9. Dezember 2011

Nach 2020 Probleme beim Finden qualifizierter Nachfolger für alle übergabefähigen Unternehmen

Studie zum Generationswechsel im Mittelstand soll zur Betriebsübernahme im Handwerk motivieren

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 09.12.2011] Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, hat am 9. Dezember 2011 auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks die Ergebnisse der Studie „Der Generationswechsel im Mittelstand vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ vorgestellt:
Die Studie hatte das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben. Sie wurde federführend vom Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen erstellt. Im Fokus der Analyse stand das Handwerk. Nach Ansicht der Experten werde es bis 2020 weder gesamtwirtschaftlich noch im Handwerk eine demographisch bedingte Nachfolgelücke geben – allerdings könnten sie regional- und branchenbezogene Probleme im Hinblick auf die abnehmende Erwerbsbevölkerung nicht ausschließen. Nach 2020 dürfte es dann erheblich schwieriger werden, für alle übergabefähigen Unternehmen einen qualifizierten Nachfolger zu finden.
Politik und Wirtschaft müssten das Thema Unternehmensnachfolge noch stärker in den Blick nehmen, fordert Staatssekretär Burgbacher. Die Übernahme einer Firma mit erfahrenen Mitarbeitern und festem Kundenstamm biete beste Einstiegschancen für Gründerinnen und Gründer. Wenn es nicht gelinge, für die über 22.000 jährlich anstehenden Unternehmensübernahmen einen neuen Chef zu finden, gingen zu viele Unternehmen und Arbeitsplätze verloren.
Die Bedingungen für Gründerinnen und Gründer im Handwerk, die einen Handwerksbetrieb erwerben wollen, seien dann günstig, wenn Qualifikation und Finanzsituation stimmten, erklärte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Dringend empfehlenswert sei die kompetente Unterstützung, die sie dafür in den Handwerksorganisationen sowohl für die Übergeber als auch die Übernehmer vorhielten.
Es sei eine große Herausforderung für alle zur Unternehmensnachfolge anstehenden Unternehmen, die Unternehmensnachfolge erfolgreich umzusetzen. Dem Bundeswirtschaftsministerium ist es daher ein wichtiges Anliegen, die Unternehmen zu unterstützen sowie Gründerinnen und Gründer verstärkt für eine Unternehmensübernahme zu interessieren. Mit seiner Unternehmensnachfolgebörse „nexxt-change“, bei der die Kammern als wichtigste Ansprechpartner vor Ort mitwirken, möchte es dazu beitragen, dass Menschen, die ein Unternehmen übertragen oder übernehmen wollen, leichter zusammenfinden.

Weitere Informationen zum Thema:

nexxt
nexxt – Sicherung der Unternehmensnachfolge

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