5. Februar 2010

Platzen der Spekulationsblase offenbar das sichere Ereignis

Atemberaubende Vermögensvernichtung zu einem noch nicht vorhersagbaren Zeitpunkt

Mit einer Politik des billigen Geldes bewahrten die Notenbanken Staaten und Unternehmen vor dem Kollaps. Ein leider nicht ganz ungefährliches Experiment – die Frage sei nicht mehr, ob, sondern, wann die nächste Blase platze, schrieb DiePresse.com am 05.02.2010:
Als unlängst ein Experte von einem US-Sender um einen Befund zur wirtschaftlichen Verfassung gebeten worden sei, dürfte ein paar hunderttausend US-Amerikanern das Gesicht eingefroren sein – sie rasten wieder auf eine Wand zu, allerdings säßen sie dieses Mal in einem deutlich schnelleren Auto.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ökonomen und Analysten irrten, sei bedauerlicherweise nicht allzu hoch. An den Märkten braue sich nämlich unzweifelhaft etwas zusammen. Für eine ungünstige Druckverteilung sorgten drei Entwicklungen – die enormen Mengen an billigem Geld, die rund um den Globus in den Märkten zirkulierten und nach Veranlagung suchten, die noch immer nicht aus eigener Kraft wachsende Wirtschaft, und die nicht aufgearbeiteten Ursachen für den Ausbruch der letzten, noch immer aktuellen Wirtschaftskrise. Jeder dieser drei Punkte wäre für sich allein gesehen schon ein gröberes Problem – in der Kombination ergebe sich daraus ein Gemisch, das für höchste „Explosionsgefahr“ sorge.
Warum Spekulationsblasen für Angst und Schrecken sorgten, habe vor allem zwei Gründe. Erstens stehe an deren Ende eine atemberaubende Vermögensvernichtung – und zweitens seien sie völlig unberechenbar; sie würden erst dann sichtbar, wenn sie bereits geplatzt seien.

Quelle: DiePresse.com, 05.02.2010
Originalartikel unter: Spekulationsblase: Warten auf den großen Knall

Weitere Informationen zum Thema:

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 31.01.2010
Drohender Kollaps des Gewerbeimmobilienmarktes in den USA / Nicht einmal die Hälfte der ausstehenden Schulden refinanzierbar

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 26. Januar 2010
China: Preissteigerungen schüren Inflationsängste / Krisenbekämpfung durch Unmengen billigen Geldes hat ihren Preis

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23. Januar 2010
EZB: Gigantische Transferzahlungen verschieben EWU-Zerreißprobe nur / Feste Wechselkurse könnten plötzlich platzen

utubekissmyass auf YouTube, 07.02.2009

Interview mit Dr. Marc Faber und Prof. Max Otte

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