2. Dezember 2011

Immobilienkredite: Oft zu hohe Vorfälligkeitsentschädigungen bei Kündigung

Laut verbraucherzentrale Hamburg Differenzen in drei von zehn Fällen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 02.12.2011] Das Amtsgericht Laufen hat nach Klage der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) am 8. November 2011 entschieden, dass die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG einem ehemaligen Kunden 4.228,42 Euro erstatten muss, die das Geldinstitut bei der vorzeitigen Ablösung eines Immobilienkredits als Vorfälligkeitsentschädigung einbehalten hatte.
Der betroffene Verbraucher hatte sich an die vzhh gewandt. Die überprüfte die von der Bank errechnete Vorfälligkeitsentschädigung und kam zu dem Ergebnis, dass diese um mehr als 4.000 Euro überhöht gewesen sei. Der Kunde suchte mit diesem Ergebnis dann Hilfe bei dem Ombudsmann der Volksbanken, der die falsche Bankberechnung jedoch zum Nachteil des Verbrauchers für richtig erachtet habe. Daraufhin bat der Kunde die vzhh, für ihn den ausstehenden Betrag vor Gericht zu erstreiten.
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Ablösesumme, die Geldhäuser von Immobilienkreditkunden verlangen, wenn sie aus ihrem Kreditvertrag vor Ablauf aussteigen wollen oder müssen. Über die Einzelheiten der Berechnung gibt es immer wieder Streit. Ihre Erfahrung zeige, dass die Vorfälligkeitsentschädigungen der Banken gemessen an der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs oft zu hoch seien – in drei von zehn Fällen gebe es Differenzen, so Christian Schmid-Burgk von der Verbraucherzentrale Hamburg.
Die vzhh bietet Kreditnehmern einen Rechenservice Vorfälligkeitsentschädigung an, um die Zahlungen ihrer Banken zu überprüfen.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Hamburg
Vorfälligkeitsentschädigungen

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1 Kommentar »

  1. Den Rechenservice bieten andere unabhängige Berater auch an. Und wer clever ist, kann sogar mit kostenpflichtigen Online-Rechnern, die günstiger sind als der Rechenservice der VZ, selbst die zulässige VFE berechnen.

    Kommentar by Ralf — 4. Dezember 2011 @ 22:41

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