19. November 2009

Investoren sollten Papierwerte verlassen und sich Realwerte als Rettungsboote sichern

Neben Erwerb physischer Edelmetalle auch Grundversorgung planen

Für DER AKTIONÄR hat Marion Schlegel Walter K. Eichelburg, den Betreiber der größten deutschsprachigen Gold-Website “hartgeld.com”, zur momentanen Gold-Rallye befragt. Demnach könnten uns harte Zeiten bevorstehen – allerdings nur für Anleger, die nicht in Gold oder Silber investiert hätten, berichtete DER AKTIONÄR ONLINE am 16.11.2009:
Der primäre treibende Faktor am Goldmarkt sei die massive “Gelddruckerei” der Zentralbanken weltweit, so Eichelburg – dort seien die “legalen Geldfälscher” am Werk. Damit wollten sie ihre Wirtschaftskrise überwinden, lösten aber damit eine Hyperinflation aus.
Aus kurzfristiger Sicht würden wir wohl 2009 Jahr noch auf einen Goldpreis von 1.300 Dollar je Unze oder mehr kommen. Dann müssten die Zentralbanken ihre Zinsen anheben, und die Wirtschaftskrise gehe richtig los – was die Flucht ins Gold verstärken werde. Bis zum Tiefpunkt der Krise – um vermutlich 2012 – sollte der Goldpreis auf mindestens 50.000 Dollar je Unze gestiegen sein, manche sagten sogar 200.000 Dollar je Unze. Euro gebe es dann keinen mehr. Der Dollar sei im Abverkauf, irgendwann würden auch die Zentralbanken zusammen mit dem Rest der “Herde” aus ihren Dollars und anderen Währungen flüchten wollen. Gold werde wieder zu Geld – so wie früher, Silber auch. Dabei sei Gold nicht so sehr ein Inflationssschutz, sondern ein Schutz gegen den Untergang des Währungssystems. In einer wirklich harten Deflation, wo die Banken massenhaft zusammenbrächen, performe Gold besser, als in einer gewöhnlichen Inflation.
Eines sei klar – wenn die Flucht aus Finanzwerten und Geld richtig einsetze, dann explodiere nicht nur der Goldpreis, sondern auch der Preis aller essenziellen Güter wie Energie oder Lebensmittel – Hyperinflation!
Silber werde derzeit mehr als Industrie-Rohstoff denn als Geld gesehen. Aber es werde gewaltig nachziehen, denn wenn wirklich die Masse nach Gold suche, könne sie sich dieses nicht mehr leisten – es bleibe ihr nur Silber.
Investoren sollten “Papierwerte” verlassen und sich in die “Rettungsboote” begeben – dies seien primär Gold und Silber, aber auch Agrarflächen zur Ernährung oder Wald zur Brennholzversorgung kämen in Frage.

Quelle: DER AKTIONÄR ONLINE, 16.11.2009
Originalartikel unter: “Gold steigt auf 50.000 Dollar”

Weitere Informationen zum Thema:

HARTGELD.com
Die Finanz-Website für den langfristigen Edelmetall-Investor / von Walter K. Eichelburg

1 Kommentar »

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