Auch Kurzarbeit keine Dauerlösung – weiterer Jobabbau befürchtet
Die Wirtschaftskrise schlage voll auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch – seit Jahresbeginn 2009 seien allein in der Industrie rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden, so die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit. Demnach sei die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe zwischen Februar und September 2009 um insgesamt 861.000 gesunken, berichtete SPIEGEL ONLINE am 17.11.2009:
Der Jobabbau habe sich im Laufe des Jahres 2009 deutlich verschärft und sei derzeit so stark wie seit Jahren nicht mehr, heiße es weiter. Darin enthalten seien nicht die Zahl der freigesetzten Leiharbeiter. Laut Bundesagentur für Arbeit hätten sich zwischen Januar und Oktober 2009 345.000 Leiharbeiter arbeitslos gemeldet. Der Großteil stamme aus dem verarbeitenden Gewerbe, also Maschinen- und Automobilbau und der Zulieferer-Branche.
Nur der starke Einsatz der Kurzarbeit habe bislang verhindert, dass noch mehr Stellen in der Industrie gestrichen worden seien. Aber die Unternehmen könnten nicht endlos auf Kurzarbeit setzen, so DIW-Konjunkturchef Christian Dreger. Es müsse deshalb befürchtet werden, dass auch hochqualifizierte Beschäftigte ihren Job verlieren würden.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 17.11.2009
Originalartikel unter: Krise am Arbeitsmarkt / Deutsche Industrie baut 1,2 Millionen Jobs ab
Weitere Informationen zum Thema:
Bild.de, 16.11.2009
Wegen der Krise / 1,2 Mio. Jobs in Industrie weg!

