3. Februar 2011

Konflikte bei IT-Projekten: Prozess- und Schadenskosten durch erfolgreiche Mediation vermeiden

Einige Versicherer übernehmen Kosten für Schlichter bei Streitfällen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 03.02.2011] Immer mehr nicht zur Zufriedenheit des Kunden abgeschlossene IT Projekte endeten nach Erkenntnisssen des Spezialversicherers Hiscox in einem Rechtsstreit. Daraus resultierten in vielen Fällen hohe finanzielle Belastungen und Imageschäden für IT-Dienstleister. Ein schlechter Ruf könne nicht nur mögliche Folgeaufträge des Kunden kosten, sondern auch die Akquise neuer Klienten erschweren. Nicht immer sprächen IT-Dienstleiser und ihre Auftraggeber so ganz die gleiche Sprache – folglich könnten falsche Erwartungshaltungen entstehen. Hinzu komme, dass sich Rahmenbedingungen und Ziele im Verlauf eines komplexen IT-Projekts nicht selten verschieben würden; das Vorhaben ziehe sich in die Länge und kalkulierte Budgets würden gesprengt. Ein weiteres Problem liege darin, dass bestehenden Verträgen nicht genug Bedeutung beigemessen werde. Würden diese als klare Bezugspunkte herangezogen, könnten viele Konflikte im Keim erstickt werden, so Jens Krickhahn, Experte für IT Risiken bei der Hiscox AG.
So empfiehlt Hiscox, einen Schlichter einzusetzen, wenn sich Streitfälle abzeichnen. Ein Mediator analysiere die Situation ruhig und sachlich; er könne beide Parteien unterstützen, neue Lösungen zu finden. Wichtig sei, dass dieser Prozess in die Wege geleitet werde, bevor Streitigkeiten eskalierten. Durch erfolgreiche Mediation profitierten Auftraggeber und Dienstleister:
Projekte könnten mit positivem Ergebnis abgeschlossen werden, gleichzeitig ließen sich hohe Prozess- und Schadenskosten vermeiden. Da dies auch Kosten für Versicherer einspare, übernähmen einige Anbieter die Kosten für einen Mediator und unterstützten im Bedarfsfall. Bereits beim Abschluss einer Police für berufliche Risiken rät Hiscox sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz für Mediatoren bei etwaigen Auseinandersetzungen gewährleistet werde.
Um Risiken frühzeitig zu erkennen, sollten IT-Dienstleister im stetigen Kontakt mit ihrem Versicherungsberater sein. Dieser könne Signale frühzeitig erkennen, die auf Streitfälle hindeuteten – denn dies sei oft ein schleichender Prozess. Eine juristische Auseinandersetzung entstehe in den seltensten Fällen von heute auf morgen. Meist seien es anfangs nur kleine Unstimmigkeiten, die sich jedoch summierten und schließlich zu einem tiefgreifenden Konflikt führen könnten, sagt Krickhahn.
Erfolgreiche Mediation sei ein entscheidender Faktor dafür, in solchen Fällen nicht nur den erfolgreichen Abschluss von Projekten zu gewährleisten, sondern auch die Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit zu legen. Daraus resultiere eine Win-Win-Situation für die Geschäftspartner – und eine gute Lösung aus Perspektive des Versicherers.

Weitere Informationen zum Thema:

HISCOX
Neues aus der Hiscox Innovationspipeline / Neues, verbessertes Bedingungswerk / „Fine Art by Hiscox“

Print Friendly

Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment

*


 

Powered by WordPress