Insolvenzverwalter meldet Amtsgericht drohende Masseunzulänglichkeit
“Schnäppchenjäger” könnten bei Quelle derzeit keine Weiße Ware bestellen, weil der Hersteller der Hausmarke Privileg Eigentumsvorbehalt angemeldet habe, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Der Ausverkauf gerate aber wegen der Zuspitzung der Finanzprobleme bei Quelle ins Stocken. Dem Unternehmen drohe das Geld auszugehen, da die Banken im Oktober 2009 die Vorfinanzierung von Kundenforderungen eingestellt hätten – gleichzeitig hätten die Kunden im Ausverkauf eine Zahlungsfrist von 14 Tagen, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 03.11.2009:
Der Fürther Großversender habe wegen der Finanzprobleme Schwierigkeiten mit dem schwedischen Unternehmen Electrolux, das als wichtigster Lieferant für die Quelle-Eigenmarke “Privileg” gelte. “Electrolux” erwäge nun, seine Ware wieder abzuholen. Wegen der Zahlungsschwierigkeiten habe Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg beim Amtsgericht Essen die drohende Masseunzulänglichkeit von Quelle angemeldet.
Waschmaschinen und Kühlschränke seien derzeit nicht zu ordern, weil Lieferanten um ihre Bezahlung fürchteten.
Dieser Schritt werde auch als “Insolvenz in der Insolvenz” bezeichnet. Für die Lieferanten des Unternehmens habe er gravierende Folgen. Denn Firmen, die nach Anmeldung der Insolvenz am 1. September 2009 noch geliefert hätten, würden damit nicht mehr vorrangig bezahlt. Wie alle anderen Gläubiger könnten sie nur noch darauf hoffen, später doch noch einen Bruchteil ihrer Forderungen aus der Insolvenzmasse zu erhalten.
Quelle: FOCUS MONEY ONLINE, 03.11.2009
Originalartikel unter: Quelle / Finanzprobleme stoppen Verkauf von Waschmaschinen


