24. Oktober 2011

Landgericht Hamburg verurteilt E.on Hanse Vertrieb GmbH zur Zahlung von 75.314,87 Euro

verbraucherzentrale Hamburg hatte exemplarisch auf Zahlung zu viel gezahlter Beträge geklagt

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 24.10.2011] Das Landgericht Hamburg hat die E.on Hanse Vertrieb GmbH (e.on) zur Zahlung von 75.314,87 Euro an die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) verurteilt:
Die vzhh hatte nach eigenen Angaben die abgetretenen Rückforderungsansprüche von 55 Gaskunden geltend gemacht, die ihre aus Sicht der Verbraucherzentrale überhöhten Gasrechnungen seit 2004 nur unter Vorbehalt gezahlt hatten. Das Urteil, das auf die am 29. Dezember 2009 eingereichte Klage der Verbraucherzentrale zurückgeht, erging am 17. Oktober 2011.
Dies sei ein großer Erfolg für die Verbraucher. Sie erwarteten, dass e.on jetzt nicht in eine aussichtslose Berufung gehe, sondern schnell dem Urteil Folge leisten werde. Sie würden das Geld dann nach Abzug ihrer Kosten an die Gaskunden weiterleiten, sagt vzhh-Geschäftsführer Günter Hörmann.
Seit Sommer 2004 hätten nach Angaben eines e.on-Prozessbevollmächtigten 55.000 Gaskunden den Preisbestimmungen des Energiekonzerns widersprochen. Davon hätten 5.000 die Zahlung der geforderten Beträge teilweise verweigert, 50.000 das Geforderte unter Vorbehalt gezahlt. Gegen die Zahlungsverweigerer habe e.on Tausende von Zahlungsprozessen angestrengt und in diesen entweder verloren oder in Vergleichen empfindliche Verluste hinnehmen müssen. In dem jetzt vorliegenden Urteil des Landgerichts geht es um die Rechtssituation für die 50.000 „Vorbehaltszahler“ – für 55 aus dieser Gruppe habe die Verbraucherzentrale Hamburg jetzt exemplarisch auf Zahlung der zu viel gezahlten Beträge geklagt.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Hamburg

E.on muss 75.000 Euro zahlen

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