29. April 2010

Hilfspaket: Griechenland braucht sich drei Jahre nicht mehr um Meinung der Finanzmärkte zu kümmern

Voraussichtlich bis zu 135 Milliarden Euro notwendig

Die Politik habe mit ihrer abwartenden Haltung die Kontrolle über die griechische Schuldenkrise verloren. Die Märkte hätten keine Geduld, schrieb der FOCUS ONLINE am 28.04.2010:
Die Herabstufung der Bonität Griechenlands durch die Rating-Agentur „Standard & Poor’s“ habe dies deutlich gemacht. Die Investoren hätten prompt reagiert und panikartig Anleihen verkauft. Die Renditen seien in die Höhe geschossen und hätten es der Regierung in Athen damit praktisch unmöglich gemacht, sich zu bezahlbaren Zinsen neues Geld zu leihen.
Jetzt könnten die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) nicht mehr anders, als Griechenland zu helfen, wenn sie einen Staatsbankrott verhindern wollten. Doch aus den angekündigten 45 Milliarden Euro seien auf einmal voraussichtlich bis zu 135 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren geworden – und Deutschland überweise nicht mehr nur 8,4 Milliarden Euro nach Athen, sondern könnte sogar mit 30 Milliarden Euro einspringen – oder womöglich sogar noch mehr.
In Griechenland sei jetzt die Freude groß – drei Jahre müsse sich die Regierung nicht mehr um die Meinung der Finanzmärkte kümmern, denn das Geld für die Refinanzierung der Schulden komme von den anderen Euro-Staaten.

Quelle: FOCUS ONLINE, 28.04.2010
Originalartikel unter: Schuldenkrise / Das teure Zögern der Bundesregierung

1 Kommentar »

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dirk Pinnow erwähnt. Dirk Pinnow sagte: Hilfspaket: Griechenland braucht sich drei Jahre nicht mehr um Meinung der Finanzmärkte zu kümmern http://iobic.de/14726 [...]

    Pingback von Tweets die Hilfspaket: Griechenland braucht sich drei Jahre nicht mehr um Meinung der Finanzmärkte zu kümmern - Magazin.Am-Finanzplatz.de - Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland erwähnt -- Topsy.com — 30. April 2010 @ 10:33

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