29. Februar 2012

Kreditpaket für Griechenland besser gleich zur Abfederung der Austrittsfolgen nutzen

Filed under: Aktuelles,Politik & Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , , — dp @ 23:40

Familienunternehmer raten zur Sanierung Griechenlands außerhalb der Euro-Zone

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 29.02.2012] Die Option eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone müsse auf jeden Fall offen gehalten werden, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme vom DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V., der nach der jüngsten Zustimmung des Bundestages zu Hilfen für Griechenland fordert, die Gelder nur sukzessive und unter ständiger Überprüfung des prinzipiellen Sanierungsweges zu überweisen.
Die Hilfen wären indes am besten angelegt, wenn sie gleich für einen Neuanfang nach dem Austritt genutzt würden – das habe auch Bundesinnenminister Friedrich richtig dargestellt. So könnte das „Kreditpaket“ gleich zur Abfederung griechischer Banken und weiterer Austrittsfolgen genutzt werden. Die Europäer müssten endlich einen realistischen Weg bei der Euro-Rettung beschreiten.

Foto: CR-Management GmbH & Co. KG, Nürnberg

Foto: CR-Management GmbH & Co. KG, Nürnberg

Lutz Goebel: Mit der wiedergewonnenen Fähigkeit zur Abwertung könnte Griechenland in einen Preiswettbewerb eintreten.

Ein „Ende mit einem Scheck“ sei besser als „Schecks ohne Ende“ mit unabsehbaren Folgen für Europa, betont Lutz Goebel, Präsident des Vereins. Ihm sei die Position der Opposition „völlig unverständlich“, so Goebel, denn so heftig wie die SPD die Risiken dargestellt habe, müsste sie gegen weitere „Hilfspakete“ sein. Ein Ende immer neuer Kredite sei indes auch mit diesem „Paket“ nicht erreicht, wenn Griechenland weiter im Euro bleibt. Ihm bereitet auch sehr große Sorge, dass die verordneten Lohnkürzungen von 25 Prozent und weiterer Druck von Außen Extremismus und Völkerhass schürten. Das schade der europäischen Idee mehr als ein Griechenland außerhalb des Euro. Mit der gewonnenen Fähigkeit, eine eigene Währung abzuwerten, könnte Griechenlands Industrie und Tourismuswirtschaft in einen Preiswettbewerb eintreten. Bisher verfüge das Land sonst über kein solides Geschäftsmodell, um sein horrendes Leistungsbilanzdefizit abzubauen. Viele unserer osteuropäischen Nachbarn hätten aber eindrucksvoll vorgemacht, wie man so Anschluss an gewinnen könne.

Weitere Informationen zum Thema:

DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V.
Die Stimme der Familienunternehmer

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