22. März 2010

KfW-Bankengruppe: Neustrukturierung der Förderprogramme zum 1. April 2010

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Programme für energieeffiziente Maßnahmen in Neu- und Altbauten

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 22.03.2010] Für energiesparende Sanierungen und Neubauten hat die KfW Bankengruppe zum 1. April 2010 ihre Förderprogramme neu strukturiert:
Der Staat will durch die Änderungen noch mehr Immobilieneigentümer und Bauherren dazu motivieren, das Einsparpotenzial ihrer Häuser noch weiter auszuschöpfen. Auch dass Personen, die ihren Wohnraum altersgerecht ausbauen möchten, nun Fördermittel bekommen, ist neu. Künftig wird die Förderung energieeffizienter Maßnahmen für Neu- und Altbauten über die zwei Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizientes Bauen“ gefördert.
Damit lösen sie das bisher gültige „CO2 Gebäudesanierungsprogramm“ und auch das Programm „Ökologisch Bauen“ ab. Zusätzlich halten sie für die Bauherren Darlehen und Zuschüsse bereit, die steuerbegünstigt sind. Wie attraktiv die Fördermittel von der KfW sind, hängt davon ab, wie energieeffizient das Gebäude ist.
Das „KfW Effizienzhaus“, welches das „KfW Energiesparhaus“ ablöst, ist die ausschlaggebende Größe. Bisher hat sich die Förderung an festen Verbrauchswerten orientiert – dementsprechend durfte ein „KfW-60-Haus“ nur 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen und ein „KfW-40-Haus“ folglich 40 Kilowattstunden.
Bei der neuen Förderung beziehen sich die Vorgaben für die neuen Energieeffizienzhäuser auf die voraussichtlich im Herbst 2010 in Kraft tretende EnEV 2009 Energieeinsparverordnung für Gebäude.
Hiernach werden nur die Gebäude, die die Mindeststandards der Verordnung erfüllen, gefördert. Wenn ein Haus lediglich 70 und 55 Prozent der zulässigen Höchstwerte verbraucht, erhält es die günstigeren Zinsen beziehungsweise die höheren Zuschüsse. Für die Übergangszeit gilt noch die alte Regelung. Dabei darf ein „Effizienzhaus 70“ nicht mehr als 60 Kilowattstunden verbrauchen und ein „Energieeffizienzhaus 55“ nicht mehr als 40 Kilowattstunden.
Ein Bauherr, der einen Neubau baut, wird nur dann unterstützt, wenn sein Gebäude mindestens den Standard eines „Effizienzhauses 70“ entspricht.
Die KfW stellt für ein solches Vorhaben einen Kredit von maximal 50.000 Euro zur Verfügung. All jene, die ein bereits bestehendes Haus auf denStandard eines „Effizienzhauses 100“ bringt, der erhält einen Kredit der KfW in Höhe von maximal 75.000 Euro zu einem Zinssatz von 1,1 Prozent und auch einen Tilgungszuschuss in Höhe von fünf Prozent. Der Tilgungszuschuss beträgt sogar 12,5 Prozent, wenn das Haus nach der Sanierung den Standard eines „Effizienzhauses 70“ erfüllt. Diejenigen Bauherren, die die Sanierung aus der eigenen Tasche bezahlen, können als Alternative zum Kredit auch einen Zuschuss von 13.125 Euro pro Wocheneinheit erhalten.
Wer eine Teilmodernisierung durchführt, das heißt beispielsweise das Dach neu dämmt, neue Fenster einbaut oder die Heizung erneuert, der bekommt ein Darlehen von maximal 50.000 Euro oder Zuschüsse von höchstens 2.500 Euro. Selbstverständlich gibt es auch Sonderprogramme, die von der KfW aufgelegt wurden und auch die demographische Entwicklung trägt eine Neuerung bei. Durch die Neuerungen im Fördermittelprogramm sollte jeder Hauseigentümer und jeder Bauherr genau darüber nachdenken, ob er sein Haus energieeffizient saniert oder baut, denn es lohnt sich.

Weitere Informationen zum Thema:

dirInfo VERBRACHERINFORMATIONdirekt.
Fördermittel zur Existenzgründung über die KfW

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1 Kommentar »

  1. […] 22.03.2010 KfW-Bankengruppe: Neustrukturierung der Förderprogramme zum 1. April 2010 / Programme für… Kommentare […]

    Pingback by KfW streicht etliche Fördermittel für Energieeffizienz wegen unerwartet hoher Nachfrage - Magazin.Am-Finanzplatz.de - Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland — 19. August 2010 @ 23:25

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