6. März 2010

Spekulative Instrumentalisierung von Credit Default Swaps verschärft Finanzkrise

„Käuferstreik“ bei Griechenland-Anleihen befürchtet, wenn sich Kreditausfallversicherungen verteuern

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe nach SPIEGEL-Informationen deutliche Hinweise darauf, dass Spekulanten in jüngster Zeit verstärkt gegen Griechenland vorgingen. Im Februar 2010 hätten Anleger Kreditausfallversicherungen für griechische Anleihen im Wert von 85 Milliarden US-Dollar gehalten – doppelt so viel wie noch ein Jahr zuvor, berichtete SPIEGEL ONLINE am 06.03.2010:
Diese sogenannten Credit Default Swaps (CDS) könnten sich für die Geldbeschaffung der griechischen Regierung, aber auch für den Zusammenhalt der Währungsunion zu einem echten Problem auswachsen, warnten die Bankenaufseher. Wenn die Kreditausfallversicherungen für Griechenland immer teurer würden, könnte das Investoren verunsichern.
Als Folge könne es zu einem „Käuferstreik“ für Griechenland-Anleihen kommen; dann bestehe die Gefahr, dass die Refinanzierung nicht gelinge und es zu einem „Ausfall“ komme.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 06.03.2010
Originalartikel unter: Staatsanleihen / Deutsche Finanzaufseher decken Griechenland-Spekulationen in großem Stil auf

Weitere Informationen zum Thema:

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 20.02.2010
BaFin-Berechnungen: Deutsche Banken halten PIIGS-Papiere im Volumen von 522,4 Milliarden Euro / Griechenland-Portfolio der HRE bei 9,1 Milliarden Euro

Krisenmanager auf YouTube, 21.10.2008

CDS – Beschleuniger der Finanzkrise? (ARD: plus minus)

1 Kommentar »

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