chip-Fehler könnte einen dreistelligen Millionenbetrag, möglicherweise sogar mehr als eine Viertelmilliarde Euro kosten. Längerfristig betroffen seien vermutlich vor allem jene Kunden, die EC- oder Kreditkarten im Ausland einsetzten.
Laut Deutschem Sparkassen- und Giroverband (DSGV) sei bei den betroffenen Karten eine durch Lieferanten programmierte Software fehlerhaft. Viele Bankkunden seien daher derzeit auf Bargeld vom Schalter angewiesen, am Automaten könnten sie kein Geld abheben.
Im Inland seien die Probleme zwar durch Software-Updates teilweise gelöst, im Ausland gebe es aber weiterhin Schwierigkeiten – die Banken rieten Reisenden zur Mitnahme von Schecks.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 06.01.2010
Originalartikel unter: Kartenpanne / Banken fürchten Millionenschaden durch 2010-Fehler
Weitere Informationen zum Thema:
DER TAGESSPIEGEL, 06.01.2010
Chip-Panne / Mit 30 Millionen EC-Karten kein Einkauf möglich
FOCUS MONEY ONLINE, 06.01.2010
EC-Karten / Handel fordert von Banken Schadenersatz
FR-online.de, 06.01.2010
Kein Geld am Automaten / Wie Sie kaputte EC-Karten austricksen
Handelsblatt.com, 06.01.2010
EC- und Kreditkarten: Banken drohen Kosten in Millionenhöhe
n-tv.de, 06.01.2010
Kartenpanne / Was Kunden wissen müssen
WELT ONLINE, 06.01.2010
Jahr-2010-Fehler / Hersteller wollen EC-Karten nur umprogrammieren
wiwo.de, 06.01.2010
2010er-Fehler / Der Dekaden-Bug schlägt nicht nur beim Plastikgeld zu
ZEIT ONLINE, 06.01.2010
Fehlerhafte EC-Karten / Einzelhandel fordert von den Banken Entschädigung
datensicherheit.de, 05.01.2010
Problem mit EMV-Chip: Etwa jede zweite der 94 Millionen EC-Karten in Deutschland weist Softwarefehler auf / Weiterhin Millionen Bankkunden betroffen

