23. August 2011

Oberlandesgericht Stuttgart: Vertragsklauseln der Allianz Lebensversicherungs-AG unwirksam

verbraucherzentrale Hamburg rechnet mit zwei Milliarden Euro Rückerstattung für Verbraucher

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 23.08.2011] Das Oberlandesgericht Stuttgart hat nach Klage der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) Vertragsklauseln der Allianz Lebensversicherungs-AG für unwirksam erklärt:
Es geht laut vzhh um Bedingungen zum Rückkaufwert, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen, die von der Allianz vom 1. Juli 2001 bis Ende 2007 verwendet worden seien. Das Urteil vom 18. August 2011 trage das Aktenzeichen „2 U 138/10“.
Aufgrund dieses Urteils ergäben sich für Millionen von Ex-Kunden der Allianz Ansprüche auf „Nachschlag“ wegen zu geringer Rückkaufwerte und zu Unrecht einbehaltener Stornokosten, so die vzhh. Beitragsfrei gestellte Policen müssten neu berechnet werden; die beitragsfreie Versicherungssumme müsse sich erhöhen. Sie schätzten die Nachzahlungsansprüche der Verbraucher gegen den Konzern auf rund zwei Milliarden Euro, sagt Edda Castelló von der vzhh. Wer zwischen Juli 2001 und Ende 2007 eine Lebens- oder Rentenversicherung bei der Allianz abgeschlossen und seither gekündigt oder beitragsfrei gestellt habe, sollte seine Ansprüche sofort anmelden, rät Castelló.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Hamburg
Musterbrief Rückkaufswert

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